{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184257,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184257,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4257","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Forschung \u00fcber Schweizer Holocaustopfer f\u00f6rdern. Gegen das Vergessen von Geschichte","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Fast 1000 Schweizerinnen und Schweizer litten in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Bisher wurde das blutigste Kapitel der j\u00fcngeren Schweizer Geschichte von der Forschung jedoch vernachl\u00e4ssigt, obwohl im Bundesarchiv 1600 Personendossiers liegen. Darum frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Gedenkt er, ein Nationalfondsprojekt zu lancieren und damit die historische Forschung \u00fcber die Schweizer Opfer dieser tragischen Zeit zu unterst\u00fctzen?</p><p>2. Ist er gewillt, Initiativen zur Erinnerung an die Schweizer Holocaustopfer zu f\u00f6rdern?</p>","ReasonText":"<p>Zwar gibt es einige Fonds, mit denen die historische Forschung - insbesondere \u00fcber die Rolle unseres Landes w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs - unterst\u00fctzt wurde. Doch hat sich bisher noch keine Arbeit mit den in den Konzentrationslagern internierten Schweizerinnen und Schweizern befasst, und dies, obwohl die deportierten Menschen und die Opfer in verschiedenen Berichten des Bundesrates aus den F\u00fcnfzigerjahren erw\u00e4hnt werden und es im Bundesarchiv \u00fcber 1600 Personendossiers gibt. Laut verschiedenen Fachleuten wurden die Biografien der Opfer nie systematisch aufgearbeitet. In der Folge ist die wissenschaftliche Debatte im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern nur sehr begrenzt. Selbst in wichtigen Studien \u00fcber die Opfer des Nationalsozialismus in Europa taucht die Schweiz nicht auf. Das f\u00fchrt dazu, dass in unserem Land weder an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert noch ihnen gedacht wird. Der Holocaust wird noch immer als etwas empfunden, das mit der Schweiz wenig zu tun hat. Das gilt auch f\u00fcr Historiker. Ein kollektives Bewusstsein der Tatsache, dass auch Schweizerinnen und Schweizer dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen sind, sollte angestrebt werden. In diesem Sinne w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, dass sich der Bund f\u00fcr eine Arbeit zur Erinnerung an unsere Opfer einsetzt, in diesem speziellen historischen Moment, in dem wir erleben, wie einige Bewegungen wieder Sympathien f\u00fcr den Nationalsozialismus aufbauen. So k\u00f6nnte gezeigt werden, dass eine direkte Verbindung zwischen diesem tragischen Kapitel und der Schweiz besteht, damit unsere Opfer des Holocaust einen Platz im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Schweiz finden. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der freien historischen Forschung zum Holocaust, einschliesslich seiner Verbindung zur Schweiz. Was die Forschungsarbeit \u00fcber die Schweizer Opfer betrifft, sind die Unterlagen des Schweizerischen Bundesarchivs - ob die Opfer in nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert wurden oder nicht - frei zug\u00e4nglich. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass in solchen F\u00e4llen die Bereitstellung ausserordentlicher Mittel nicht gerechtfertigt ist. Diese Haltung bekr\u00e4ftigte er bereits in seinen Antworten auf die Motion Perrin 13.3304, \"Zahl der im Zweiten Weltkrieg an der Schweizer Grenze Abgewiesenen. Historische statt politische Gewissheit\", und auf die Interpellation St\u00f6ckli 14.4152, \"Aufkl\u00e4rung der Beziehungen der Schweiz zur ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik\". Die wissenschaftliche Forschung kann hingegen jederzeit die \u00fcblichen F\u00f6rderinstrumente beanspruchen. Zudem helfen die zust\u00e4ndigen Bundesstellen bei der Beschaffung und der Zug\u00e4nglichmachung von Informationen, die nicht im Bundesarchiv zu finden sind.</p><p>2. Der Bundesrat anerkennt vollumf\u00e4nglich, dass die Sensibilisierung insbesondere der j\u00fcngeren Generationen f\u00fcr die Verfolgung der Opfer des Nationalsozialismus von grosser Bedeutung ist, wie er in seiner Stellungnahme zur Motion Munz 17.3400, \"Den internationalen Roma Holocaust Memorial Day (2. August) anerkennen\", bekr\u00e4ftigte. Der 2015 der International Holocaust Remembrance Alliance (Ihra) vorgelegte L\u00e4nderbericht sowie der Bericht zum Schweizer Vorsitz der Ihra 2017 enthalten alle in diesem Zusammenhang getroffenen Massnahmen. Die beiden Berichte sind auf der Website der Ihra einsehbar (<a href=\"http://holocaustremembrance.com/member-countries/switzerland\">http://holocaustremembrance.com/member-countries/switzerland</a>). Die zust\u00e4ndigen Stellen der Bundesverwaltung stehen zur Unterst\u00fctzung von einschl\u00e4gigen Projekten zur Verf\u00fcgung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1550620800000)\/","SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":3,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDA","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514370480)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544659200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung"}}