{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193462,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193462,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3462","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie k\u00f6nnen die Auswirkungen von stark verarbeiteten Lebensmitteln auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Stark verarbeitete Lebensmittel, die von der Lebensmittelindustrie angeboten werden, durchlaufen mehrere Verarbeitungsphasen unter Einsatz unterschiedlicher Technologien. Sie enthalten zahlreiche Zutaten und Zusatzstoffe. Ihr Anteil in den Angeboten der Superm\u00e4rkte ist steigend, auch bei den Schlankheits-, biologischen und vegetarischen Produkten. Sie werden in der Regel so konzipiert, dass sie zu tiefen Preisen verkauft, lange aufbewahrt, rasch vorbereitet und konsumiert werden k\u00f6nnen. Geschmacklich kommen sie dank der Zugabe von Zucker, Salz und Aromastoffen gut an. Oft enthalten sie hydrierte \u00d6le, Proteinisolate, Emulgatoren, Farbstoffe, S\u00fcssstoffe, Verdickungsmittel, Geliermittel oder Konservierungsstoffe. </p><p>Die Schweiz steht auf einer Liste, die f\u00fcr 80 L\u00e4nder den Verkauf von stark verarbeiteten Lebensmitteln im Detailhandel erfasst, mit 194 Kilogramm pro Einwohnerin oder Einwohner an zehnter Stelle (Quelle: Dr. Anthony Fardet, \"Halte aux aliments ultra-transform\u00e9s\"). Diese Situation ist f\u00fcr die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung wie auch f\u00fcr die Umwelt beunruhigend. Die Produkte sind n\u00e4mlich problematisch, wenn sie in zu grossen Mengen konsumiert werden, da sie einen hohen Anteil an Zucker, Salz, qualitativ minderwertigen Fetten und Zusatzstoffen aufweisen. Man vermutet, dass sie bei chronischen Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei einigen Krebsarten eine Rolle spielen (insbesondere gem\u00e4ss einer prospektiven Kohortenstudie von Nutrinet-Sant\u00e9 in Frankreich). Auf globaler Ebene beg\u00fcnstigen stark verarbeitete Lebensmittel eine intensive und industrielle Landwirtschaft mit entsprechendem Preisdruck. Ausserdem f\u00fchren sie zu \u00fcberm\u00e4ssigem Transport, weil die Zutaten aufgrund des besten Preises und der verschiedenen Verarbeitungsprozesse oft aus aller Herren L\u00e4nder stammen. Zu guter Letzt verursacht die Verpackung grosse Mengen von Abfall. Ich stelle dem Bundesrat darum folgende Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln in der Schweiz und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung und die Umwelt?</p><p>2. Wie k\u00f6nnen die Konsumentinnen und Konsumenten \u00fcber die gesundheitlichen und umweltrelevanten Auswirkungen dieser Produkte informiert werden?</p><p>3. W\u00e4re es denkbar, eine Sensibilisierungskampagne zu realisieren oder Anreize zu schaffen, um den Konsum von gesunden, unverarbeiteten und frischen Lebensmitteln anstelle von stark verarbeiteten Produkten zu f\u00f6rdern?</p><p>4. Wie erreicht man die Zielgruppen, die vom Marketing dieser Produkte besonders angesprochen werden, insbesondere Kinder und junge Menschen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die nationale Ern\u00e4hrungserhebung Menu CH zeigt, dass in der Schweiz die Bev\u00f6lkerung zu viel S\u00fcsses, Salziges und Fleisch isst, wogegen der Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcsekonsum zu tief ist. Ein Ziel der Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie besteht daher insbesondere in der Verbesserung der Rezepturen von verarbeiteten Lebensmitteln, die wie Joghurt oder Fr\u00fchst\u00fcckszerealien zu einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung geh\u00f6ren. Im Fokus steht dabei nicht der Grad der Verarbeitung des Produkts, sondern die Bedeutung der Lebensmittelgruppe f\u00fcr eine ausgewogene Ern\u00e4hrung. Studien zeigen zudem, dass eine Ern\u00e4hrung gem\u00e4ss der Schweizer Lebensmittelpyramide zu einer starken Reduktion der Umweltbelastung f\u00fchren w\u00fcrde.</p><p>Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Erkl\u00e4rung von Mailand (freiwillige Zuckerreduktion bei Fr\u00fchst\u00fcckszerealien und Joghurt durch die wichtigsten Produzenten und Vertreter des Detailhandels) wird das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) den Dialog mit der Wirtschaft weiterf\u00fchren und weitere freiwillige Rezepturverbesserungen unterst\u00fctzen. </p><p>2./3. Die Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie hat zum Ziel, die Ern\u00e4hrungskompetenzen in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken. Die Ern\u00e4hrung spielt in allen Lebensphasen eine wichtige Rolle. Einfach umsetzbare Ern\u00e4hrungsempfehlungen helfen den verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen (z. B. schwangeren Frauen, \u00e4lteren Personen), eine bewusste Wahl zu treffen. Das BLV arbeitet mit verschiedenen Organisationen aus dem Bereich Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung zusammen, um diese Ern\u00e4hrungsinformationen f\u00fcr die Zielgruppen einfach zug\u00e4nglich zu machen. Weiter gehende Massnahmen oder Informationskampagnen zur F\u00f6rderung des Konsums bestimmter Lebensmittel sind nicht vorgesehen. </p><p>Die heute vorgeschriebenen Angaben auf den Verpackungen wie die N\u00e4hrwertdeklaration oder das Verzeichnis der Zutaten sind f\u00fcr viele Konsumentinnen und Konsumenten nur schwer verst\u00e4ndlich. Eine einfache zus\u00e4tzliche Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln k\u00f6nnte daher ein wertvolles Hilfsmittel beim Einkaufen sein. Das BLV ist im Dialog mit den interessierten Unternehmen, um die freiwillige Verwendung eines solchen Systems, z. B. des in Frankreich erfolgreich verwendeten Systems Nutri-Score, zu f\u00f6rdern.</p><p>4. \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen bleiben in der Schweiz ein Problem f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit. An Kinder gerichtete Werbung f\u00fcr zu s\u00fcsse, zu fetthaltige und zu salzige Esswaren beeinflusst nachweislich das Konsumverhalten und tr\u00e4gt zu einer ungesunden Ern\u00e4hrungsweise bei. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass freiwillige Selbstbeschr\u00e4nkungsmassnahmen der Branche ein geeignetes Mittel w\u00e4ren, um in diesem Zusammenhang den Schutz der Kinder sicherzustellen. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Ansatzes setzt jedoch voraus, dass gewisse Rahmenbedingungen erf\u00fcllt sind (unabh\u00e4ngiges Monitoring, \u00dcbernahme der N\u00e4hrwertkriterien der WHO). Das BLV ist auch diesbez\u00fcglich im Gespr\u00e4ch mit der Lebensmittelbranche.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1565740800000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512000217)\/","SubmissionDate":"\/Date(1557273600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5017,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}