{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193482,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193482,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3482","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Stillstand, ja gar beunruhigender R\u00fcckgang","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit 2007 hat die Schweiz ein Gesetz \u00fcber die Landessprachen, das sch\u00f6ne Bestimmungen zur Mehrsprachigkeit enth\u00e4lt, auf die die Schweiz so stolz ist. Die allt\u00e4gliche Realit\u00e4t in der Bundesverwaltung ist jedoch eine andere. W\u00e4hrend mehrere Kantone ihre Verbundenheit mit den Landessprachen im Unterricht bekr\u00e4ftigt haben, tut sich die Verwaltung schwer, mit gutem Beispiel voranzugehen.</p><p>In f\u00fcnf von sieben Departementen spricht man auf F\u00fchrungsebene haupts\u00e4chlich Deutsch. Deutsch ist die Muttersprache von 63 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. 70 bis 75 Prozent des Personals der Bundesverwaltung sprechen Deutsch. Italienisch ist schlicht das vernachl\u00e4ssigte Stiefkind.</p><p>Die Situation ist beunruhigend. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat deshalb vor:</p><p>1. um die Rekrutierung des Personals so zu steuern, dass die Mehrsprachigkeit unseres Landes besser abgebildet ist;</p><p>2. um die Sprachkompetenzen des Personals zu f\u00f6rdern;</p><p>3. um die Umsetzung der Sprachenverordnung und des Sprachengesetzes regelm\u00e4ssig zu evaluieren, insbesondere die Einhaltung der Quoten (Franz\u00f6sisch zwischen 21,5 und 23,5 Prozent, Italienisch zwischen 6,5 und 8,5 Prozent, R\u00e4toromanisch zwischen 0,5 und 1 Prozent)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Im Sprachenbereich wird alle vier Jahre eine Evaluation der Umsetzung des Sprachengesetzes und der Sprachenverordnung (SpV; SR 441.11) vorgenommen (Art. 8d Abs. 4 SpV). Die Entwicklung der Sprachenanteile wird im j\u00e4hrlichen Reporting Personalmanagement dargestellt (Art. 8d Abs. 1 SpV). Das Personalreporting 2018 liefert einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Vertretung der Sprachgemeinschaften. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, wurde dieses Jahr entschieden, die Detailauswertung mit dem Evaluationsbericht 2015-2019 \"F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Evaluationsbericht zuhanden des Bundesrats mit Empfehlungen zur Mehrsprachigkeitspolitik\" (Art. 8d Abs. 4 SpV) herauszugeben. Die Departemente nehmen gegenw\u00e4rtig die entsprechenden Auswertungen vor (Sprachenanteile und Sprachkompetenzen), auf deren Grundlage sie ihre Massnahmen f\u00fcr die n\u00e4chste Legislatur bestimmen k\u00f6nnen.</p><p>1. Bei Stellenbesetzungen ist gem\u00e4ss Artikel\u00a07 SpV die Vertretung der Sprachgemeinschaften in der Bundesverwaltung zu ber\u00fccksichtigen, indem die Arbeitgeber sicherstellen, dass Personen aller Sprachgemeinschaften bei der Vorauswahl ber\u00fccksichtigt und zu Vorstellungsgespr\u00e4chen eingeladen werden, sofern sie die objektiven Kriterien erf\u00fcllen. Bei gleichwertiger Qualifikation werden vorrangig Personen eingestellt, die einer in der betreffenden Verwaltungseinheit untervertretenen Sprachgemeinschaft angeh\u00f6ren; dies gilt insbesondere f\u00fcr Kaderstellen.</p><p>2. Gem\u00e4ss Weisungen des Bundesrates zur F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung vom 27. August 2014 f\u00f6rdern die Verwaltungseinheiten die Verbesserung der Sprachkenntnisse ihrer Angestellten und die interkulturelle Kommunikation. Das Ausbildungszentrum Bund (AZB) und die Verwaltungseinheiten sorgen daf\u00fcr, dass die Angestellten zu Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten in Deutsch, Franz\u00f6sisch und Italienisch Zugang haben, insbesondere in den Bereichen Kaderausbildung und Nachwuchsf\u00f6rderung. Von 2014 bis 2018 ist ein deutlicher Fortschritt bei der Sprachausbildung innerhalb des vom EPA verwalteten Rahmenvertrags festzustellen. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich von 2854 auf 5603 praktisch verdoppelt. Besucht wurden zu 80 Prozent Deutsch-, Franz\u00f6sisch- und Italienischkurse. Weitere F\u00f6rdermassnahmen erg\u00e4nzen dieses Angebot.</p><p>3. Bei der Evaluation der Umsetzung des Gesetzes und der Vertretung der Sprachgemeinschaften zeigen die offiziellen Daten des EPA, dass Anstrengungen f\u00fcr ein ausgewogenes Ergebnis unternommen wurden. Im Zeitraum 2014-2018 beobachten wir:</p><p>- einen tendenziellen R\u00fcckgang beim Deutschanteil, der weiterhin \u00fcber dem Zielband der SpV liegt (von 71,8 Prozent auf 70,8 Prozent \u00fcber alle Lohnklassen; in den Lohnklassen 34-38 von 73 Prozent auf 72,2 Prozent; in den Lohnklassen 24-29 von 74 Prozent auf 73,4 Prozent);</p><p>- einen tendenziellen Anstieg beim Franz\u00f6sischanteil (von 21,1 Prozent auf 22,1 Prozent \u00fcber alle Lohnklassen), wobei beim mittleren Kader der Lohnklassen 24-29 und beim F\u00fchrungskader der Lohnklassen 34-38 eine Verbesserung von 20,8 auf 21 Prozent bzw. von 21,4 auf 22,5 Prozent, bei den Lohnklassen 30-38 hingegen eine Verschlechterung von 22,6 auf 21,7 Prozent (noch im Zielband der SpV) festzustellen ist;</p><p>- eine Vertretung der italienischsprachigen Gemeinschaft, die im Zielband der SpV liegt (2014: 6,9 Prozent; 2015, 2016, 2017: 7 Prozent; 2018: 6,6 Prozent, \u00fcber alle Lohnklassen, ganze Bundesverwaltung, Reporting Personalmanagement 2018, EPA). Bei den einzelnen Lohnklassen verbessert sich zwar der Anteil beim F\u00fchrungskader (Lohnklassen 34-38) von 4,8 auf 5,7 Prozent, das Zielband der SpV (6,5 Prozent) ist aber noch nicht erreicht. Das gilt auch f\u00fcr die Lohnklassen 30-38, wo der Anteil bei 4,1 Prozent stagniert, und die Lohnklassen 24-29, wo er bei 5 Prozent verharrt;</p><p>- einen gesamthaft leichten Anstieg beim R\u00e4toromanischanteil von 0,3 auf 0,4 Prozent (knapp unter dem Zielband der SpV) und einen R\u00fcckgang beim F\u00fchrungskader (Lohnklassen 34-38) von 0,8 Prozent auf 0 Prozent.</p><p>Seit 2013 wurden verschiedene Schritte unternommen. Sie zeigen positive Ergebnisse hinsichtlich der Zusammenarbeit, Koordination und Sensibilisierung in der Bundesverwaltung und auf nationaler und internationaler Ebene. Hervorzuheben ist auch das Projekt Evaluation der Sprachkompetenzen (ESK), mit welchem sich aufgrund von Angaben der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Sprachkapital des Bundes abbilden l\u00e4sst. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1565740800000)\/","SubmittedBy":"Fehlmann Rielle Laurence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512797203)\/","SubmissionDate":"\/Date(1557360000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5017,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Kultur"}}