{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193390,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193390,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3390","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Einf\u00fchrung einer Deklarationspflicht f\u00fcr Mulesing-Merinowolle und deren Produkte","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Rechtsgrundlagen so zu \u00e4ndern, dass eine Deklarationspflicht f\u00fcr mittels des Mulesing-Verfahrens gewonnene Merinowolle geschaffen wird.</p><p>Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten damit die relevanten Informationen \u00fcber die Produktionsweise dieser tierqu\u00e4lerisch erzeugten Wolle und k\u00f6nnen selber entscheiden, ob sie darauf verzichten wollen.</p>","ReasonText":"<p>Merinoschafe besitzen eine \u00e4usserst feine, hochwertige Wolle. Durch jahrhundertelange Auslese wurden den Schafen zus\u00e4tzliche Hautfalten angez\u00fcchtet, damit noch mehr Wolle pro Schaf gewonnen werden kann. Doch was die Tiere f\u00fcr die Wollindustrie so profitabel macht, macht sie umso anf\u00e4lliger auf Fliegen, die in den warmen, feuchten Hautfalten ihre Eier ablegen. Die schl\u00fcpfenden Maden fressen sich dann ins Fleisch ihrer Wirte und verursachen \u00e4usserst schmerzhafte, schlecht heilende Wunden. Ein Grossteil der Merinoschafe wird deshalb heutzutage dem sogenannten Mulesing unterzogen. Dabei werden den L\u00e4mmern grossfl\u00e4chig und ohne Bet\u00e4ubung Hautst\u00fccke amputiert. Oft werden gleichzeitig noch Schw\u00e4nze kupiert oder m\u00e4nnliche Tiere kastriert - eine \u00e4usserst schmerzhafte, tierqu\u00e4lerische Prozedur. Dabei gibt es bereits Alternativen zu Mulesing (Z\u00fcchtungen mit weniger Hautfalten und/oder solche, die gegen den Fliegenmadenbefall resistent sind). Derzeit stammen fast 90 Prozent der Merinowolle aus Australien, und davon sind 90 Prozent Mulesing-Wolle. In vielen L\u00e4ndern ist das Mulesing seit Jahren gesetzlich verboten. In Neuseeland oder S\u00fcdamerika wird dieses tierqu\u00e4lerische Verfahren nicht praktiziert.</p><p>Mulesing-Produkte k\u00f6nnen Produzenten und Handel am Markt unterscheiden. Es gibt bereits internationale Siegel, die mulesingfreie Wolle deklarieren. Beispiele sind Responsible Wool Standard (RWS), New Merino oder Global Organic Textile Standard (GOTS). Schweizer Anbieter h\u00e4tten also die M\u00f6glichkeit, auf mulesingfrei auszuweichen und so nicht deklarieren zu m\u00fcssen oder dann eben zu deklarieren: \"Aus in der Schweiz verbotener Produktionsmethode\".</p><p>Eine Deklarationspflicht f\u00fcr diese tierqu\u00e4lerisch hergestellten Produkte soll das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten st\u00e4rken und ihnen die M\u00f6glichkeit geben, sich gut informiert f\u00fcr oder gegen bestimmte Merinowollartikel entscheiden zu k\u00f6nnen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Anliegen der Motion. Das Mulesing w\u00e4re nach der Schweizer Tierschutzgesetzgebung ein schmerzverursachender Eingriff, der nur unter allgemeiner oder \u00f6rtlicher Schmerzausschaltung durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfte. Im vorliegenden Fall, in dem es ausschliesslich um die Wolle von Merinoschafen geht, stellt sich allerdings die Frage, ob es zur Verbesserung der Information der Konsumentinnen und Konsumenten tats\u00e4chlich einer neuen Deklarationspflicht bedarf oder ob nicht auch andere, weniger einschneidende Mittel zum Ziel f\u00fchren w\u00fcrden (z. B. freiwillige Positivdeklaration von Merinowolle, die von nicht mit dem Mulesing-Verfahren behandelten Schafen stammt).</p><p>Aktuell bestehen aus Tierschutzgr\u00fcnden bereits gewisse Deklarationspflichten, z. B. f\u00fcr Pelze und Pelzprodukte, f\u00fcr Eier von H\u00fchnern aus in der Schweiz nicht zugelassener K\u00e4fighaltung und f\u00fcr Kaninchenfleisch aus in der Schweiz f\u00fcr Kaninchen nicht zugelassener Haltungsform.</p><p>Zurzeit laufen die Arbeiten zum Postulat der WBK-S 17.3967, \"Obligatorische Deklaration der Herstellungsmethoden von Nahrungsmitteln\". Es beauftragt den Bundesrat, einen Bericht dar\u00fcber vorzulegen, wie die Pflicht zur Deklaration der nicht den Schweizer Normen entsprechenden Herstellungsmethoden von Nahrungsmitteln verst\u00e4rkt werden k\u00f6nnte. Der Bericht wird auch die \u00fcbrigen Produkte tierischer Herkunft thematisieren.</p><p>Der Bundesrat betrachtet es nicht als sinnvoll, vor dem Vorliegen dieses Berichtes punktuell und ohne Gesamtkonzept neue Deklarationspflichten einzuf\u00fchren. Er lehnt die Motion deshalb ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1559088000000)\/","SubmittedBy":"Trede Aline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1615334400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512553867)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553212800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft"}}