{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193517,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193517,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3517","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie vertragen sich der naturnahe Waldbau und das Naturprodukt Schweizer Holz mit dem Einsatz von Insektiziden im Schweizer Wald?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Recherche der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr Umweltschutz (AefU) hat k\u00fcrzlich zutage gebracht, dass im Schweizer Wald im Jahre 2018 laut Hochrechnung etwa 700 Kilogramm hochtoxische Insektizide (wie Cypermethrin und Chlorpyrifos) ausgebracht wurden. Und dies, weil der Wald aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden zusehends als Holzlager genutzt wird. Das Nadelstammholz wird in der Folge mit Insektiziden gegen Sch\u00e4dlinge wie den Borkenk\u00e4fer behandelt. Doch im Schweizer Waldgesetz steht heute: \"Im Wald d\u00fcrfen keine umweltgef\u00e4hrdenden Stoffe verwendet werden\" (Art. 18 WaG). Ausnahmen sind zwar vorgesehen, doch scheinen nun laut Recherchen der AefU diese zur Regel zu werden. Von 25 kantonalen Forst\u00e4mtern bewilligten 2018 deren 22 den Einsatz dieser hochgiftigen Insektizide im Schweizer Wald, der als naturnah und mit dem \u00d6kolabel FSC/PEFC deklariert wird. Dieser Gifteinsatz in unserem Wald ist aus Umweltschutzgr\u00fcnden inakzeptabel, und er besch\u00e4digt das \u00f6kologische Image des Schweizer Holzes, auf das die Wald- und Holzbranche baut.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Haben tats\u00e4chlich 22 Kantone im Jahre 2018 von der Ausnahmebewilligung f\u00fcr den Insektizideinsatz im Wald Gebrauch gemacht? Kann man da noch von Ausnahmen sprechen, wie das Gesetz es vorsieht? Wie hoch ist die Menge der ausgebrachten Insektizide 2018 und in fr\u00fcheren Jahren, und um welche Wirkstoffe handelt es sich? Was tut der Bund, wenn einige Kantone Mengen, Markennamen und Wirkstoffe nicht angeben k\u00f6nnen und auch hochgiftige Pflanzenschutzmittel zum Einsatz gelangen, die nicht mehr zugelassen sind oder deren Anwendung bereits verboten ist? Gibt es noch weitere Anwendungsbereiche f\u00fcr Pestizide im Wald?</p><p>2. Wie vertr\u00e4gt sich dieser Insektizideinsatz im Schweizer Wald mit dem \u00d6kolabel FSC/PEFC und mit der naturnahen Waldbewirtschaftung sowie dem guten und wichtigen Image des \"Naturproduktes Schweizer Holz\"?</p><p>3. Welche umweltschonenden Alternativen gibt es, damit Nadelstammholz ohne Gift vor Sch\u00e4dlingen gesch\u00fctzt werden kann?</p><p>4. Ist der Bund bereit, die Holzbranche zu unterst\u00fctzen, damit Alternativmethoden wie beispielsweise die Lagerung ausserhalb des Waldes oder die Entrindung vor Ort umgesetzt werden k\u00f6nnen?</p><p>5. Ist der Bund bereit, ein Verbot des Einsatzes von Pestiziden im Wald zu pr\u00fcfen respektive die M\u00f6glichkeit dieser Ausnahmebewilligungen aus dem Waldgesetz zu streichen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Kantone sind f\u00fcr die Markt\u00fcberwachung von Pflanzenschutzmitteln und f\u00fcr die Kontrolle von deren vorschriftsgem\u00e4sser Verwendung zust\u00e4ndig. Dem Bund obliegt die Aufsicht \u00fcber den Vollzug der Kantone. Als Aufsichtsbeh\u00f6rde in Sachen Umweltschutzrecht stehen ihm allgemeine Aufsichtsmittel wie die konkrete Beanstandung einer Verletzung von Bundesrecht und deren Berichtigung, die Anweisung an Kantone sowie die Inspektion zur Verf\u00fcgung. Aus Sicht des Bundes gilt es festzuhalten, dass das Jahr 2018 ein ausgesprochen trockenes, von St\u00fcrmen und hohen Borkenk\u00e4ferdichten gepr\u00e4gtes Jahr war - was besonders viele phytosanit\u00e4re Holzeinschl\u00e4ge erforderte. Dar\u00fcber hinaus ist zu beachten, dass Pflanzenschutzmittel nur punktuell eingesetzt werden und Ausnahmebewilligungen somit nicht fl\u00e4chendeckend f\u00fcr ein ganzes Kantonsgebiet Geltung erlangen. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft publiziert ein Verzeichnis der zugelassenen Pflanzenschutzmittel.</p><p>2. Der Schweizer Wald wird nachhaltig und naturnah bewirtschaftet. Die Waldbewirtschaftung und die Holzernte erfolgen schonend. Das Waldgesetz (SR 921.0) besagt, dass im Wald keine umweltgef\u00e4hrdenden Stoffe verwendet werden d\u00fcrfen. Das FSC-Label muss sich an die gesetzlichen Vorgaben halten und kann gegebenenfalls strengere Anforderungen definieren.</p><p>3.-5. In normalen Jahren wird das geschlagene Holz m\u00f6glichst rasch abtransportiert und verarbeitet, sodass keine aufwendige Entrindung oder Behandlung der Holzst\u00e4mme im Wald n\u00f6tig ist. Wenn dagegen, wie aktuell der Fall, aufgrund von nat\u00fcrlichen Ereignissen wie Sturm, Trockenheit und K\u00e4ferbefall viel Holz anf\u00e4llt, ist eine rasche Abfuhr aus dem Wald aus logistischen Gr\u00fcnden nicht machbar. Die S\u00e4gereien k\u00f6nnen die anfallenden Mehrmengen nicht sofort verarbeiten und nehmen den Waldbesitzern das Holz nicht ab.</p><p>Wenn viele phytosanit\u00e4re Holzeinschl\u00e4ge notwendig sind, besteht die Grundproblematik in fehlendem Raum f\u00fcr Rundholzlager und in der beschr\u00e4nkten Holzverarbeitungskapazit\u00e4t f\u00fcr diesen ausserordentlichen Holzanfall. Pflanzenschutzmittel werden unter diesen ung\u00fcnstigen Rahmenbedingungen punktuell einerseits f\u00fcr den Schutz umstehender gesunder B\u00e4ume, andererseits zur Sicherstellung der Holzqualit\u00e4t eingesetzt.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass integrale L\u00f6sungen f\u00fcr den Umgang mit der Herausforderung von zunehmenden abiotischen und biotischen St\u00f6rungen aufgrund des Klimawandels n\u00f6tig sind. Im Rahmen der Umsetzung der Waldpolitik will er daher die fachlichen und gesetzlichen Grundlagen sowie organisatorische und technische Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln pr\u00fcfen. Zusammen mit den Kantonen \u00fcberpr\u00fcft er auch die Vollzugsverfahren. Gest\u00fctzt auf die Resultate wird er evaluieren, ob zusammen mit der Wald- und Holzwirtschaft wirksame Massnahmen zur Minimierung und gegebenenfalls Aufgabe des Pflanzenschutzmitteleinsatzes bei der Lagerung von Holz im Wald abgeleitet werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1567555200000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690512168673)\/","SubmissionDate":"\/Date(1557360000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5017,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}