{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193470,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193470,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3470","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die EU verbietet das gef\u00e4hrliche Pestizid Chlorothalonil. Was unternimmt die Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Chlorothalonil ist weltweit eines der h\u00e4ufigsten Pestizide. Als Reaktion auf eine Stellungnahme der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (Efsa) betreffend die Auswirkungen von Chlorothalonil auf die Gesundheit des Menschen und auf die Umwelt beabsichtigt die Europ\u00e4ische Union nun aber, die Verwendung dieses Pestizids zu verbieten. Es ist in der Tat nicht auszuschliessen, dass Chlorothalonil die DNA sch\u00e4digt. Seine Verwendung stellt zudem f\u00fcr Amphibien und Fische ein erh\u00f6htes Risiko dar. Aktuelle Studien zeigen schliesslich, dass der Einsatz von Chlorothalonil verantwortlich sein k\u00f6nnte f\u00fcr die abnehmende Zahl von Insekten, insbesondere von Hummeln. Auch \u00fcber die Auswirkungen dieses Fungizids auf Bienen werden Studien durchgef\u00fchrt - es wird vermutet, dass Chlorothalonil die Bienen anf\u00e4lliger f\u00fcr gewisse Parasiten macht.</p><p>Das europaweite Verbot wird formell in diesem Fr\u00fchling beschlossen. In der Schweiz wird Chlorothalonil - es z\u00e4hlt zu den zehn meistverkauften Pestiziden - f\u00fcr den Getreide- und Gem\u00fcseanbau verwendet. 2017 wurden 45 Tonnen dieses Produkts verwendet. </p><p>Ich stelle dem Bundesrat die folgenden Fragen:</p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat die Gef\u00e4hrlichkeit von Chlorothalonil ein, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen und auf die Umwelt?</p><p>2. Wird der Bundesrat sich der Entscheidung der EU anschliessen und die Verwendung dieses Produkts in der Schweiz verbieten? Falls nicht, warum nicht?</p><p>3. Welche langfristigen Alternativen zur Verwendung dieses Fungizids stehen f\u00fcr Landwirtschaft und Gem\u00fcseanbau zur Verf\u00fcgung? Sind sie f\u00fcr die betroffenen Personen einfach erh\u00e4ltlich und handhabbar, oder m\u00fcssten begleitende Massnahmen ins Auge gefasst werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Im Rahmen der von der EU durchgef\u00fchrten \u00dcberpr\u00fcfung der Zulassung von Chlorothalonil als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln hat die Europ\u00e4ische Lebensmittelsicherheitsbeh\u00f6rde (Efsa) eine neue Bewertung des Risikos, das mit diesem Wirkstoff verbunden ist, durchgef\u00fchrt. Die Efsa kam zum Schluss, dass ein Risiko f\u00fcr die menschliche Gesundheit durch das Vorkommen von Metaboliten im Grundwasser nicht auszuschliessen ist. Die Efsa hat auch ein Risiko f\u00fcr Amphibien und Fische festgestellt. Basierend auf dieser neuen Risikobewertung hat die EU-Kommission am 29. April 2019 beschlossen, die Genehmigung f\u00fcr Chlorothalonil nicht zu erneuern. Den Mitgliedstaaten wird eine Frist bis April 2020 einger\u00e4umt, um die betroffenen Produkte vom Markt zu nehmen. In der Schweiz wurden 2018 von einigen Kantonen Chlorothalonil-Metaboliten in Quellen festgestellt. Im Dezember desselben Jahres leitete das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) ein gezieltes Pr\u00fcfverfahren zur gesundheitlichen Relevanz dieser Metaboliten f\u00fcr die Menschen ein. Die von der EU durchgef\u00fchrte Risikobewertung zeigt, dass diese Metaboliten in Zukunft als relevant zu betrachten sind und dass Notwendigkeit zum Handeln besteht, um ihr Vorkommen im Grundwasser zu reduzieren. In Absprache mit dem BLV hat das BLW das Verfahren zum Widerruf der Bewilligungen f\u00fcr Produkte, die Chlorothalonil enthalten, in die Wege geleitet. Falls keine Beschwerden eingehen, d\u00fcrfte dieser Widerruf Anfang Herbst 2019 wirksam werden.</p><p>3. Die nachhaltigste Alternative, um den Einsatz von Fungiziden zu reduzieren, ist sicherlich die Verwendung resistenter Sorten. Allerdings sind solche Sorten weder f\u00fcr alle Kulturen noch gegen alle Krankheiten erh\u00e4ltlich, insbesondere f\u00fcr solche Arten, die im Ausland gez\u00fcchtet werden (z. B. Gem\u00fcse) und f\u00fcr die die Krankheitsresistenz in den Zuchtprogrammen kein entscheidendes Kriterium darstellt. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen diese resistenten Sorten zuerst auf dem Markt Fuss fassen, was gerade bei Obst und Wein nur langsam geschieht. F\u00fcr Obst, Wein und Getreide z\u00fcchtet Agroscope seit Jahren f\u00fcr die Schweiz angepasste Sorten mit starkem Fokus auf die wichtigsten Krankheitsresistenzen.</p><p>Zurzeit gibt es f\u00fcr die meisten Anwendungen von Chlorothalonil alternative Wirkstoffe. Das Kontaktfungizid Chlorothalonil wirkt allerdings unspezifisch, was es von anderen Kontaktfungiziden unterscheidet, die oft spezifisch wirken und eine h\u00f6here Gefahr aufweisen, dass der Erreger eine Resistenz entwickelt. Der Wegfall von Chlorothalonil beeintr\u00e4chtigt somit die zur Vermeidung von Resistenzbildung eingesetzten Strategien.</p><p>Der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel bezweckt zudem, diejenigen Programme zu unterst\u00fctzen, die darauf hinarbeiten, dass auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet wird. Als Begleitmassnahme unterst\u00fctzt das Extenso-Programm Landwirte, die auf den Einsatz von Fungiziden und Insektiziden beim Anbau von Getreide, Raps, Sonnenblumen, Futtererbse, Ackerbohne und Lupine verzichten, mit Beitr\u00e4gen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1565740800000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"10|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690513047680)\/","SubmissionDate":"\/Date(1557360000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5017,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Europapolitik|Umwelt"}}