{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193220,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193220,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3220","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fachmann und Fachfrau Betreuung EFZ. Ausbildungsunabh\u00e4ngige Praktika vor der beruflichen Grundbildung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Teilt der Bundesrat die Besorgnis \u00fcber die zunehmende Praxis von ausbildungsunabh\u00e4ngigen Praktika vor der beruflichen Grundbildung Fachfrau und Fachmann Betreuung EFZ, insbesondere der Fachrichtung Kinderbetreuung?</p><p>2. Verf\u00fcgt der Bundesrat \u00fcber konkrete Zahlen: Wie viele ausbildungsunabh\u00e4ngige Praktika vor der beruflichen Grundbildung Fachfrau und Fachmann Betreuung EFZ (insb. Fachrichtung Kinderbetreuung) werden j\u00e4hrlich absolviert? Wie lange dauern diese Praktika? In wie vielen F\u00e4llen sind die Praktika mit Ausbildungsgarantien verbunden, in wie vielen nicht?</p><p>3. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass diese Praxis Qualit\u00e4t, Lohnniveau und Ansehen insbesondere der Kinderbetreuung als Beruf negativ beeinflusst?</p><p>4. Wie gehen die Kantone mit diesem Problem um? Welche L\u00f6sungen sind dem Bundesrat bekannt? Wie beurteilt er die verschiedenen Ans\u00e4tze, wie z. B. </p><p>a. die Praxis der Kantonalen Arbeitsmarktkommission Kamko des Kantons Bern, Praktika nur noch als Einf\u00fchrungspraktika anzuerkennen, wenn die Dauer des Arbeitsverh\u00e4ltnisses 6 Monate nicht \u00fcberschreitet oder der Betrieb den Ausbildungsplatz verbindlich zusagt (max. Verl\u00e4ngerung um 6 Monate);</p><p>b. eine Regelung durch den Bund betreffend Zulassungsbedingungen f\u00fcr Kindertagesst\u00e4tten und \u00e4hnliche Organisationen, die es verbieten, unausgebildetes Personal an den Betreuungsschl\u00fcssel anzurechnen?</p><p>5. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass eine schweizweit einheitliche Regelung in diesen Fragen w\u00fcnschbar w\u00e4re? Wenn ja, hat er entsprechende Kontakte mit den Sozialpartnern und den Kantonen aufgenommen?</p><p>6. Savoirsocial sch\u00e4tzt den zus\u00e4tzlichen Personalbedarf im Bereich Fachfrau und Fachmann Betreuung je nach Professionalisierungsgrad bis 2024 auf bis zu 10 000 zus\u00e4tzliche Fachkr\u00e4fte. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass zur Vermeidung einer Fachkr\u00e4ftel\u00fccke den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen mehr Beachtung geschenkt werden muss? Wenn ja, welche Schritte plant er dazu?</p>","ReasonText":"<p>In Institutionen aus dem Bereich der Kinderbetreuung und etwas weniger h\u00e4ufig auch in Heimen (Menschen mit Behinderung, Alters- und Pflegeheime) ist die Praxis von ausbildungsunabh\u00e4ngigen Praktika verbreitet. Nicht selten werden junge Menschen so ein oder zwei Jahre als billige Arbeitskraft statt als auszubildende Person angestellt und ausgenutzt. Unter dieser Praxis leiden neben den Jugendlichen selbst auch die Qualit\u00e4t, das Lohnniveau und das Ansehen der Kinderbetreuung als Beruf.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Ein Praktikum kann als M\u00f6glichkeit dienen, sich \u00fcber das anvisierte Berufsfeld umfassend zu informieren. Der Bundesrat ist aber der Meinung, dass f\u00fcr den Einstieg in eine berufliche Grundbildung praktische Erfahrung keine Voraussetzung sein soll. Das Berufsbildungsgesetz (Art. 15 Abs. 3 BBG; SR 412.10) legt fest, dass eine berufliche Grundbildung direkt an die obligatorische Schule oder an eine gleichwertige Qualifikation anschliesst. Das Lernen in der Praxis ist ein wesentlicher Teil der dualen beruflichen Grundbildung.</p><p>2. Statistische Angaben zur Anzahl und Dauer der ausbildungsunabh\u00e4ngigen Praktika vor der beruflichen Grundbildung Fachfrau und Fachmann Betreuung (insb. Fachrichtung Kinderbetreuung) sind nicht verf\u00fcgbar. Dem Bund ist zudem nicht bekannt, in wie vielen F\u00e4llen die Praktika mit Ausbildungsgarantien verbunden sind. Eine Studie des Schweizerischen Observatoriums f\u00fcr die Berufsbildung (OBS EHB) (2017) und das eigene Monitoring von Savoirsocial, Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales, zeigen, dass fast die H\u00e4lfte der befragten Lernenden f\u00fcr Fachfrau und Fachmann Betreuung in den Jahren 2017 und 2018 vor Lehrbeginn ein Praktikum/Arbeitserfahrung absolviert hat. Das Monitoring wies eine leicht r\u00fcckl\u00e4ufige Tendenz zwischen 2017 und 2018 aus (2017: 48 Prozent, 2018: 44,9 Prozent).</p><p>3./4b. Qualit\u00e4t, Lohnniveau und Ansehen eines Berufs werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Es ist Aufgabe des Berufsfelds Soziales, vertreten durch die Organisation der Arbeitswelt Savoirsocial, den ad\u00e4quaten Kompetenzenmix festzulegen und auszubilden, um den Fachkr\u00e4ftebedarf des Arbeitsmarkts weiterhin zu decken. In verschiedenen Kantonen haben die Organisationen der Arbeitswelt bzw. tripartite Kommissionen Empfehlungen zu Praktika in Kindertagesst\u00e4tten erlassen. Der Bund legt keine Vorschriften zum Kompetenzenmix in Kindertagesst\u00e4tten und \u00e4hnlichen Institutionen fest, sondern erl\u00e4sst allgemeine Vorgaben zu Arbeitsvertr\u00e4gen.</p><p>4a./5. Die Bundesgesetze im Bereich des Arbeitsmarktes enthalten grunds\u00e4tzlich keine branchenspezifischen Vorgaben. Vielmehr hat der Bund Gesetze im Bereich der Arbeitsbedingungen (Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) und im Bereich der flankierenden Massnahmen (Lohnschutz im Umfeld der Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU) erlassen. Die Kantone sind f\u00fcr den Vollzug und die Kontrolle dieser gesetzlichen Vorgaben verantwortlich. Werden Verst\u00f6sse gegen die geltenden Gesetze festgestellt, verf\u00fcgen die Kantone \u00fcber Instrumente, um die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen.</p><p>6. Mit verschiedenen Massnahmen leisten Bund, Kantone und Sozialpartner gemeinsam einen Beitrag zur Mobilisierung ungenutzter Fachkr\u00e4ftepotenziale. Ziel der Fachkr\u00e4ftepolitik des Bundes ist es, die inl\u00e4ndische Arbeitsmarktnachfrage vermehrt mit in der Schweiz lebenden Arbeitskr\u00e4ften abzudecken. In diesem Zusammenhang wurden Massnahmen in den Bereichen Qualifizierung, Beruf und Familie, Stellenvermittlung (Inl\u00e4ndervorrang), Schwerpunkt 50 plus sowie Schwerpunkt Fl\u00fcchtlinge ergriffen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1559088000000)\/","SubmittedBy":"Wermuth C\u00e9dric","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512755327)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553126400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}