{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193275,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193275,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3275","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Reduktion der Erwerbsarbeitszeit. Auswirkungen auf die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht vorzulegen \u00fcber die m\u00f6gliche klimapolitische Wirkung einer Reduktion der durchschnittlichen Erwerbsarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.</p>","ReasonText":"<p>Wir leisten immer mehr in weniger Zeit. Doch diese Produktivit\u00e4tsgewinne aufgrund technologischer Fortschritte kommen nicht den Arbeitnehmenden zugute: Im Durchschnitt arbeiten Menschen in der Schweiz etwa 43 Wochenstunden bei Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit. Viele Menschen f\u00fchlen sich unter Druck und sind gestresst, mit gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen. </p><p>Die aktuelle Klimabewegung kritisiert dieses auf Wachstum und Konsum ausgerichtete System und fordert einen Systemwandel - zum Beispiel Lebensentw\u00fcrfe, die weniger auf Konsum ausgerichtet sind und mehr Lebensqualit\u00e4t dank nichtmateriellen Dingen schaffen. Eine Arbeitszeitreduktion erm\u00f6glicht, mehr f\u00fcreinander Sorge zu tragen und mehr freie Zeit zu haben. So stellen auch zahlreiche Studien Zusammenh\u00e4nge zwischen Arbeitszeitreduktion und Klima her. Mit dem Postulat wird ein Bericht verlangt, in dem ebendieser Zusammenhang untersucht wird. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die effektiv geleistete w\u00f6chentliche Arbeitszeit hat in den letzten Jahren abgenommen. Gem\u00e4ss der Arbeitsvolumenstatistik des Bundesamtes f\u00fcr Statistik hat sich die durchschnittliche tats\u00e4chliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit bei den Vollzeitbesch\u00e4ftigten von 43,2 Stunden im Jahr 1991 auf 41,3 Stunden im Jahr 2017 reduziert. Ber\u00fccksichtigt man zus\u00e4tzlich die zunehmende Zahl an Teilzeitbesch\u00e4ftigten, ging die w\u00f6chentliche Arbeitszeit aller Besch\u00e4ftigten im Schnitt von 35,3 Stunden im Jahr 1991 auf 32,1 Stunden im Jahr 2017 zur\u00fcck. Dank dem Produktivit\u00e4tswachstum sind zudem die L\u00f6hne in diesem Zeitraum nicht gesunken, sondern kontinuierlich gestiegen. </p><p>In den vergangenen Jahren ist es der Schweiz gelungen, den Energieverbrauch und den Ausstoss von Treibhausgasen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln (vgl. den Bericht des Bundesrates \"Umwelt Schweiz 2018\", Umweltbericht 2018). Die Schweizer Wirtschaft verbraucht heute weniger Ressourcen als in der Vergangenheit, um den gleichen Wohlstand zu erzeugen. </p><p>Es ist davon auszugehen, dass eine staatlich verordnete Reduktion der Arbeitszeit mit einer inl\u00e4ndischen Produktionseinbusse verbunden w\u00e4re. In diesem Fall w\u00e4ren die Unternehmen nicht in der Lage, eine gleichbleibende Kaufkraft (voller Lohnausgleich) zu sichern. Dies wirft grunds\u00e4tzliche Fragen der Durchsetzbarkeit und Finanzierbarkeit einer Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf. </p><p>Die Wirkung einer Reduktion der Arbeitszeit auf das Klima ist von zahlreichen Faktoren abh\u00e4ngig. Bei gleichbleibender Kaufkraft ist zun\u00e4chst kein R\u00fcckgang des Konsums von G\u00fctern und Dienstleistungen zu erwarten. Wenn die Reduktion der Arbeitszeit zu einem R\u00fcckgang der inl\u00e4ndischen Produktion f\u00fchrt, nimmt bei gleichbleibender Nachfrage die Abh\u00e4ngigkeit von Importen aus dem Ausland zu. In diesem Fall erfolgt keine Einsparung von Emissionen, sondern eine Verlagerung ins Ausland. </p><p>Ausserdem ist zu beachten, dass auch Freizeitaktivit\u00e4ten mit bedeutenden Treibhausgasemissionen verbunden sind. Aktuell entf\u00e4llt gem\u00e4ss Mikrozensus Mobilit\u00e4t und Verkehr 2015 (BFS, 2017) knapp die H\u00e4lfte der im Personenverkehr zur\u00fcckgelegten Distanzen auf den Freizeitverkehr. Der Umweltbericht 2018 zeigt zudem, dass die Freizeitaktivit\u00e4ten mit hohen Umweltbelastungen verbunden sind. Es erscheint unrealistisch, dass eine Reduktion der Erwerbsarbeitszeit bei gleichbleibender Kaufkraft die notwendigen Verhaltensanpassungen mit sich bringen w\u00fcrde.</p><p>Die Schweiz zeichnet sich durch flexible Regelungen bez\u00fcglich Lohn- und Arbeitszeitregelungen aus und bietet g\u00fcnstige Rahmenbedingungen f\u00fcr die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen. Der Bundesrat will die Entscheidung zwischen Erwerbsarbeitszeit und Freizeit im Rahmen der geltenden Rahmenbedingungen weiterhin dem einzelnen B\u00fcrger \u00fcberlassen. Eine Analyse der Auswirkungen einer Reduktion der Erwerbsarbeitszeit auf die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens erachtet der Bundesrat daher als nicht opportun.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1557878400000)\/","SubmittedBy":"Meyer Mattea","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|44|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512571510)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553126400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt"}}