{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193350,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193350,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3350","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Antibiotikaresistenzen schmuggeln sich durch die Kl\u00e4ranlagen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Studie der Eawag, die am 12. Dezember 2018 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt worden ist, zeigt auf, dass Antibiotikaresistenzen durch die Kl\u00e4ranlagen nicht nur nicht vollst\u00e4ndig eliminiert werden, sondern dass sie im Abwasser auch aktiv sind und sich ver\u00e4ndern (https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/resistenzen-schmuggeln-sich-durch-klaeranlagen/). Dabei wurde auch ein Zusammenhang festgestellt zwischen der H\u00e4ufigkeit von Resistenzen und dem Vorkommen von Antibiotika im Abwasser. Gelangen resistente Bakterien in die Umwelt, \u00fcberleben sie dort besser als die Krankheitserreger.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich nachfolgende Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Ergebnisse der Studie in Bezug auf die Zunahme der antibiotikaresistenten Keime?</p><p>2. Welche Schl\u00fcsse zieht er in Bezug auf die Qualit\u00e4t der Trinkwasserversorgung, die auf der Basis der Gew\u00e4sser basiert, in die der Auslauf von Kl\u00e4ranlagen gef\u00fchrt wird?</p><p>3. Welchen Einfluss haben die Ergebnisse auf die gesetzlichen Regelungen bez\u00fcglich Standards der Kl\u00e4ranlagen bzw. deren Aufr\u00fcstung?</p><p>4. Welchen Einfluss haben die Ergebnisse auf die Antibiotika-Strategie des Bundes, insbesondere bez\u00fcglich Verminderung des Antibiotikaeinsatzes?</p><p>5. Welche Erfolge sind bereits durch die 2014 im Parlament beschlossene Revision des Gew\u00e4sserschutzgesetzes und die beschlossenen Massnahmen gegen Mikroverunreinigungen bei zentralen Abwasserreinigungsanlagen zu verzeichnen?</p><p>6. Wie effektiv sind die zurzeit verwendeten Nachweismethoden zur Identifikation der resistenten Organismen in Abw\u00e4ssern?</p><p>7. Inwieweit sind heute bekannte und verwendete Massnahmen zur Eliminierung von Spurenstoffen auch geeignet f\u00fcr die Eliminierung von resistenten Organismen in Abw\u00e4ssern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Studie der Eidgen\u00f6ssischen Anstalt f\u00fcr Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gew\u00e4sserschutz (Eawag) zeigt, dass antibiotikaresistente Bakterien in Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zu 90 bis 99 Prozent entfernt werden. Inwiefern die verbleibenden antibiotikaresistenten Bakterien zur Zunahme von Antibiotikaresistenzen bei menschlichen und tierischen Krankheitserregern beitragen, l\u00e4sst sich aktuell nicht abschliessend beurteilen.</p><p>2. Das Trinkwasser ist durch mehrere Barrieren gesch\u00fctzt. Die wichtigste Trinkwasserressource ist das Grundwasser. Abwasserhaltiges Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser passiert zuerst eine Bodenschicht, welche das Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser vom Grundwasser trennt (Infiltration). Dadurch und durch die weiteren Aufbereitungsschritte wird die Kontamination des Trinkwassers mit Bakterien verhindert. Nach heutigen Erkenntnissen kann eine Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die Trinkwasserversorgung nahezu ausgeschlossen werden.</p><p>3./7. Der 2016 eingeleitete Ausbau der ARA hat zum Ziel, Mikroverunreinigungen wie beispielsweise Medikamente oder Biozide zu reduzieren. Inwieweit die dazu eingesetzten Verfahren auch die resistenten Bakterien entfernen, wird aktuell untersucht. Zurzeit sch\u00e4tzt der Bundesrat die Gef\u00e4hrdungslage durch die resistenten Bakterien im Abwasser als relativ tief ein, sodass kein zus\u00e4tzlicher Regelungsbedarf besteht.</p><p>4. Die Hauptursache der Resistenzbildung ist die \u00fcberm\u00e4ssige und unsachgem\u00e4sse Anwendung von Antibiotika im Gesundheitswesen und in der Tierhaltung. Die Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) des Bundesrates setzt genau bei diesen Ursachen an: Antibiotika sollen so viel wie n\u00f6tig, aber so wenig wie m\u00f6glich eingesetzt werden. Dieser Fokus muss aufgrund der Ergebnisse der Eawag-Studie nicht angepasst werden.</p><p>5. Aktuell sind 8 ARA mit zus\u00e4tzlichen Reinigungsstufen zur Elimination der organischen Spurenstoffe in Betrieb und 24 weitere in Planung. Die Umsetzung der Massnahmen l\u00e4uft gut. Alle Kantone haben die auszubauenden ARA in einer Planung bestimmt. Inzwischen werden bei rund 10 Prozent des kommunalen Abwassers erfolgreich Antibiotika und weitere organische Spurenstoffe entfernt.</p><p>6. Die heute eingesetzten Messmethoden sind keine Routinemethoden zur Identifizierung und Quantifizierung resistenter Bakterien in Gew\u00e4ssern und daher ungeeignet f\u00fcr einen standardisierten Einsatz.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1557878400000)\/","SubmittedBy":"Hardegger Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512586557)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553212800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}