{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193196,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193196,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3196","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Grossraubtiere mit Sendern ausstatten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Kora f\u00fchrt ein ausf\u00fchrliches Monitoring der Grossraubtiere durch. Dieses beruht im Wesentlichen auf Sichtungen und der Meldung von Schadenf\u00e4llen. Das Monitoring k\u00f6nnte wesentlich verfeinert werden, indem s\u00e4mtliche Grossraubtiere systematisch mit Sendern ausgestattet werden. Bei \u00dcbergriffen von Grossraubtieren auf Nutztiere m\u00fcssen umfangreiche DNA-Analysen vorgenommen werden, um die schadenstiftenden Tiere identifizieren und allenfalls zum Abschuss freigeben zu k\u00f6nnen. Die Entnahme dieser Proben und der damit verbundene b\u00fcrokratische Aufwand stellen f\u00fcr die betroffenen Eigent\u00fcmer eine weitere Belastung dar und verlangsamen die Prozesse bis zu einer allf\u00e4lligen Abschussbewilligung. Die Suche nach einem zum Abschuss freigegebenen schadenstiftenden Grossraubtier kann sich als sehr aufwendig gestalten und ist in vergangener Zeit oft ergebnislos verlaufen. F\u00fcr die Wildhut entsteht so ein grosser Aufwand, der erheblich reduziert werden k\u00f6nnte. </p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: </p><p>1. Sieht er aus wildtierbiologischer und gesellschaftspolitischer Sicht einen Mehrwert in einem verfeinerten Monitoring dank der Ausstattung von Grossraubtieren mit Sendern?</p><p>2. Wie hoch sch\u00e4tzt er die Kosten f\u00fcr eine systematische Ausr\u00fcstung von Grossraubtieren mit Sendern? Besteht dadurch ein Einsparpotenzial gegen\u00fcber der heutigen Situation?</p><p>3. Welche rechtlichen Voraussetzungen m\u00fcssen erf\u00fcllt sein, um Grossraubtiere mit Sendern ausstatten zu k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Grossraubtierbest\u00e4nde werden in der Schweiz im Auftrag des Bundes \u00fcberwacht. Dabei werden die Luchsbest\u00e4nde mittels eines systematischen Fotofallenmonitorings und die Wolfsbest\u00e4nde mittels genetischer Nachweise \u00fcberwacht. Die Kosten dieser \u00dcberwachung werden durch den Bund getragen. Sie betragen 700 000 Franken pro Jahr. F\u00fcr das allgemeine Monitoring werden keine Senderhalsb\u00e4nder eingesetzt. Solche Sender erm\u00f6glichen zwar das Lokalisieren der Grossraubtiere mit grosser Pr\u00e4zision. Die damit verbundenen Kosten sind jedoch sehr hoch. Deshalb kommt diese Methodik bislang nur im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten und an einzelnen Tieren zur Anwendung. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das heutige Vorgehen wildtierbiologisch und gesellschaftlich angemessen ist, und sieht deshalb keinen Anpassungsbedarf. Weiter weist der Bundesrat darauf hin, dass im Falle einer Abschussverf\u00fcgung eines unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig schadenstiftenden Tieres dessen vorg\u00e4ngige genetische Identifizierung nicht n\u00f6tig ist.</p><p>2. Die gesamten Kosten dieses Unterfangens w\u00e4ren aufzuteilen auf die Kosten der eingesetzten Technik und die Kosten zum Einfangen und Besendern aller Grossraubtiere. Aktuell m\u00fcssten rund 300 Grossraubtiere (230 Luchse, 70 W\u00f6lfe, 3 B\u00e4ren) erstmals besendert werden. Jedes Jahr k\u00e4men rund 100 Jungtiere dazu. Ein GPS-Sender mit einer Laufzeit von zwei Jahren kostet 3000 Franken, eine Falle f\u00fcr den Einfang etwa 1000 Franken; hinzu kommen j\u00e4hrliche Betriebs- und Unterhaltskosten. Somit werden die Materialkosten (GPS-Sender und Fallen) zur Erstbesenderung mit total rund 1,5 Millionen Franken veranschlagt, die Neu- und Ersatzbesenderungen d\u00fcrften allj\u00e4hrlich Materialkosten von rund 1 Million Franken verursachen. Der Betrieb der Sender, die ben\u00f6tigte Infrastruktur und die Auswertung der Lokalisationsdaten f\u00fchren schliesslich zu Kosten von rund 0,5 Millionen Franken pro Jahr. Noch schwieriger abzusch\u00e4tzen sind die personellen Aufwendungen: Unter der Annahme, dass der Aufwand rund 1000 Arbeitsstunden pro Wolf und B\u00e4r und rund 500 Arbeitsstunden pro Luchs betr\u00e4gt und eine Arbeitsstunde mit 100 Franken zu entsch\u00e4digen w\u00e4re (Wildh\u00fcter, Tier\u00e4rzte, Biologen), w\u00fcrden die Erstbesenderungen mit knapp 20 Millionen und die j\u00e4hrlichen Neu- und Ersatzbesenderung mit rund 6 Millionen Franken zu Buche schlagen. Der tats\u00e4chliche Aufwand k\u00f6nnte diese Sch\u00e4tzung aber \u00fcbersteigen, da insbesondere der Fang von W\u00f6lfen \u00e4usserst schwierig und mit sehr geringen Erfolgschancen verbunden ist. Der Bundesrat erachtet diese Kosten als unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig hoch, auch angesichts der unsicheren Realisierbarkeit und des nicht vorhandenen Einsparpotenzials gegen\u00fcber der heutigen Situation.</p><p>3. Das Ausstatten von Wildtieren mit Sendern ist gem\u00e4ss dem bestehenden Bundesrecht m\u00f6glich. Der Projektnehmer muss dabei \u00fcber die n\u00f6tigen tierschutz- und jagdrechtlichen Bewilligungen von Bund und Kantonen zum Fangen und Besendern der Wildtiere verf\u00fcgen. Ausserdem muss eine tier\u00e4rztliche Begleitung des Fangs sichergestellt sein, da die Immobilisierung von Grossraubtieren nur unter Einsatz von Narkotika erfolgen kann.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1559088000000)\/","SubmittedBy":"Egger Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512190820)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553126400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}