{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184259,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184259,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4259","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"W\u00f6lfe und die Berner Konvention. K\u00f6nnen wir handeln, oder m\u00fcssen wir so lange warten, bis die Situation ausser Kontrolle ger\u00e4t?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Entwicklung des Wolfsbestandes in der Schweiz?</p><p>2. Ist er nicht der Meinung, dass die Situation beunruhigende Ausmasse annimmt?</p><p>3. Stimmt es, dass die St\u00e4ndige Kommission der Berner Konvention die Bearbeitung des am 16. August 2018 vom Bundesrat eingereichten Antrages, den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen, f\u00fcr ein Jahr ausgesetzt hat?</p><p>4. Wenn ja, was waren die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Entscheid? Im Rahmen der Revision des Jagdgesetzes, die zurzeit vom Nationalrat beraten wird, sind neue Bestimmungen in Bezug auf den Wolf vorgesehen. Welche Folgen k\u00f6nnte der Entscheid auf diese Bestimmungen haben?</p><p>5. Genauer gesagt: K\u00f6nnen diese Bestimmungen trotz des Entscheids der genannten Kommission in Kraft treten?</p>","ReasonText":"<p>Obwohl die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden dieses Problem oft kleinreden, verbreiten sich W\u00f6lfe sowohl in der Schweiz als auch im Rest von Europa in kontinuierlicher und unaufhaltsamer Weise. Denken Sie nur einmal daran, dass die Anzahl der W\u00f6lfe in der Schweiz im Jahr 2000 etwa 4 bis 5 betrug, w\u00e4hrend es zwischen 2016 und 2018 etwa 50 Exemplare waren. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der W\u00f6lfe in Frankreich von 40 auf etwa 500 und in Deutschland von 5 auf 330 bis 390 gestiegen. Diese beeindruckenden Zahlen beweisen, dass das Ph\u00e4nomen von den Beh\u00f6rden untersch\u00e4tzt wurde. Die zust\u00e4ndigen Stellen werden nun immer \u00f6fter mit Konfliktsituationen konfrontiert, die vor allem bei den betroffenen Berufsgruppen (insbesondere in der Landwirtschaft und der Tierzucht) zu Ver\u00e4rgerung und Beunruhigung f\u00fchren. Die Wolfspopulation nimmt stetig zu, und auch in der Schweiz haben sich erste Rudel gebildet (in Calanda, im Morobbiatal und im Wallis). Diese Entwicklung f\u00fchrt dazu, dass in letzter Zeit Einzelf\u00e4lle von W\u00f6lfen bekanntwurden, die auch in dichtbesiedelte Gebiete eingedrungen sind (vor Kurzem wurde ein grosser Wolf dabei gefilmt, wie er mitten am Tag auf der Magadinoebene im Gebiet von Gordola herumlief). Am 16. August 2018 hat der Bundesrat nach langem Hin und Her schliesslich beim Europarat in Strassburg den Antrag eingereicht, Artikel\u00a017 der Berner Konvention zu \u00e4ndern, damit der Schutzstatus des Wolfes herabgesetzt wird. Die zust\u00e4ndige Sonderkommission habe an ihrem Treffen Ende November beschlossen, die Pr\u00fcfung des Antrages um ein Jahr aufzuschieben. In der Schweiz ist allerdings in diesem Zeitraum eine Revision des Jagdgesetzes im Gange, die eine Lockerung der Schutzbestimmungen des Wolfes vorsieht. Daher ist es angebracht zu fragen, welche Konsequenzen dieser Entscheid f\u00fcr die Schweiz haben wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Ende 2018 sch\u00e4tzt das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) den Bestand in der Schweiz insgesamt auf etwa 50 W\u00f6lfe. Diese Anzahl umfasst vier Rudel, drei davon mit Nachwuchs im Sommer 2018, mindestens drei Paare sowie Einzelw\u00f6lfe. Das Bafu geht davon aus, dass sich im Fr\u00fchjahr 2019 weitere Rudel mit Nachwuchs bilden werden.</p><p>2. Die bisherige Entwicklung des Wolfs in der Schweiz ist langsamer verlaufen als in vergleichbaren Regionen wie beispielsweise den S\u00fcdwestalpen in Frankreich und Italien. Dies ist einerseits auf die bestehende M\u00f6glichkeit des beh\u00f6rdlich bewilligten Abschusses einzelner schadenstiftender W\u00f6lfe zur\u00fcckzuf\u00fchren. Andererseits kamen illegale Absch\u00fcsse und Vergiftungen von W\u00f6lfen hinzu.</p><p>Sofern die Landwirte in Regionen mit Wolfspr\u00e4senz die m\u00f6glichen, zumutbaren und vom Bund finanziell unterst\u00fctzten Schadenpr\u00e4ventionsmassnahmen anwenden, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Die Fakten zeigen deutlich, dass die Sch\u00e4den mit den erprobten Herdenschutzmassnahmen wirksam minimiert werden k\u00f6nnen. Bund und Kantonen stehen die n\u00f6tigen rechtlichen Instrumente zur Verf\u00fcgung, um \u00fcberm\u00e4ssig schadenstiftende Einzelw\u00f6lfe oder dreiste Jungw\u00f6lfe zu entfernen. Mit der derzeit im Bundesparlament debattierten Revision des Bundesgesetzes \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (Jagdgesetz; SR 922.0) zur Umsetzung der Motion Engler 14.3151 soll der gesetzliche Rahmen geschaffen werden f\u00fcr den pragmatischen Umgang mit einer fl\u00e4chigen Ausbreitung des Wolfs in der Schweiz.</p><p>3. Ja. Der St\u00e4ndige Ausschuss der Berner Konvention hat Ende November 2018 entschieden, die Debatte und die Entscheidung \u00fcber den Antrag der Schweiz um mindestens ein Jahr zu vertagen.</p><p>4. Verschiedene Vertragsparteien der Berner Konvention, insbesondere die Europ\u00e4ische Union, konnten sich noch keine abschliessende Meinung zum Antrag der Schweiz bilden. Relevante Erkenntnisse kann unter anderem die im Jahr 2019 anstehende europaweite Wolfbestandserhebung zur Erf\u00fcllung von Verpflichtungen aus der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU liefern. Deshalb hat der St\u00e4ndige Ausschuss entschieden, die Debatte \u00fcber den Antrag der Schweiz bis zum Vorliegen der Resultate zu vertagen.</p><p>5. Die zurzeit im Bundesparlament debattierte Jagdgesetzrevision bewegt sich innerhalb der Berner Konvention. Der Vertagungsentscheid des St\u00e4ndigen Ausschusses der Berner Konvention von Ende November hat keinen Einfluss auf das laufende Revisionsprojekt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1550620800000)\/","SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514255003)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544659200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Umwelt"}}