{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184117,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184117,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4117","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Zu hoher Einsatz von Antibiotika? Fehlanreize eliminieren","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Fehlanreize, die zu vermeidbarem Einsatz von Antibiotika in der Veterin\u00e4rmedizin f\u00fchren k\u00f6nnen, zu eliminieren.</p>","ReasonText":"<p>Die Strategie Antibiotika-Resistenzen Schweiz hat zum Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika f\u00fcr die menschliche und tierische Gesundheit zu erhalten. Der Jahresbericht 2018 zeigt denn auch einen gewissen positiven Effekt der bisher getroffenen Massnahmen. So nimmt der Verkauf von Antibiotika in der Tiermedizin allm\u00e4hlich ab. Die Revision der Tierarzneimittelverordnung sowie die zentrale Datenbank werden hoffentlich weitere Verbesserungen erm\u00f6glichen. Denn die Zahlen der Europ\u00e4ischen Arzneimittelagentur lassen aufhorchen. So wurde 2015 Schweizer Milchk\u00fchen mit Abstand mehr Antibiotika gespritzt als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Seither scheint der Schweizer Wert trotz der Massnahmen des Bundes nur minim gesunken zu sein. Der Schweizer Forscher Professor Vincent Perreten fand vergangenes Jahr gegen alle Antibiotika und selbst gegen Reserve-Antibiotika resistente Keime in der Milch von Schweizer K\u00fchen. Diese Entdeckung zeigt, dass bestimmte Bakterien aus den Eutern schon gegen Reserve-Antibiotika resistent sind. Die Resistenz-Gene k\u00f6nnten sich \u00fcber Rohmilch weiter auf Bakterien im Menschen verbreiten. Unverantwortlich viele Reserve-Antibiotika k\u00e4men zum Einsatz, so der Bakteriologe, und er ermahnt, die Wirkung der Reserve-Antibiotika zu sch\u00fctzen. Veterin\u00e4rmediziner und Branchenkenner sprechen von Fehlanreizen, welche den unn\u00f6tigen Antibiotika-Einsatz f\u00f6rdern w\u00fcrden, z. B.:</p><p>1. Boni-Zahlungen f\u00fcr Milch, damit sie besonders rein, d. h. frei von K\u00f6rperzellen der Kuh sei, so ein Vertreter der Branchenorganisation Milch;</p><p>2. mengen- und preisabh\u00e4ngige Margen auf Medikamenten wie Antibiotika, kritisiert der Veterin\u00e4rmediziner C. Notz;</p><p>3. dass sich der Griff nach Reserve-Antibiotika wirtschaftlich lohne, sei das Problem, sagt ein Tierarzt und best\u00e4tigt damit diesen finanziellen Fehlanreiz. </p><p>Diese Aufz\u00e4hlung ist wohl kaum vollst\u00e4ndig. Angesichts der bedrohlichen Zunahme an Antibiotika-Resistenzen bei Mensch und Tier, wie auch in unseren Gew\u00e4ssern, wird der Bundesrat beauftragt zu pr\u00fcfen:</p><p>- wo welche Fehlanreize bestehen, die zu unn\u00f6tig erh\u00f6htem Einsatz von Antibiotika beitragen k\u00f6nnen. </p><p>Der Bundesrat wird ersucht, allf\u00e4llige Gesetzesanpassungen dem Parlament m\u00f6glichst bald vorzulegen, falls der Verordnungsweg nicht geht.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Strategie Antibiotika-Resistenzen Schweiz (Star) hat zum Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika f\u00fcr Mensch und Tier langfristig zu sichern. Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten koordiniert vorgehen, um den Antibiotika-Verbrauch zu reduzieren und den sachgem\u00e4ssen Antibiotika-Einsatz zu f\u00f6rdern. Gem\u00e4ss dem Swiss Antibiotic Resistance Report vom 18. November 2018 (www.blv.admin.ch &gt; Tiere &gt; Antibiotika &gt; StAR) konnte die Menge der vertriebenen Antibiotika in der Veterin\u00e4rmedizin zwischen 2008 und 2017 um \u00fcber 50 Prozent gesenkt werden. Ausserdem geht aus dem Bericht hervor, dass seit zwei Jahren auch bei den kritischen Antibiotika (Reserve-Antibiotika) eine starke Reduktion stattfand. Zu diesem R\u00fcckgang des Antibiotika-Verbrauchs beigetragen hat auch eine \u00c4nderung der Tierarzneimittelverordnung (TAMV), indem u. a. die Abgabe von kritischen Antibiotika auf Vorrat verboten wurde. Der Bericht zeigt, dass die ergriffenen Massnahmen wirken und das diesbez\u00fcgliche Bewusstsein in der Veterin\u00e4rmedizin heute hoch ist.</p><p>Die Fragestellung \"falsche Anreizsysteme erkennen und nach M\u00f6glichkeit modifizieren\" ist auch Element von Star. Im Rahmen der Umsetzung werden Anreizsysteme laufend evaluiert und, gegebenenfalls zusammen mit den Stakeholdern, angegangen. Unter anderem sind Bonizahlungen f\u00fcr niedrige Zellzahlen bei Milch privatrechtlich geregelt. Ob diese Boni einen Fehlanreiz darstellen, kann daher aufgrund der mangelnden Datenlage nicht verifiziert werden.</p><p>Aktuell verbietet es das Heilmittelrecht (Art. 33 des Heilmittelgesetzes; SR 812.21), Personen, die Arzneimittel verschreiben oder abgeben, geldwerte Vorteile anzubieten. Dies gilt f\u00fcr Arzneimittel in der Veterin\u00e4r- und Humanmedizin. Handels\u00fcbliche und betriebswirtschaftlich gerechtfertigte Rabatte sind jedoch explizit zul\u00e4ssig. Diese Bestimmung wurde im Rahmen der am 18. M\u00e4rz 2016 verabschiedeten \u00c4nderung des Heilmittelgesetzes (AS 2017 2745) revidiert. Nach der neuen Regelung sind die gew\u00e4hrten Preisrabatte und R\u00fcckverg\u00fctungen so auszugestalten, dass sie keinen Einfluss auf die Wahl der Behandlung haben, ansonsten sind sie unzul\u00e4ssig. Die Rabatte sind zudem k\u00fcnftig auszuweisen und den Beh\u00f6rden auf Verlangen offenzulegen. Die neuen Bestimmungen des Heilmittelgesetzes und die entsprechende Ausf\u00fchrungsverordnung treten voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1550620800000)\/","SubmittedBy":"Heim Bea","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1631577600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690555063980)\/","SubmissionDate":"\/Date(1543449600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}