{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184305,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184305,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4305","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Versch\u00e4rfung der Waldbrandgefahr. Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Waldbrandgefahr hat sich durch langanhaltende Trockenheit bei w\u00e4rmeren Temperaturen in den letzten 30 Jahren gem\u00e4ss WSL (Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft) versch\u00e4rft. Davon betroffen sind zunehmend auch W\u00e4lder n\u00f6rdlich der Alpen. Die neuen Daten aus den Klimaszenarien Schweiz CH2018 zeigen auf, dass bis 2060 mit einer weiteren Zunahme der Jahresmitteltemperatur um 2 Grad Celsius oder mehr gerechnet werden muss und mit 20 bis 30 Prozent weniger Niederschl\u00e4gen. Um Menschenleben zu sch\u00fctzen, Sachsch\u00e4den zu verhindern und die Waldfunktionen sicherzustellen, ist eine erfolgreiche Pr\u00e4vention und professionelle Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden notwendig. Es stellt sich deshalb die Frage, ob und wie die Schweiz auf diese Versch\u00e4rfung der Situation vorbereitet ist, damit verheerende Waldbr\u00e4nde verhindert werden k\u00f6nnen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viele Waldbr\u00e4nde sind 2018 aufgetreten?</p><p>2. Welche Strategie verfolgt der Bund zur Pr\u00e4vention von Waldbr\u00e4nden?</p><p>3. Als Hauptursache f\u00fcr Waldbr\u00e4nde gilt nach wie vor fahrl\u00e4ssiges Verhalten. Wie engagiert sich der Bund in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit, um Waldbr\u00e4nde zu verhindern?</p><p>4. Sind in n\u00e4chster Zeit aufgrund der versch\u00e4rften Waldbrandgefahr zus\u00e4tzliche Massnahmen zur Pr\u00e4vention und erfolgreichen Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden vorgesehen?</p><p>5. Wie ist der Bund auf einen grossfl\u00e4chigen Waldbrand vorbereitet?</p><p>6. Sind bei einem Waldbrand grenz\u00fcberschreitende Massnahmen mit Nachbarl\u00e4ndern vorgesehen? Wenn ja, welche?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In der Schweiz haben w\u00e4hrend der letzten zwanzig Jahre pro Jahr durchschnittlich 90 Br\u00e4nde knapp 374 Hektaren Wald verw\u00fcstet. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 110 Br\u00e4nde in elf Kantonen gez\u00e4hlt, dabei wurde eine Gesamtfl\u00e4che von 118 Hektaren verw\u00fcstet. F\u00fcr das Jahr 2018 liegen die Zahlen noch nicht vor, die Kantone melden die Waldbr\u00e4nde jeweils bis im Fr\u00fchling des folgenden Jahres.</p><p>2. Nach Artikel\u00a026 Absatz\u00a01 des Bundesgesetzes \u00fcber den Wald (WaG; SR 921.0) hat der Bund die Aufgabe, Vorschriften \u00fcber Massnahmen zur Verh\u00fctung und Behebung von Waldsch\u00e4den zu erlassen. So verpflichtet der Bundesrat in der Alarmierungs- und Sicherheitsfunkverordnung (Art. 9 VWAS; SR 520.12) das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu), in Zusammenarbeit mit den Kantonen, \u00fcber die Waldbrandgefahr zu informieren. Der Bund ist dabei gefordert, eine professionelle und fachkompetente Organisation zur Waldbrandpr\u00e4vention aufzustellen.</p><p>Die Strategie des Bundes beruht auf verschiedenen Massnahmen: Gemeinsam mit der Eidgen\u00f6ssischen Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) betreibt das Bafu eine Waldbranddatenbank (www.wsl.ch/swissfire). Neben der Statistik dient die Datenbank der Ursachenanalyse und der Optimierung der Pr\u00e4ventionsmassnahmen. Das Bafu unterst\u00fctzt Waldbrandforschungen insbesondere unter der Ber\u00fccksichtigung der Klimaerw\u00e4rmung. In Zusammenarbeit mit den Kantonen informiert das Bafu Beh\u00f6rden und Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Wichtigkeit der Walderhaltung und den Waldzustand. Ausserdem informiert das Bafu im Rahmen seiner Warnt\u00e4tigkeit \u00fcber die Massnahmen der Kantone, um Waldbr\u00e4nden vorzubeugen und Waldsch\u00e4den zu verhindern. Schliesslich f\u00f6rdert der Bund technische Massnahmen und Einrichtungen zur Verh\u00fctung von Waldbr\u00e4nden, wie L\u00f6schwasserbecken, Hydrantennetze und Sperren, mit denen B\u00e4che bei Bedarf rasch gestaut werden k\u00f6nnen.</p><p>3. Nur 10 Prozent der Waldbr\u00e4nde haben eine nat\u00fcrliche Ursache: der Blitzschlag, welcher ein besonderes Brandbild erzeugt. Man darf also davon ausgehen, dass die restlichen Waldbr\u00e4nde vom Menschen verursacht werden, wobei nur bei rund 60 Prozent die Ursache klar definierbar ist. Bei den restlichen 30 Prozent l\u00e4sst sich die Brandursache nicht eindeutig eruieren. Der Bund hat mit der Website <a href=\"http://www.waldbrandgefahr.ch\">www.waldbrandgefahr.ch</a> eine Plattform entwickelt, welche die breite \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die lokal geltenden Warnstufen sowie die von den Kantonen angeordneten Massnahmen informiert.</p><p>Bis jetzt betrafen Waldbr\u00e4nde vor allem die Kantone Tessin, Wallis, Graub\u00fcnden und Uri. In den letzten Jahren wurde eine Zunahme der durch Blitzschl\u00e4ge verursachten Waldbr\u00e4nde festgestellt. Aufgrund der Klima\u00e4nderung ist zudem eine Zunahme der Trockenheits- und Hitzeperioden in der ganzen Schweiz zu beobachten, was die Gefahr f\u00fcr Waldbr\u00e4nde erh\u00f6ht.</p><p>4. Die gesetzlichen Grundlagen und Instrumente f\u00fcr die Waldbrandpr\u00e4vention sind vorhanden. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Interpellanten, dass aufgrund des Klimawandels vermehrt mit Wetterlagen zu rechnen ist, welche die Waldbrandgefahr erh\u00f6hen. Um diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, ist der Bund mit Partnern wie den Kantonen und der Wissenschaft daran, die bestehenden Grundlagen weiterzuentwickeln und die Instrumente zu optimieren. Zum Beispiel modernisiert das Bafu zurzeit die obengenannte Warnplattform, um den Kantonen ein moderneres Arbeitsinstrument f\u00fcr eine effizientere Pr\u00e4vention zur Verf\u00fcgung zu stellen. Damit k\u00f6nnen die Kantone k\u00fcnftig die Gefahrenstufen einfacher und regelm\u00e4ssiger evaluieren. Zudem hat der Bundesrat dem Parlament im Dezember 2017 die Vorlage zur Revision des CO2-Gesetzes unterbreitet. Sie enth\u00e4lt die klimapolitischen Ziele und Massnahmen der Schweiz f\u00fcr den Zeitraum bis 2030. Damit will der Bundesrat das Klima\u00fcbereinkommen von Paris umsetzen und somit einen angemessenen Beitrag der Schweiz zur Begrenzung der globalen Klimaerw\u00e4rmung auf deutlich weniger als 2 Grad Celsius gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit sicherstellen.</p><p>5. F\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden sind die Kantone respektive die lokalen Feuerwehren zust\u00e4ndig. Der Bund hat keine direkte Aufgabe in der Bew\u00e4ltigung von solchen lokalen Ereignissen. Er kann jedoch die L\u00f6scharbeiten, auf Antrag der Kantone, durch die Armee subsidi\u00e4r unterst\u00fctzen. Zudem kann das Ressourcenmanagement Bund des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz die betroffenen Kantone bei der Ressourcenbeschaffung unterst\u00fctzen. Falls ein Waldbrand eine nationale Dimension erreicht, \u00fcbernimmt der Bundesstab Bev\u00f6lkerungsschutz unter Leitung des Direktors Bafu die Koordination. Die operative Verantwortung bleibt aber bei den Kantonen.</p><p>6. Zur Bew\u00e4ltigung grenz\u00fcberschreitender Br\u00e4nde dienen regionale Abkommen zwischen den zust\u00e4ndigen Kantonen und den angrenzenden Regionen. So hat beispielsweise der Kanton Tessin mit den Regionen Lombardei und Piemont entsprechende Abkommen abgeschlossen. Das Bafu und die WSL sind f\u00fcr die Weiterentwicklung der Grundlagen international vernetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1551225600000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513154460)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544745600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}