{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193245,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193245,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3245","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wechsel zum Anordnungsmodell f\u00fcr Psychologinnen und Psychologen. Wie gedenkt der Bundesrat bei seiner Kostenanalyse den erheblichen indirekten Einsparungen Rechnung zu tragen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit und die Effizienz der Behandlung von psychischen Erkrankungen; vor allem aber zeigen sie, dass die Behandlung rentabel ist und erhebliche Einsparungen erlaubt.</p><p>In der Schweiz werden jedes Jahr rund 500 000 Menschen behandelt. Bis zu 1,7 Millionen Menschen aber erhalten keine geeignete Behandlung. Daraus resultieren erhebliche Kosten, die entstehen, weil die Erkrankung nicht oder zu sp\u00e4t behandelt wird: Absenzen am Arbeitsplatz, Produktivit\u00e4tsverlust, fr\u00fchzeitige Pensionierung, IV-Renten, verst\u00e4rkte Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Spitalaufenthalte, Medikamente, Chronifizierung und Verschlimmerung der Erkrankung usw.</p><p>Zahlreiche Studien, insbesondere im Zusammenhang mit der Einf\u00fchrung der \u00dcbernahme der Kosten f\u00fcr Leistungen von psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten durch die Grundversicherung in anderen L\u00e4ndern, best\u00e4tigen jedoch, dass sich die Investition in die Psychotherapie mehr als auszahlt. Aktuelle kanadische und deutsche Studien kommen - mit einigen Jahren Abstand - auf ein Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis von 1 zu 2,8 bis 1 zu 4,5, was Fr. 1.80 bis 3.50 Reingewinn f\u00fcr jeden in die Psychotherapie investierten Franken entspricht.</p><p>Zudem gibt die Schweiz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern besonders wenig f\u00fcr psychische Erkrankungen aus. Die direkten Kosten (station\u00e4r und ambulant) betragen 9,2 Prozent der gesamten direkten Gesundheitskosten, deutlich weniger als in England, Deutschland oder den Niederlanden (20,9 Prozent).</p><p>Ich bitte deshalb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist sich der Bundesrat des Problems der sehr hohen indirekten Kosten und Folgekosten zulasten der betroffenen Personen und der Sozialversicherungen bewusst, die entstehen, wenn die Behandlung zu sp\u00e4t einsetzt oder wenn gar auf die Behandlung verzichtet werden muss aufgrund von Versorgungsengp\u00e4ssen, wie sie das B\u00fcro f\u00fcr arbeits- und sozialpolitische Studien (Bass) 2016 festgestellt hat?</p><p>2. Gibt es j\u00e4hrliche Sch\u00e4tzungen der durch psychische Erkrankungen verursachten Kosten zulasten der Wirtschaft (Absenzen am Arbeitsplatz, Produktivit\u00e4tsverluste) und der Sozialversicherungen, die aufgrund nichtgeschlossener Behandlungsl\u00fccken entstehen?</p><p>3. Wann wird das Delegationsmodell abgeschafft und die Autonomie der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die bereits mit dem Psychologieberufegesetz 2013 anerkannt wurde, Tatsache? Eine Regelung, die seit Langem in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gilt, ohne dass die Kosten explodieren.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat bereits bei verschiedenen Gelegenheiten zur Versorgungssituation psychisch erkrankter Personen Stellung genommen. So vor allem im Bericht \"Zukunft der Psychiatrie\" vom 11. M\u00e4rz 2016 in Erf\u00fcllung des Postulates St\u00e4helin 10.3255 (<a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a> &gt; Strategie und Politik &gt; Politische Auftr\u00e4ge und Aktionspl\u00e4ne &gt; Politische Auftr\u00e4ge im Bereich psychische Gesundheit &gt; Postulat Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz). Zu verweisen ist insbesondere auch auf die Antworten auf die Interpellationen Weibel 18.3946, \"Zugang zu psychologischer Psychotherapie in allen Sozialversicherungen gew\u00e4hrleisten\", K\u00e4lin 18.3864, \"Wechsel zum Anordnungsmodell f\u00fcr psychologische Psychotherapie. Aufnahme in die Grundversorgung\", und Marchand-Balet 18.4016, \"Psychische Gesundheit. Versorgungs- und Angebotsmangel. Was unternimmt der Bundesrat dagegen, und was tut er, um der Bev\u00f6lkerung den Zugang zur Behandlung zu gew\u00e4hrleisten?\". Auch hat er darauf hingewiesen, dass er verschiedene Modelle der Zulassung der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten zur Leistungsabrechnung im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und konkrete Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Abl\u00f6sung des derzeitigen Modells der delegierten Psychotherapie pr\u00fcft. Die diesbez\u00fcglichen Arbeiten sind noch im Gange, wobei auch die Kostenaspekte ber\u00fccksichtigt werden. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1557878400000)\/","SubmittedBy":"Marchand-Balet G\u00e9raldine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512363080)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553126400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}