{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193107,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193107,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3107","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sich weiterbilden, um an der Spitze zu bleiben. Eine vierte S\u00e4ule f\u00fcr die Weiterbildung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Wie k\u00f6nnen Anreize geschaffen werden, damit wir alle im Bereich der Weiterbildung aktiv bleiben? K\u00f6nnte man eine vierte S\u00e4ule zugunsten der Weiterbildung schaffen? Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer w\u00fcrde \u00fcber ein eigenes Konto verf\u00fcgen, das gemeinsam durch die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite finanziert wird. Das Konto k\u00f6nnte im Laufe des Arbeitslebens f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Weiterbildung angepasst werden.</p><p>Die Bildung ist eine Frage von grosser Bedeutung. Adecco zufolge verlieren die Arbeitnehmenden mit der Digitalisierung alle vier Jahre 30 Prozent ihrer Kompetenzen. Die Schweiz hat denn auch eine Volkswirtschaft von hoher Qualit\u00e4t, der es an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften fehlt. Die Weiterbildung ist der bestm\u00f6gliche Schutz vor der Arbeitslosigkeit oder der vorzeitigen Pensionierung.</p>","ReasonText":"<p>Seit 10 Jahren hat jeder junge Mensch in Singapur ein Bildungskonto, mit dem zum Teil die Ausbildung finanziert wird. Die Eltern zahlen ab der Geburt in dieses Konto ein. Dazu kommen \u00f6ffentliche und private Mittel, und das Konto verf\u00fcgt \u00fcber einen vorteilhaften Zinssatz, der durch den Staat gew\u00e4hrleistet wird.</p><p>In der Schweiz betont das Observatorium f\u00fcr Berufsbildung, wie wichtig es ist, dass Lernende sich stets weiterbilden, um Zugang zu h\u00f6heren Bildungswegen zu haben. </p><p>Der Bedarf im Bereich der Weiterbildung explodiert: 63 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer zwischen 15 und 75 Jahren haben im Jahr 2016 an einer Weiterbildung teilgenommen. 2011 lag dieser Wert noch bei 58 Prozent. 89 Prozent der Unternehmen haben im Jahr 2015 eine Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden unterst\u00fctzt. 2011 waren es noch 83 Prozent der Unternehmen.</p><p>Zurzeit werden die Ausgaben zu 50 Prozent durch den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin, zu 40 Prozent durch den Arbeitgeber und zu 10 Prozent durch die Arbeitslosenversicherung \u00fcbernommen (vgl. Die Volkswirtschaft, 6/2009). Die Aufwendungen f\u00fcr die Weiterbildung machen 0,8 Prozent der durch die Unternehmen ausgezahlten L\u00f6hne aus (BFS).</p><p>Doch eine neue Gefahr taucht auf: der soziale Abstieg. Viele Arbeitnehmende, insbesondere die am geringsten qualifizierten, befinden sich am Rand des Arbeitsmarktes, da sie ihre beruflichen F\u00e4higkeiten nicht ausreichend weiterentwickeln k\u00f6nnen. Deshalb m\u00fcsste die Finanzierung einer solchen vierten S\u00e4ule dem Einkommen so angepasst werden, dass Personen ohne Sparm\u00f6glichkeiten nicht benachteiligt werden.</p><p>Ein guter Ausbildungsstand bedeutet auch, l\u00e4nger im Berufsleben bleiben zu k\u00f6nnen. Avenir Suisse hat gezeigt, dass 86 Prozent der M\u00e4nner zwischen 55 und 59 Jahren mit einem \"hohen\" Bildungsniveau weiterhin Vollzeit arbeiten im Vergleich zu nur 66 Prozent der M\u00e4nner mit einem \"tiefen\" Bildungsniveau. Von den Frauen zwischen 58 und 61 Jahren, die Vollzeit arbeiten, haben 26 Prozent ein \"hohes\" Bildungsniveau, w\u00e4hrend 13 Prozent ein \"tiefes\" Bildungsniveau haben. </p><p>Dieses Vorhaben w\u00e4re eine sinnvolle Investition f\u00fcr die Gesellschaft, die Unternehmen und die Arbeitnehmenden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Meinung des Interpellanten, dass die berufliche Weiterbildung eine wichtige Rolle spielt. Die beschleunigten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ver\u00e4nderungen erfordern, dass Qualifikationen und Wissen angepasst und erweitert werden.</p><p>Der Bund hat sich der Thematik Weiterbildung bereits mit verschiedensten Massnahmen angenommen. Mit dem Bundesgesetz \u00fcber die Weiterbildung (WeBiG; SR 419.1) wird der Bedeutung des lebenslangen Lernens Rechnung getragen. Das Gesetz h\u00e4lt fest, dass die Weiterbildung grunds\u00e4tzlich in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen liegt. Erg\u00e4nzend zur individuellen Verantwortung unterst\u00fctzt der Bund beispielsweise Massnahmen der Kantone zur F\u00f6rderung des Erwerbs und Erhalts von Grundkompetenzen Erwachsener. Weiter hat der Bund 2018 den F\u00f6rderschwerpunkt \"Einfach besser! ... am Arbeitsplatz\" lanciert. Damit spricht er Betriebe an, die ihre Mitarbeitenden auf k\u00fcnftige Herausforderungen am Arbeitsplatz besser vorbereiten m\u00f6chten, auch im Bereich der digitalen Grundkompetenzen. Zudem werden in der h\u00f6heren Berufsbildung seit der Einf\u00fchrung direkter Bundesbeitr\u00e4ge Anfang 2018 die Teilnehmenden vorbereitender Kurse f\u00fcr eidgen\u00f6ssische Berufs- und h\u00f6here Fachpr\u00fcfungen finanziell entlastet. Der Bund unterst\u00fctzt ferner zielgruppenspezifische Weiterbildungen in vielen Bereichen auf Basis der jeweiligen Rechtsgrundlagen. Weiter k\u00f6nnen Arbeitnehmende bei der direkten Bundessteuer seit 2016 alle berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten bis j\u00e4hrlich 12 000 Franken als Abzug geltend machen.</p><p>Die vom Interpellanten vorgeschlagene Vorsorges\u00e4ule zugunsten der Weiterbildung ist nicht neu. Das - inzwischen zur\u00fcckgezogene - Postulat Bertschy 17.3959 zielte in die gleiche Richtung. Der Bundesrat lehnte in der Stellungnahme vom 22. November 2017 die Forderung, dass die Weiterbildung analog zur Altersvorsorge staatlich unterst\u00fctzt werden soll, aus folgenden Gr\u00fcnden ab: Personen mit hohen formalen Bildungsabschl\u00fcssen haben bereits heute eine \u00fcberdurchschnittliche Weiterbildungsbeteiligung, auch ohne staatliche Anreize. Anders ist die Situation bei den Niedrigqualifizierten: Diese sind statistisch gesehen \u00fcberdurchschnittlich stark von struktureller Arbeitslosigkeit betroffen. Massnahmen zur Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit, die infolge der Digitalisierung entstehen k\u00f6nnte, m\u00fcssten daher vor allem bei dieser Personengruppe die Weiterbildungsanreize erh\u00f6hen. Bildungsferne Personengruppen mit tieferen Einkommen sind jedoch oft finanziell gar nicht in der Lage, \u00fcberobligatorische Ersparnisse zu bilden. Entsprechend br\u00e4chte die vorgeschlagene vierte S\u00e4ule f\u00fcr diese Personengruppe kaum eine Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung.</p><p>Die Arbeitgebenden beteiligen sich bereits in namhaftem Ausmass an Weiterbildungen. Im Jahr 2016 haben gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik 66 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen im Alter von 25 bis 64 Jahren aus beruflichen Gr\u00fcnden an mindestens einer Weiterbildungsaktivit\u00e4t teilgenommen. Dabei wurden 61 Prozent bei mindestens einer Aktivit\u00e4t von ihrem Arbeitgeber unterst\u00fctzt. Zudem regelt das Berufsbildungsgesetz (BBG; SR 412.10) in Artikel\u00a060, dass Organisationen der Arbeitswelt zur F\u00f6rderung der Berufsbildung - dazu geh\u00f6rt auch die berufsorientierte Weiterbildung - Berufsbildungsfonds schaffen und \u00e4ufnen k\u00f6nnen. Und nicht zuletzt ist die Unterst\u00fctzung von Weiterbildung auch in einer Vielzahl von Gesamtarbeitsvertr\u00e4gen vorgesehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1559088000000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2836","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512854017)\/","SubmissionDate":"\/Date(1552521600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Sozialer Schutz"}}