{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193141,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193141,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3141","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweizerische Maturit\u00e4tspr\u00fcfung. Gleichbehandlung der Kandidatinnen und Kandidaten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie interpretiert der Bundesrat den frappanten R\u00fcckgang der Anzahl Kandidatinnen und Kandidaten aus der franz\u00f6sischen Schweiz f\u00fcr die schweizerische Maturit\u00e4tspr\u00fcfung, den man in den letzten zehn Jahren feststellen konnte?</p><p>2. Ist der Bund bereit, Gegensteuer zu geben und sich in der Schweizerischen Maturit\u00e4tskommission (SMK) f\u00fcr eine Information \u00fcber die Lehrmittel oder f\u00fcr die Bereitstellung von Pr\u00fcfungsbeispielen und L\u00f6sungen einzusetzen?</p><p>3. Falls nein: Welche anderen Massnahmen ist der Bundesrat zusammen mit der SMK zu ergreifen bereit, um die Organisation der schweizerischen Maturit\u00e4tspr\u00fcfung zu verbessern?</p>","ReasonText":"<p>Die schweizerische Maturit\u00e4tspr\u00fcfung wird von der Schweizerischen Maturit\u00e4tskommission (SMK) durchgef\u00fchrt, einer gemeinsamen Kommission von Bund und Kantonen. Die H\u00e4lfte der Mitglieder der SMK wird vom Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) bestimmt. Seit mehreren Jahren fordern die Westschweizer Privatschulen immer wieder, dass ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Pr\u00fcfung unter guten Bedingungen absolvieren k\u00f6nnen, das heisst, dass sie mit einer gewissen Sicherheit wissen, welcher Pr\u00fcfungsstoff sie erwartet.</p><p>Ich stelle nicht das System infrage, bin aber der Meinung, dass einfache Verbesserungen die Problematik entsch\u00e4rfen k\u00f6nnten. Vordringlich ist die Bestimmung von Referenzlehrb\u00fcchern (oder sonstigen Unterlagen) f\u00fcr jedes Fach. Dabei k\u00f6nnte es sich um Lehrmittel handeln, die in \u00f6ffentlichen Schulen verwendet werden, oder um solche in den Privatschulen, die von der SMK auf einer Liste zusammengestellt werden. Mit dem heutigen System blosser Literaturlisten oder Richtlinien sind die Anforderungen zu offen bestimmt. Es sollte doch selbstverst\u00e4ndlich sein, dass die Kandidatinnen und Kandidaten die Gewissheit haben, dass an den Pr\u00fcfungen von ihnen das verlangt wird, was ihnen im Unterricht vermittelt wurde.</p><p>Eine andere Massnahme k\u00f6nnte sein, dass Pr\u00fcfungsbeispiele mit L\u00f6sungen bereitgestellt werden, damit die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besser absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, was von ihnen verlangt wird. Die Massnahme erlaubte es zudem den Lehrerinnen und Lehrern, zu erkennen, wie detailliert die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten sein m\u00fcssen, die verlangt werden.</p><p>Es geht darum, eine vern\u00fcnftige L\u00f6sung f\u00fcr die Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Letztlich steht auch der Stellenwert der schweizerischen Maturit\u00e4t auf dem Spiel. In der gegenw\u00e4rtigen Situation m\u00fcssen wir n\u00e4mlich feststellen, dass immer mehr Westschweizer Privatschulen nicht mehr auf die schweizerische Maturit\u00e4t setzen, sondern stattdessen auf ausl\u00e4ndische Abschl\u00fcsse hinarbeiten, zum Beispiel das franz\u00f6sische Baccalaur\u00e9at. So haben etwa in der Pr\u00fcfungssession vom Sommer 2009 in der franz\u00f6sischen Schweiz 463 Kandidatinnen und Kandidaten die schweizerische Maturit\u00e4tspr\u00fcfung abgelegt; in der Pr\u00fcfungssession vom Sommer 2018 waren es noch 230. Das heisst, die Zahl hat sich halbiert. Diese Entwicklung ist bedauerlich.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Wer keine Schule besuchen kann oder will, deren Maturit\u00e4tsausweise gesamtschweizerisch anerkannt sind, kann die von der Schweizerischen Maturit\u00e4tskommission (SMK) organisierte schweizerische Maturit\u00e4tspr\u00fcfung ablegen, mit oder ohne vorbereitenden Unterricht an einer Privatschule. Rund 3 Prozent der gymnasialen Maturit\u00e4tsausweise werden in der Schweiz auf diesem Weg erworben. Die mit dem Abschluss der schweizerischen Maturit\u00e4tspr\u00fcfung erlangten Ausweise gelten als gleichwertig zu den von den Kantonen gem\u00e4ss der Verwaltungsvereinbarung (Eidgen\u00f6ssisches Departement des Innern und Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) vom 16. Januar bzw. 15. Februar 1995 ausgestellten Maturit\u00e4tsausweise.</p><p>Im Jahr 2009 stellte die SMK 605 gymnasiale Maturit\u00e4tsausweise aus, 2018 waren es 468. Die Gesamtzahl der Maturandinnen und Maturanden, die die eidgen\u00f6ssische Maturit\u00e4t erlangen, ist um 23 Prozent gesunken. Der R\u00fcckgang betrifft vor allem die Westschweiz mit 32 Prozent weniger Ausweisen. In der deutsch- und in der italienischsprachigen Schweiz ist die Zahl um 10 Prozent beziehungsweise 5 Prozent gesunken.</p><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen des Interpellanten wie folgt:</p><p>1. Im Jahr 2018 gingen 53 Prozent der von der SMK ausgestellten Maturit\u00e4tsausweise in die Westschweiz. Der R\u00fcckgang der Anzahl Ausweise in der Westschweiz in den vergangenen zehn Jahren ist zum grossen Teil auf die Anerkennung der Maturit\u00e4tsausweise von zwei Genfer Privatschulen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die SMK vergab j\u00e4hrlich rund 80 Ausweise an Jugendliche, die diese beiden Schulen besucht hatten. Der restliche R\u00fcckgang l\u00e4sst sich mit der angestrebten Verbesserung der Durchl\u00e4ssigkeit des Schweizer Bildungssystems erkl\u00e4ren, insbesondere der Schaffung der Erg\u00e4nzungspr\u00fcfung Passerelle f\u00fcr Personen mit einer Berufsmaturit\u00e4t und ab 2017 auch f\u00fcr Personen mit einer Fachmaturit\u00e4t.</p><p>2. Da die Lehrmittel und Lehrmethoden in den Bereich P\u00e4dagogik fallen, verl\u00e4sst sich der Bundesrat auf die Einsch\u00e4tzung der SMK, die in der Frage entscheidet. Die SMK ist f\u00fcr die Organisation der Pr\u00fcfung und die Erarbeitung der entsprechenden Richtlinien zust\u00e4ndig. Dabei st\u00fctzt sie sich insbesondere auf das Wissen von Expertinnen und Experten sowie Fachleuten im Bereich der gymnasialen Maturit\u00e4t und Pr\u00fcfende an \u00f6ffentlichen Gymnasien und Hochschulen in der ganzen Schweiz. Im \u00dcbrigen stellt die SMK den Kandidatinnen und Kandidaten bereits heute Pr\u00fcfungsbeispiele zur Verf\u00fcgung, und sie organisiert Treffen zwischen Pr\u00fcfenden und Lehrpersonen der Privatschulen.</p><p>3. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt von der Qualit\u00e4t der von der SMK durchgef\u00fchrten Pr\u00fcfung und sieht keinen Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1559088000000)\/","SubmittedBy":"Reynard Mathias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512026920)\/","SubmissionDate":"\/Date(1552953600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}