{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193311,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193311,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3311","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gesundheitskompetenz st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gesundheitskompetenz ist die F\u00e4higkeit der oder des Einzelnen, im t\u00e4glichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Eine im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit ver\u00f6ffentlichte Studie des Forschungsinstituts GfS Bern (2016) stellt fest, dass weniger als die H\u00e4lfte der Schweizer Bev\u00f6lkerung \u00fcber eine ausreichende Gesundheitskompetenz verf\u00fcgt. Besonders Menschen, die in bescheidenen finanziellen Verh\u00e4ltnissen leben oder ein tiefes Bildungsniveau haben, sowie \u00e4ltere Menschen und Personen mit Migrationshintergrund weisen eine geringe Gesundheitskompetenz aus. Die Studie zeigt auf, dass Menschen mit hoher Gesundheitskompetenz weniger h\u00e4ufig an chronischen Erkrankungen leiden und seltener station\u00e4r behandelt werden m\u00fcssen. Menschen mit einer tiefen Gesundheitskompetenz haben indessen M\u00fche zu beurteilen, welches die Vor- und Nachteile einer Behandlung sind und wann eine zweite Meinung eines anderen Arztes eingeholt werden sollte. </p><p>Im Bericht der Expertengruppe \"Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung\" vom 24. August 2017 wird als eine Massnahme die St\u00e4rkung der Gesundheitskompetenz und Informiertheit der Patientinnen und Patienten genannt. Die erw\u00e4hnte Studie und die Empfehlung der Expertengruppe zeigen klar, dass im Bereich Gesundheitskompetenz Handlungsbedarf besteht. Trotzdem wurde diese Massnahme im ersten Massnahmenpaket des Bundes, das am 14. September 2018 in die Vernehmlassung geschickt worden ist, nicht ber\u00fccksichtigt. </p><p>1. Welche Massnahmen sieht der Bund zur allgemeinen St\u00e4rkung der Gesundheitskompetenz der Schweizer Bev\u00f6lkerung vor? Sind spezifische Massnahmen f\u00fcr \u00e4ltere, chronisch kranke oder Menschen in bescheidenen finanziellen Verh\u00e4ltnissen oder mit tiefem Bildungsniveau geplant? </p><p>2. Wenn ja, ist im Rahmen solcher Massnahmen auch eine Sensibilisierung der Schweizer Bev\u00f6lkerung f\u00fcr das Thema Fehl- und \u00dcberversorgung vorgesehen?</p><p>3. Werden im f\u00fcr den Herbst 2019 angek\u00fcndigten zweiten Massnahmenpaket zu den Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Massnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz priorisiert werden?</p><p>4. Kann sich der Bund vorstellen, private, breitabgest\u00fctzte Initiativen wie z. B. \"Smarter Medicine-Choosing Wisely Switzerland\" zu unterst\u00fctzen, die sich zum Ziel setzen, die Gesundheitskompetenz der Schweizer Bev\u00f6lkerung zu verbessern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die St\u00e4rkung der Gesundheitskompetenz und der Eigenverantwortung der Bev\u00f6lkerung ist Bestandteil der gesundheitspolitischen Strategie des Bundesrates Gesundheit 2020. Patientinnen und Patienten sollen sich effizienter im Gesundheitssystem bewegen, Krankheiten besser vorbeugen und mit ihren Krankheiten sowie der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen sorgsamer umgehen k\u00f6nnen. Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf die Interpellation Ruiz Rebecca 17.4184 erl\u00e4utert hat, wird die F\u00f6rderung der Gesundheitskompetenz in verschiedenen nationalen Gesundheitsstrategien als Querschnittthema mitber\u00fccksichtigt. So wird beispielsweise in der Strategie zur Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten das Selbstmanagement f\u00fcr Menschen mit chronischen Krankheiten gef\u00f6rdert. Die F\u00f6rderung der Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten ist auch ein Ziel der gemeinsamen Strategie E-Health Schweiz 2.0 von Bund und Kantonen. Weiter unterst\u00fctzt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Rahmen der Umsetzung der schweizerischen Integrationspolitik ein Informationsportal im Internet, auf dem leicht verst\u00e4ndliche Gesundheitsinformationen in diversen Sprachen der Migrationsbev\u00f6lkerung in der Schweiz zur Verf\u00fcgung stehen (<a href=\"http://www.migesplus.ch\">www.migesplus.ch</a>). Damit soll der Zugang zu Gesundheitsinformationen f\u00fcr vulnerable Gruppen erleichtert werden. </p><p>Dar\u00fcber hinaus sind in erster Linie die Kantone zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umsetzung konkreter Massnahmen und Angebote. Der Bundesrat begr\u00fcsst denn auch die Initiative des Kantons Z\u00fcrich, der 2018 das Programm Gesundheitskompetenz Z\u00fcrich lanciert hat, welches mit Praxisprojekten und Kampagnen einen Beitrag zur St\u00e4rkung der Gesundheitskompetenz der Z\u00fcrcher Bev\u00f6lkerung und der Gesundheitsversorger leisten will.</p><p>Auf nationaler Ebene sind diverse Organisationen und Leistungserbringer aus dem Gesundheitswesen in der Allianz Gesundheitskompetenz zusammengeschlossen, in der auch das BAG aktiv mitarbeitet. Die Allianz organisiert Tagungen, unterst\u00fctzt Projekte und ver\u00f6ffentlicht Publikationen zum Thema Gesundheitskompetenz.</p><p>2./4. Aktuell sind vonseiten des Bundes keine allgemeinen Kampagnen zum Thema Fehl- und \u00dcberversorgung vorgesehen. Im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen wurde jedoch eine \u00f6ffentliche Kampagne zur korrekten Verwendung von Antibiotika lanciert. Der Bundesrat begr\u00fcsst zudem Aktivit\u00e4ten Dritter wie das in der Interpellation erw\u00e4hnte Beispiel von \"Smarter Medicine - Choosing Wisely Switzerland\", welche unter anderem zum Ziel hat, die \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber Fehl- und \u00dcberversorgung in der Medizin zu f\u00f6rdern. Der Bundesrat hat aber momentan nur in begrenztem Masse (auf der Basis von Art. 5 Abs. 2 des Konsumenteninformationsgesetzes) die M\u00f6glichkeit, solche Aktivit\u00e4ten auch finanziell zu unterst\u00fctzen.</p><p>3. Der Schwerpunkt des zweiten Massnahmenpakets zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung liegt auf der Pr\u00fcfung von Massnahmen in den Bereichen Arzneimittel, Angemessenheit der medizinischen Versorgung und Verbesserung der Transparenz. \u00dcber die genaue Ausgestaltung des zweiten Pakets und der Massnahmen entscheidet der Bundesrat bei Er\u00f6ffnung der Vernehmlassung Ende 2019.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1558483200000)\/","SubmittedBy":"Birrer-Heimo Prisca","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1561075200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|2811|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512031510)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553212800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Migration|Gesundheit"}}