{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184323,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184323,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4323","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Klimafolgen unseres Ern\u00e4hrungsverhaltens. Was unternimmt der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>2010 habe ich ein Postulat \u00fcber die Verbindung zwischen unserem Ern\u00e4hrungsverhalten und dem Klimaschutz eingereicht. Der Bundesrat erkl\u00e4rte damals: \"Die Treibhausgasemissionen aus der Nahrungsmittelproduktion und -bereitstellung machen einen wichtigen Anteil an den gesamten Pro-Kopf-Emissionen aus. Deshalb sind Ver\u00e4nderungen im Ern\u00e4hrungsverhalten n\u00f6tig, um global ein langfristig klimavertr\u00e4gliches Emissionsniveau erreichen zu k\u00f6nnen. \u00d6kologische Markttransparenz und verst\u00e4rkte Sensibilisierung der Marktakteure k\u00f6nnen dazu als Erg\u00e4nzung zu einer international koordinierten Emissionsreduktionspolitik einen Beitrag leisten.\" Der Bundesrat erkl\u00e4rte sich bereit, den Klimaaspekt im Bereich Lebensmittelkonsum vertieft zu betrachten und Vor- und Nachteile verschiedener Formen von nachfragebezogenen Massnahmen aufzuzeigen. Dabei sollten allf\u00e4llige Wechselwirkungen und Zielkonflikte mit der Gesundheits- und Agrarpolitik ber\u00fccksichtigt werden. Leider sprach sich der Nationalrat dagegen aus.</p><p>Seitdem sind zahlreiche Studien \u00fcber die Klimafolgen unseres Ern\u00e4hrungsverhaltens ver\u00f6ffentlicht worden. Insbesondere zeigt sich, dass der \u00fcberm\u00e4ssige Fleischkonsum, der zudem negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, der Transport importierter Produkte \u00fcber grosse Distanzen und die Lebensmittelverschwendung das Klima stark belasten.</p><p>1. Vertritt der Bundesrat immer noch die Ansicht, dass \u00c4nderungen unseres Ern\u00e4hrungsverhaltens notwendig sind, um ein Niveau zu erreichen, das langfristig mit dem Klimaschutz vereinbar ist; dass namentlich mittels einer verst\u00e4rkten Transparenz und Sensibilisierung ein Beitrag zum Klimaschutz und damit zur Beeinflussung der Nachfrage geleistet werden sollte? Welche Massnahmen hat er seit 2010 zu diesem Zweck ergriffen?</p><p>2. Was gedenkt er in Zukunft zu unternehmen, namentlich um den \u00fcberm\u00e4ssigen Fleischkonsum zu reduzieren und die Auswirkungen im Bereich des Transports und der Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren?</p><p>3. W\u00e4ren Synergien mit der Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie oder der Strategie Lebensmittelkette m\u00f6glich?</p><p>4. Sollten Ausbildungsg\u00e4nge im Bereich Lebensmittel, namentlich im Bereich der Ern\u00e4hrung, der Verarbeitung, des Detailhandels und der Gastronomie, nicht entsprechende Ausbildungsinhalte umfassen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bund informiert im Umweltbericht 2018 und auf <a href=\"http://www.umwelt-schweiz.ch\">www.umwelt-schweiz.ch</a> \u00fcber die durch den Konsum verursachte Umweltbelastung. Die Ern\u00e4hrung wird in einem Kapitel vertieft behandelt, da sie neben Wohnen und Mobilit\u00e4t mit 28 Prozent den gr\u00f6ssten Anteil an der Umweltbelastung des gesamten Schweizer Konsums ausmacht. Dazu geh\u00f6ren auch die durch die Nahrungsmittelproduktion und -bereitstellung verursachten Treibhausgasemissionen. Der Bundesrat ist nach wie vor der Meinung, dass eine \u00c4nderung des Ern\u00e4hrungsverhaltens notwendig ist, um die globalen Treibhausgasemissionen bis Mitte Jahrhundert auf netto null senken zu k\u00f6nnen. Eine Transformation zu einer nachhaltigeren Produktion und einem nachhaltigeren Konsum ist auch im Sinne der Agenda 2030 angezeigt. In dieser Logik sind seit 2013 die Vermeidung von Lebensmittelabf\u00e4llen und die F\u00f6rderung einer ressourcenschonenden Ern\u00e4hrung in den Massnahmen der gr\u00fcnen Wirtschaft verankert. \u00dcber bisher umgesetzte Massnahmen hat der Bundesrat 2016 Bericht erstattet. Beispiele von Massnahmen sind die Mitarbeit des Bundes bei der Plattform werkzeugkastenumwelt.ch und die Beteiligung an einem europ\u00e4ischen Pilotprojekt zur Verbesserung der Transparenz \u00fcber die Umweltauswirkungen von Produkten. Auf internationaler Ebene leitet die Schweiz zusammen mit S\u00fcdafrika, WWF International und der niederl\u00e4ndischen Nichtregierungsorganisation Hivos das Programm f\u00fcr nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme der Uno.</p><p>2. Im Jahr 2019 wird der Bund einen Dialog mit Akteuren aus der Verwaltung, dem Privatsektor, der Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Hinblick auf ein nachhaltigeres Ern\u00e4hrungssystem Schweiz f\u00fchren. Um die Lebensmittelabf\u00e4lle zu reduzieren, ist der Bund bestrebt, mit allen betroffenen Branchen Reduktionsziele zu vereinbaren und voraussichtlich 2024 die erzielten Reduktionen zu evaluieren. 2019 wird die Organisation Praktischer Umweltschutz (Pusch) mit Unterst\u00fctzung von den Bundes\u00e4mtern f\u00fcr Umwelt (Bafu), Landwirtschaft (BLW) sowie Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) eine dreij\u00e4hrige nationale Sensibilisierungskampagne zur Vermeidung von Lebensmittelabf\u00e4llen lancieren.</p><p>Das geltende CO2-Gesetz sowie die Vorschl\u00e4ge des Bundesrates zur zuk\u00fcnftigen Klimapolitik umfassen verschiedene Instrumente wie beispielsweise die CO2-Emissionsvorschriften f\u00fcr Fahrzeuge und die Kompensationspflicht f\u00fcr die Importeure fossiler Treibstoffe, welche einen Beitrag zur Reduktion der Klimabelastung durch Transporte leisten.</p><p>3. Eine ausgewogene und gesunde Ern\u00e4hrung gem\u00e4ss der Schweizer Lebensmittelpyramide f\u00fchrt im Vergleich zum heutigen Ern\u00e4hrungsverhalten auch zu einer klima- und ressourcenschonenderen Ern\u00e4hrung. Die Nationale Ern\u00e4hrungserhebung Menu CH zeigt beispielsweise, dass die 18- bis 75-J\u00e4hrigen in der Schweiz t\u00e4glich pro Person mehr als das Dreifache der empfohlenen Menge Fleisch konsumieren. Empfohlen werden zwei bis drei Portionen pro Woche \u00e0 100 bis 120 Gramm. Die Empfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyramide bilden eine wichtige Grundlage bei der Umsetzung des Aktionsplans der Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie. Bei der Umsetzung des Aktionsplans werden auch Umweltaspekte unter anderem in der Gemeinschaftsgastronomie ber\u00fccksichtigt.</p><p>4. Der Bundesrat erachtet die Aus- und Weiterbildung von Berufsleuten als wichtigen Hebel, um eine ressourcenschonende Ern\u00e4hrung zu f\u00f6rdern. Bei Revisionen und Neuentwicklungen von Berufsbildern beraten das Bafu und das Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE) die Berufsverb\u00e4nde und Branchenorganisationen, um relevante Umwelt- und Energiekompetenzen in die Bildungsgrundlagen zu integrieren.</p><p>Zudem unterst\u00fctzt das Bafu mit dem Klimaprogramm seit 2017 die Berufsverb\u00e4nde und Branchenorganisationen aktiv darin, Handlungskompetenzen in Berufen zu verankern und zu st\u00e4rken, welche f\u00fcr das Klima von hoher Bedeutung sind. Dazu geh\u00f6ren auch Berufe im Bereich Ern\u00e4hrung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1551225600000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1553212800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690514147020)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544745600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}