{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193395,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193395,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3395","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Lehrplan 21. Fluch oder Segen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Obwohl Bildung haupts\u00e4chlich die Sache der Kantone ist, hat der Bundesrat sicher auch eine Meinung zur Entwicklung, welche die Bildung unserer Kinder hier im Land betrifft. Deshalb erlaube ich mir, einige Fragen zu stellen:</p><p>1. Wie sind die Erfahrungen anderer L\u00e4nder mit dem Lehrplan 21?</p><p>2. F\u00fchrte der Lehrplan 21 zu einer Leistungsverbesserung?</p><p>3. Welche L\u00e4nder wenden sich nach der Einf\u00fchrung wieder davon ab und warum?</p><p>4. Welche Folgen hat die Digitalisierung im Klassenzimmer?</p><p>5. Werden dadurch wirklich Kompetenzen gest\u00e4rkt?</p><p>6. F\u00fchrt dies nicht eher zu einer Kostensteigerung?</p><p>7. Wie ber\u00fccksichtigt der Lehrplan 21 die F\u00f6rderung leistungsstarker Sch\u00fcler in der Praxis, wenn altersdurchmischtes Lernen und gleichzeitig noch Lehrplan 21 in einer Klasse bei etwa 17 Sch\u00fclern in Luzern (z. B. in der Primarschule Maihof in Luzern) stattfindet?</p><p>8. Gibt es Vergleichsuntersuchungen, was ein Sch\u00fcler der vierten Klasse vor dem Lehrplan 21 und jetzt nach der Einf\u00fchrung kann?</p><p>9. Wie werden die Erfahrungen der \u00e4lteren P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen beim Lehrplan 21 einbezogen?</p><p>10. Gibt es nach der Einf\u00fchrung des Lehrplans 21 auch Eltern- bzw. Unternehmerbefragungen zur Qualit\u00e4tskontrolle?</p><p>11. Wie erfolgt die Qualit\u00e4tskontrolle in den Klassen?</p><p>12. Wie erleben die Kinder den Lehrplan?</p><p>13. Warum lehnen \u00e4ltere, sehr erfahrene gute Kolleginnen und Kollegen an den Schulen den Lehrplan 21 ab?</p><p>14. Warum gab es keine Volksbefragung?</p><p>15. Wie werden Kinder, die mit Lehrplan 21 geschult wurden, auf den leistungsorientierten Arbeitsmarkt vorbereitet?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Gem\u00e4ss Artikel\u00a062 der Bundesverfassung sind die Kantone f\u00fcr das Schulwesen zust\u00e4ndig. Dies beinhaltet auch die Festlegung der Lehrpl\u00e4ne und Bildungsziele auf dieser Stufe. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass das f\u00f6deralistisch organisierte schweizerische Bildungssystem den lokalen Bed\u00fcrfnissen und Herausforderungen Rechnung tr\u00e4gt und dass die Kinder und Jugendlichen in der Volksschule gezielt, umfassend und ihrer Entwicklung entsprechend gef\u00f6rdert und unterrichtet werden. Der Bundesrat hat im \u00dcbrigen grosses Vertrauen, dass sich auch die Lehrerinnen und Lehrer ihrer Verantwortung im Hinblick auf das Erreichen der Bildungsziele bewusst sind.</p><p>Die interkantonale Vereinbarung \u00fcber die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos-Konkordat) sieht die Harmonisierung der Lehrpl\u00e4ne und die Koordination der Lehrmittel auf sprachregionaler Ebene vor. Entsprechend haben sich die Sprachregionen entschieden, gemeinsame Lehrpl\u00e4ne zu erarbeiten, die sich an den nationalen Bildungszielen ausrichten. Der Lehrplan 21 ist das Projekt von 21 deutschsprachigen Kantonen und des F\u00fcrstentums Liechtenstein. Viele Kantone arbeiten erst seit Kurzem mit dem Lehrplan 21, in anderen ist der Lehrplan 21 noch gar nicht eingef\u00fchrt. Aus diesem Grund ist es f\u00fcr die Kantone noch zu fr\u00fch, gesicherte Aussagen zu einigen der Fragen zu machen.</p><p>Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die Fragen der Interpellantin wie folgt:</p><p>1./3. Der Lehrplan 21 kommt international im F\u00fcrstentum Liechtenstein zur Anwendung und gilt auch f\u00fcr die Schweizerschulen im Ausland. Es ist zu fr\u00fch, dort \u00fcber gesicherte Erfahrungen zu verf\u00fcgen. Dem Bundesrat ist kein weiteres Land bekannt, das den Lehrplan 21 oder einen anderen schweizerischen Lehrplan eingef\u00fchrt h\u00e4tte.</p><p>2./8. Viele Kantone arbeiten erst seit Kurzem mit dem Lehrplan 21, in anderen ist der Lehrplan 21 noch gar nicht eingef\u00fchrt. Aus diesem Grund wurden auch noch keine Evaluationen durchgef\u00fchrt, die Aussagen \u00fcber die Wirkungen des Lehrplans 21 und \u00fcber Leistungsverbesserungen erlauben.</p><p>4./5. Der Bereich Medien und Informatik erh\u00e4lt im Lehrplan 21 mehr Gewicht als in den bisherigen Lehrpl\u00e4nen. Es ist die Zielsetzung des Lehrplans 21, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an der Mediengesellschaft selbstbestimmt, kreativ und m\u00fcndig teilhaben k\u00f6nnen und sich sachgerecht und sozial verantwortlich verhalten. Dazu geh\u00f6rt auch, dass sie wissen, welche Gefahren mit den neuen Medien verbunden sein k\u00f6nnen. Da noch keine Evaluationen zum Lehrplan 21 vorliegen, k\u00f6nnen Fragen zu den Folgen dieser Zielsetzung sowie der effektiven St\u00e4rkung der Kompetenzen zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.</p><p>6. Der Lehrplan 21 macht im Bereich Medien und Informatik keine Aussagen bez\u00fcglich Infrastruktur, die Kostenfolgen generieren w\u00fcrde. Diese liegt in der Verantwortung der Kantone bzw. Gemeinden.</p><p>7. Der Lehrplan 21 macht weder Aussagen zur Unterrichts- und Klassenorganisation noch zur Unterrichtsmethode. F\u00fcr die Unterrichts- und Klassenorganisation k\u00f6nnen die Kantone Rahmenbedingungen festlegen. Hochbegabte Kinder ben\u00f6tigen in unterschiedlichen Bereichen eine spezielle F\u00f6rderung. Auch mit dem Lehrplan 21 entscheiden die Lehrpersonen, wie und mit welchen Unterrichtsmethoden sie ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zum Kompetenzerwerb f\u00fchren. Auch das Feststellen eines besonderen F\u00f6rderbedarfs und die Planung entsprechender F\u00f6rderung ist die Aufgabe der Lehrpersonen.</p><p>9. Der Lehrplan 21 wurde von Fachbereichteams erarbeitet, die je zur H\u00e4lfte aus Lehrpersonen sowie aus Fachpersonen der Fachdidaktik bestanden. Darunter waren auch \u00e4ltere, erfahrene Lehrpersonen. Zudem wurden im Rahmen von sogenannten Fachhearings und in der Konsultation im Jahr 2013 weitere Lehrpersonen sowie Vertretungen des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH) eingeladen, zu den Entw\u00fcrfen Stellung zu nehmen.</p><p>10. Unternehmen und Eltern wurden bei der Erarbeitung des Lehrplans 21 durch Hearings und im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens einbezogen.</p><p>11. Die Qualit\u00e4tskontrolle erfolgt in den einzelnen Kantonen durch die Schulleitung, das jeweilige Schulinspektorat und/oder externe Evaluationsstellen.</p><p>12. Es ist den Kantonen \u00fcberlassen, Evaluationen durchzuf\u00fchren, die Aussagen \u00fcber die Wahrnehmung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vom Lehrplan 21 erlauben.</p><p>13. Der Bundesrat sieht davon ab, sich zu individuellen Meinungen \u00fcber einen sprachregionalen Lehrplan der Volksschule zu \u00e4ussern.</p><p>14. Im Rahmen der Erarbeitung des Lehrplans 21 fanden mehrere Hearings und Vernehmlassungsverfahren statt. So konnten Anliegen bei der anschliessenden \u00dcberarbeitung des Lehrplans mit einbezogen werden.</p><p>15. Durch den Lehrplan 21 sollen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in den verschiedenen Fachbereichen Kompetenzen erwerben, die sie auf eine berufliche Grundbildung oder eine weiterf\u00fchrende Schule vorbereiten. Durch das Modul \"Berufliche Orientierung\" erh\u00e4lt die Auseinandersetzung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit ihrer beruflichen Zukunft Gewicht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1558483200000)\/","SubmittedBy":"Estermann Yvette","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512464507)\/","SubmissionDate":"\/Date(1553212800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5016,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}