{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20184332,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20184332,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"18.4332","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Gefahr der Antibiotikaresistenzen. Potenzial der Komplement\u00e4rmedizin nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Forschungsprojekte zu f\u00f6rdern, die untersuchen, welchen Beitrag Behandlungstherapien aus der Komplement\u00e4rmedizin zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen leisten k\u00f6nnen. Die Erkenntnisse sind in den Informationskampagnen, den Richtlinien und der Ausbildung zu ber\u00fccksichtigen. Wie erste Untersuchungen zeigen, verschreiben \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mit einer komplement\u00e4rmedizinischen Weiterbildung deutlich weniger Antibiotika als ihre konventionell t\u00e4tigen Kolleginnen und Kollegen. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen.</p>","ReasonText":"<p>Antibiotikaresistenzen stellen eine der gr\u00f6ssten Gefahren f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit dar. Mit Star wurden bereits verschiedenste Massnahmen lanciert. Das Potenzial der Komplement\u00e4rmedizin wird jedoch in der Humanmedizin viel zu wenig genutzt. 75 bis 90 Prozent der Antibiotika werden von Haus\u00e4rzten verschrieben. Oft werden Antibiotika verabreicht, obwohl diese nachweislich keinen oder nur einen geringen Nutzen haben, bspw. bei Erkrankungen der oberen Atemwege, die h\u00e4ufig von Viren verursacht werden.</p><p>Studien in Grossbritannien haben gezeigt, dass Grundversorger mit Zusatzweiterbildung in Komplement\u00e4rmedizin bei Atemwegserkrankungen rund 25 Prozent weniger Antibiotika verschreiben als konventionell t\u00e4tige \u00c4rzte. Eine Auswertung der Antibiotika-Verschreibungen auf der Basis der Sasis-Tarifdaten zeigt f\u00fcr die Schweiz ein noch deutlicheres Ergebnis. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind wissenschaftlich zu untersuchen und im Interesse der \u00f6ffentlichen Gesundheit f\u00fcr die Allgemeinheit nutzbar zu machen. In Deutschland wurden komplement\u00e4rmedizinische Ans\u00e4tze (z. B. Phytotherapie) in die Guidelines integriert.</p><p>Bisher wurde Artikel\u00a0118a der Bundesverfassung in der Forschungsf\u00f6rderung nicht umgesetzt. Komplement\u00e4re Therapiemethoden m\u00fcssen wissenschaftlich untersucht werden, bestenfalls im Rahmen eines separaten nationalen Forschungsprogramms in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften. Folgende Themen sind zu untersuchen:</p><p>1. Versorgungsforschung: Verschreiben Haus\u00e4rzte mit einem F\u00e4higkeitsausweis in Komplement\u00e4rmedizin weniger Antibiotika als Haus\u00e4rzte ohne diesen F\u00e4higkeitsausweis bei vergleichbaren Patientenkollektiven?</p><p>2. Epidemiologische Forschung: Wie wirkt sich die Pr\u00e4senz von komplement\u00e4ren Therapien in einem Gebiet auf das Auftreten von Antibiotikaresistenzen aus?</p><p>3. Verhaltensforschung: Welches sind die Ausl\u00f6ser f\u00fcr die reduzierte Antibiotikaverschreibung, und wie k\u00f6nnen diese erlernt werden?</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt den Beitrag aller Akteure, so auch der Komplement\u00e4rmedizin, die unter dem Dach der Nationalen Strategie Antibiotikaresistenz (Star; www.star.admin.ch) den sachgem\u00e4ssen Einsatz von Antibiotika f\u00f6rdern und somit zum Erhalt der Wirksamkeit dieser wichtigen Medikamente beitragen. Forschungsergebnisse werden wo m\u00f6glich und sinnvoll in der Umsetzung der Strategie Star ber\u00fccksichtigt. Im Rahmen der Erarbeitung der Verschreibungsrichtlinien, die in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Infektiologie (SSI) erfolgte, wurde auch die Komplement\u00e4rmedizin begr\u00fcsst.</p><p>Der Bund hat im Rahmen seiner Bem\u00fchungen gegen die Antibiotikaresistenz-Problematik Massnahmen zur F\u00f6rderung der Forschung im Bereich der Antibiotikaresistenzen getroffen, die auch f\u00fcr Forschende und Forschungsfragen aus der Komplement\u00e4rmedizin offenstehen. Diese Massnahmen betreffen einerseits das vom Bundesrat genehmigte und vom Schweizerischen Nationalfonds lancierte Nationale Forschungsprogramm \"Antimikrobielle Resistenz\" (NFP 72) und andererseits die Ressortforschung des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Rahmen der Umsetzung von Star.</p><p>Der Bund f\u00f6rdert im Rahmen des NFP 72 Forschungsprojekte, die neue L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten im Kampf gegen antimikrobielle Resistenzen suchen und zur Verringerung der selbigen beitragen. Im Rahmen des NFP werden derzeit 42 Projekte aus allen Bereichen der Resistenzforschung unterst\u00fctzt, wobei sich eines der drei Module explizit mit dem optimierten Einsatz von Antibiotika besch\u00e4ftigt. Die M\u00f6glichkeit der Einreichung von Projektskizzen stand grunds\u00e4tzlich allen Bereichen der Wissenschaft und somit auch der Komplement\u00e4rmedizin offen. F\u00fcr die Auswahl der unterst\u00fctzten Forschungsprojekte war prim\u00e4r die wissenschaftliche Qualit\u00e4t ausschlaggebend. Auch auf europ\u00e4ischer Ebene laufen Programme im Rahmen von Horizon 2020 und der internationalen Innovative Medicines Initiative, die Forschungsprojekte zu Antibiotikaresistenz - darunter auch solche mit Schweizer Beteiligung - f\u00f6rdern.</p><p>Im Rahmen von Star wurde der Komplement\u00e4rmedizin zudem Gelegenheit geboten, sich in die Strategieumsetzung einzubringen und komplement\u00e4rmedizinische Forschungsprojekte zu beantragen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 18.3089, \"Wie pr\u00fcft der Bundesrat Alternativen zur Verschreibung von Antibiotika?\", der Motion\u00e4rin anmerkte, steht es den komplement\u00e4rmedizinischen Organisationen weiterhin offen, Projekte zur Unterst\u00fctzung von Star zu initiieren und ein entsprechendes Gesuch um eine allf\u00e4llige finanzielle Unterst\u00fctzung durch den Bund beim BAG oder bei einer anderen in die Umsetzung von Star involvierten Verwaltungsstelle des Bundes einzureichen. Somit sind die Anliegen der Motion\u00e4rin bereits erf\u00fcllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1550620800000)\/","SubmittedBy":"Graf-Litscher Edith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1631577600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1718109187647)\/","SubmissionDate":"\/Date(1544745600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5015,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}