{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184184,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184184,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4184","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Erstickt der Arbeitsmarkt nicht an den zu hohen Anforderungen einiger EFZ-Berufe? Wie steht es um die Lehrlinge, deren Lehrvertrag w\u00e4hrend der beruflichen Grundbildung aufgel\u00f6st wird?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Ist dem Bund und/oder den kantonalen \u00c4mtern f\u00fcr Berufsbildung die Abbrecherquote der Lehrlinge bekannt? Welche Branchen sind am st\u00e4rksten betroffen? Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Abbruch der Berufsausbildung? Wurden Indikatoren und Kontrollen eingef\u00fchrt, um die Ursachen zu erfahren?</p><p>2. Verf\u00fcgen alle Kantone \u00fcber die n\u00f6tigen Mittel, um zu verhindern, dass diese Personen von der Bildfl\u00e4che verschwinden und am Ende bei der Sozialhilfe landen?</p><p>3. Wie ist die Zunahme der Lehrjahre bzw. der Unterrichtsstunden zu erkl\u00e4ren, die mit der Revision der Ausbildungsverordnungen einhergeht?</p><p>4. Sind die Berufsverb\u00e4nde (Organisationen der Arbeitswelt, OdA) allein verantwortlich f\u00fcr die Erarbeitung der Bildungspl\u00e4ne? Sind sie sich der zunehmenden Schwierigkeiten unserer Lehrlinge in den Unternehmen bewusst, die durch den Ausbildungsrahmen und die Vermittlung der Lehrinhalte entstehen?</p><p>5. Sollte man diese Entwicklung in Richtung \"immer mehr Theoriekurse und Lehrinhalte\" nicht aufhalten und eine m\u00f6glichst breite berufliche Grundbildung favorisieren (einschliesslich der Ausweitung der gemeinsamen Grundkurse f\u00fcr Berufsgruppen einer \"Berufsfamilie\")? Solch eine Grundbildung w\u00e4re einer gr\u00f6sseren Anzahl von Lehrlingen zug\u00e4nglich. Anschliessend k\u00f6nnte man die Lehrlinge mit den besten Leistungen ermutigen, Diplome oder Meisterpr\u00fcfungen anzustreben.</p>","ReasonText":"<p>Die Bildungspl\u00e4ne bl\u00e4hen sich immer weiter auf - sowohl mit allgemeinen als auch mit spezifischen Lehrzielen. Die Lehrdauer einiger Berufe wurde verl\u00e4ngert (wie es gegenw\u00e4rtig bei den Geb\u00e4udetechnikberufen der Fall ist). Im Zusammenhang mit der Revision der Verordnungen ist die Zahl der Unterrichtsstunden immer weiter gestiegen, was h\u00f6here Beitragskosten zur Folge hat. Obwohl man sich des Bedarfs an Nachwuchs-Berufsleuten der Wirtschaft bewusst ist, verderben die Verwaltungszw\u00e4nge und die Anforderungen in Bezug auf die Bewertung w\u00e4hrend der Arbeit den Betrieben oft die Lust auf das Ausbilden. Dies ist sowohl bei Kaufleuten als auch in der Lebensmittel- und Dienstleistungsbranche der Fall. Motivierte Ausbildnerinnen und Ausbildner m\u00f6chten viel lieber ihre Leidenschaft, ihr Wissen und ihre Methoden weitergeben, als Ausbildungsleitf\u00e4den einzuhalten und Begleitformulare oder Formulare f\u00fcr die Bewertung w\u00e4hrend der Arbeit auszuf\u00fcllen. Hier ein weiterer beunruhigender Punkt: Die Zahl der Personen, deren Lehrvertrag w\u00e4hrend der beruflichen Grundbildung aufgel\u00f6st wird, nimmt stetig zu (je nach Branche 20-30 Prozent). Bekanntermassen stellen die zunehmenden Anforderungen in Bezug auf theoretische Kenntnisse einen Grund f\u00fcr den Abbruch der beruflichen Grundbildung dar.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Jede Lehrvertragsaufl\u00f6sung bedeutet f\u00fcr die Lehrbetriebe und die Branche einen bildungs\u00f6konomischen Verlust. Es gilt indes, zwischen Lehrvertragsaufl\u00f6sungen und Lehrabbr\u00fcchen zu unterscheiden. Bei einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung handelt es sich um eine Aufl\u00f6sung des Ausbildungsvertrags zwischen Lernenden und dem Ausbildungsbetrieb vor Ablauf der vereinbarten Ausbildungszeit. Die j\u00fcngsten Zahlen zeigen, dass rund 80 Prozent der Lernenden ihre berufliche Grundbildung nach einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung fortsetzen - im selben Beruf in einem anderen Betrieb oder in einem anderen Lehrberuf. Ein Lehrabbruch bedeutet dagegen einen Ausstieg aus der beruflichen Grundbildung ohne Wiedereinstieg.</p><p>Zu den einzelnen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Das Bundesamt f\u00fcr Statistik publiziert seit 2017 j\u00e4hrlich die Quote der Lehrvertragsaufl\u00f6sungen und nimmt bei der Erhebung auch Bezug zu den verschiedenen Ausbildungsfeldern. Die publizierten Zahlen stehen der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung und zeigen, dass die Lehrvertragsaufl\u00f6sungsquote bei 21 Prozent liegt. Wie den Zahlen zu entnehmen ist, zeigen sich zwischen den einzelnen Ausbildungsfeldern erhebliche Unterschiede. Zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr Lehrvertragsaufl\u00f6sungen geh\u00f6ren mangelnde Informationen \u00fcber den Lehrberuf oder den Lehrbetrieb. Dar\u00fcber hinaus gibt es aber diverse andere Gr\u00fcnde: schwache Leistungen in der Berufsfachschule, geringe Motivation der Lernenden, Konkurs oder Umstrukturierung des Lehrbetriebs, schlechte Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.</p><p>2. Gem\u00e4ss Berufsbildungsgesetz (BBG; SR 412.10) obliegt den Kantonen die Beratung und Begleitung der Lehrvertragsparteien wie auch die Koordination zwischen den an der beruflichen Grundbildung Beteiligten. Wird ein Lehrvertrag aufgel\u00f6st, so hat der Lehrbetrieb umgehend die kantonale Beh\u00f6rde und gegebenenfalls die Berufsfachschule zu benachrichtigen. Mit dem Case Management Berufsbildung hat der Bund ein Instrument initiiert, das zur Pr\u00e4vention von Lehrabbr\u00fcchen beitr\u00e4gt und die Begleitung betroffener Jugendlicher in eine Anschlussl\u00f6sung erm\u00f6glicht. Ausserdem bietet die fachkundige individuelle Begleitung Jugendlichen, deren Lernerfolg gef\u00e4hrdet ist, eine umfassende Unterst\u00fctzung. Lehrbetrieb, Berufsfachschule, \u00fcberbetriebliche Kurse und das soziale Umfeld werden einbezogen.</p><p>3.-5. Eine Erh\u00f6hung der Anzahl Unterrichtsstunden in der beruflichen Grundbildung l\u00e4sst sich aufgrund der Bildungsverordnungen nicht nachweisen. Das Berufsbildungssystem ist gepr\u00e4gt durch die Dualit\u00e4t von Theorie und Praxis. Die Anforderungen an die Lernenden sind gekn\u00fcpft an die Inhalte und die Komplexit\u00e4t der verschiedenen Berufe. Die Bildungsverordnungen werden auf Antrag der Organisationen der Arbeitswelt vom SBFI erlassen. Hauptzust\u00e4ndig f\u00fcr den Inhalt der Bildungsverordnungen sind die Organisationen der Arbeitswelt, die einerseits die Anforderungen des Arbeitsalltages im Auge behalten m\u00fcssen, andererseits aber auch auf guten Berufsnachwuchs angewiesen sind. Der Bundesrat teilt die Ansicht der Interpellantin, dass berufliche Grundbildungen m\u00f6glichst breit sein sollen. Eine Spezialisierung bieten die Abschl\u00fcsse der h\u00f6heren Berufsbildung. Der Bund f\u00f6rdert aus diesem Grund Berufsfelder, die zu einer breiten beruflichen Ausbildung f\u00fchren, und achtet darauf, dass das Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis gewahrt bleibt und keine Akademisierung der beruflichen Grundbildung stattfindet. Anforderungsprofile zeigen den Jugendlichen zudem bereits vor der Berufswahl auf, ob sie die n\u00f6tigen Kompetenzen mitbringen. Die Ausbildungen orientieren sich an tats\u00e4chlich nachgefragten beruflichen Qualifikationen und an den zur Verf\u00fcgung stehenden Arbeitspl\u00e4tzen. Durch diesen direkten Bezug zur Arbeitswelt weist die Schweiz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern eine der tiefsten Jugendarbeitslosigkeitsquoten auf.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1550016000000)\/","SubmittedBy":"Marchand-Balet G\u00e9raldine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513404113)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544572800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}