{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184026,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184026,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4026","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Steuerung der Betreuung durch den Hausarzt oder die Haus\u00e4rztin. F\u00fcr eine ganzheitliche Sicht auf die Patientinnen und Patienten, eine verbesserte Pflegequalit\u00e4t und eine Kostensenkung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es ist bekannt, dass eine zentrale Steuerung der Patientenbetreuung die Pflegequalit\u00e4t erh\u00f6ht und die Kosten senkt - laut den inoffiziellen Zahlen einiger Krankenkassen um mindestens 15 Prozent.</p><p>Gleichzeitig muss man bedenken, dass das Gesetz \u00fcber Managed Care, das den Versicherten \u00c4rztenetzwerke vorschreiben wollte, 2012 deutlich abgelehnt wurde.</p><p>Es gibt eine flexiblere Variante, bei der die Patientinnen und Patienten \u00c4rzte und Leistungserbringer frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen, aber allein der Hausarzt oder die Haus\u00e4rztin die \u00dcberweisung an einen Spezialisten oder eine Spezialistin steuert. Durch diese Steuerung \u00fcberwacht der Hausarzt oder die Haus\u00e4rztin die Koh\u00e4renz der Behandlung. Er oder sie wird entsprechend ausgebildet und entl\u00f6hnt.</p><p>Dieses Modell wird in der Massnahme 27, \"Verpflichtung zu Gatekeeping\", des Bundesberichtes \"Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung\" kurz erw\u00e4hnt.</p><p>1. Was h\u00e4lt der Bundesrat von einem solchen Modell?</p><p>2. Ist es vorgesehen, die Auswirkungen dieses Modells in den Niederlanden zu untersuchen?</p><p>3. W\u00e4re dies ein geeignetes Mittel, um den Status des Schweizer Hausarztes bzw. der Schweizer Haus\u00e4rztin aufzuwerten?</p>","ReasonText":"<p>Eine gute Kenntnis der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Krankengeschichte erm\u00f6glicht eine besser angepasste Pflege, verhindert redundante oder \u00fcberfl\u00fcssige Untersuchungen, reduziert die Einnahme unvertr\u00e4glicher Medikamente und die Zahl der Operationen, deren gesundheitlicher Nutzen keineswegs sicher ist.</p><p>Es sei auch auf Artikel\u00a0117a BV hingewiesen, der 2014 angenommen wurde: Der Bund und die Kantone \"anerkennen und f\u00f6rdern die Hausarztmedizin als einen wesentlichen Bestandteil dieser Grundversorgung\".</p><p>Die Koordination der Pflege durch einen steuernden Arzt oder eine steuernde \u00c4rztin ist in der Schweiz jedoch nicht die Regel. Aus dem Bericht \"\u00c4rztliche Grundversorgerinnen und Grundversorger - Situation in der Schweiz, neuere Entwicklungen und internationaler Vergleich\" von 2012 geht Folgendes hervor: \"In der Schweiz \u00fcbermitteln die Spezial\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte immer (59 Prozent) oder h\u00e4ufig (37 Prozent) ihre medizinischen Daten gemeinsamer Patientinnen und Patienten an die Grundversorgerinnen und Grundversorger. Auch die Spit\u00e4ler ... informieren die Grundversorgerinnen und Grundversorger regelm\u00e4ssig, wenn eine Patientin oder ein Patient bei ihnen in Behandlung war. Ein Grossteil (40 Prozent) \u00fcbermittelt die entsprechenden Daten innert kurzer Frist (weniger als 48 Stunden).\"</p><p>Das elektronische Patientendossier w\u00fcrde eine ganzheitliche Sicht auf die Patientinnen und Patienten erm\u00f6glichen. Jedoch haben die Allgemein\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte weder die Zeit noch die Kompetenzen oder den finanziellen Anreiz, um dieses zu \u00fcbernehmen: Die Dossiers von der Papierform in ein elektronisches Format zu \u00fcbertragen ist eine Herkulesarbeit. Schliesslich sind die Herausforderungen der Datensicherheit und der Harmonisierung der Informatik-Infrastruktur noch nicht bew\u00e4ltigt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./3. Die meisten Versicherer bieten Versicherungen mit eingeschr\u00e4nkter Wahl des Leistungserbringers an. Dazu regeln sie die Rechte und Pflichten der Versicherten in ihren Versicherungsbedingungen. Der Zugang zu Fach\u00e4rzten oder zu anderen Leistungserbringern wird zum Beispiel durch eine Haus\u00e4rztin oder ein Beratungszentrum gesteuert.</p><p>Im Jahr 2017 hatten mehr als zwei Drittel aller Versicherten eine besondere Versicherungsform mit eingeschr\u00e4nkter Wahl des Leistungserbringers abgeschlossen (Erwachsene: 68,8 Prozent, Kinder: 71,6 Prozent). Von allen Versicherten hatten rund 9 Prozent ein HMO-Modell (Erwachsene 8,7 Prozent, Kinder 9,5 Prozent), rund 38 Prozent ein Hausarztmodell (Erwachsene: 37,8 Prozent, Kinder: 39,2 Prozent) und rund 20 Prozent eine andere besondere Versicherungsform mit eingeschr\u00e4nkter Wahl des Leistungserbringers abgeschlossen (siehe <a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a> &gt; Zahlen &amp; Statistiken &gt; Krankenversicherung: Statistiken &gt; Statistik der obligatorischen Krankenversicherung 2017, Tabellen 7.08 und 7.09). Diese Zahlen zeigen, dass die Versicherten diese Versicherungsform und namentlich die Hausarztmodelle sch\u00e4tzen.</p><p>Im Auftrag des Eidgen\u00f6ssischen Departementes des Innern (EDI) hat eine Expertengruppe im Jahr 2017 einen Bericht \"Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung\" verfasst (siehe <a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a> &gt; Versicherungen &gt; Krankenversicherung &gt; Kostend\u00e4mpfung). Darin wird die Verpflichtung zu einer ersten Anlaufstelle als eine Massnahme angef\u00fchrt (Massnahme 27). Die erste Anlaufstelle leitet die weiteren Behandlungen ein und koordiniert sie. Sie beh\u00e4lt die \u00dcbersicht \u00fcber die medizinischen und paramedizinischen Massnahmen, welche die versicherte Person ben\u00f6tigt, und f\u00fchrt diese durch die Versorgungskette. Das Prinzip der ersten Anlaufstelle soll zu einer h\u00f6heren Wirtschaftlichkeit f\u00fchren, zum Beispiel indem mehrfache Untersuchungen vermieden werden. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Verbreitung dieses Modells sich angesichts der Vorteile noch wesentlich erh\u00f6hen liesse. Deshalb seien auch Ans\u00e4tze mit verpflichtendem Charakter zu verfolgen.</p><p>Der Bundesrat hat gest\u00fctzt auf diesen Expertenbericht Ende M\u00e4rz 2018 ein Kostend\u00e4mpfungsprogramm verabschiedet. Am 14. September 2018 wurde die Vernehmlassung zu einem ersten Paket von Massnahmen er\u00f6ffnet. Im Jahr 2019 soll ein zweites Paket mit Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen folgen. Ziel ist, auch Massnahmen f\u00fcr eine angemessene Versorgung zu pr\u00fcfen. Dabei kann der Bundesrat insbesondere die Verpflichtung zu einer ersten Anlaufstelle vorschlagen.</p><p>2. Die Auswirkungen dieses Modells in den Niederlanden wurden bereits in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Das EDI wird diese Arbeiten bei den \u00dcberlegungen zur Umsetzung der Massnahme 27, welche eine Verpflichtung zu einer ersten Anlaufstelle vorsieht, ber\u00fccksichtigen. Die erw\u00e4hnte Expertengruppe umfasste zudem mit Herrn Patrick Jeurissen, Professor for fiscal sustainable health care systems (steuerlich nachhaltige Gesundheitssysteme) an der Radboud University, auch einen Experten aus den Niederlanden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1543536000000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1575504000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513904137)\/","SubmissionDate":"\/Date(1538092800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5014,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}