{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193617,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193617,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3617","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Diskriminierung der Frauen in der Sportberichterstattung und Sportf\u00f6rderung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Medien vermitteln mit ihrer Darstellung von Frauen und M\u00e4nnern Rollen- und Aktivit\u00e4tsbilder. So leider auch bei der Sportberichterstattung. Dort wird der Eindruck vermittelt, dass Frauen kaum Sport machen, sich auch nicht f\u00fcr Sport interessieren und die sportlichen Leistungen von Frauen kaum erw\u00e4hnenswert sind. Die Idee der Gleichberechtigung in der Sportberichterstattung bleibt eine Idee ohne Realit\u00e4tsbezug, und das, obwohl es keinen Grund gibt zur Annahme, dass Frauen weniger Sport treiben als M\u00e4nner. Es braucht schon fast WM-Erfolge, bis \u00fcber die sportliche Leistung von Frauen berichtet wird. Das hat konkrete Folgen. Denn die F\u00f6rderung (inkl. Sponsoring) kommt jenen Sportarten zugute, \u00fcber welche am meisten berichtet wird (z. B. Fussball, Eishockey). Dabei handelt es sich um jene Sportarten, welche mehrheitlich von M\u00e4nnern ausge\u00fcbt werden. Folglich entstehen auch geschlechterspezifische Unterschiede in der F\u00f6rderung, die einen direkten Zusammenhang haben mit der mangelnden Sportberichterstattung \u00fcber Frauensport. </p><p>Das Bundesgesetz \u00fcber Radio und Fernsehen (RTVG) h\u00e4lt bei den Mindestanforderungen fest, dass die Sendungen nicht diskriminierend sein d\u00fcrfen. Die einseitige Berichterstattung \u00fcber sportliche Leistungen von M\u00e4nner(-teams) ist aber diskriminierend. Weiter steht in Abschnitt 2 Artikel\u00a04 Absatz\u00a04: \"Konzessionierte Programme m\u00fcssen in der Gesamtheit ihrer redaktionellen Sendungen die Vielfalt der Ereignisse und Ansichten angemessen zum Ausdruck bringen.\" Mit der klaren Bevorzugung von M\u00e4nner(-teams) in der Sportberichterstattung wird diesem Punkt nicht Rechnung getragen. Gerade jetzt zeigt sich die Ungleichbehandlung von Frauensport wieder exemplarisch an der Frauenfussball-WM und dem unverst\u00e4ndlichen Entscheid des Schweizer Fernsehens nur einzelne Spiele zu \u00fcbertragen.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um Stellungnahme zu folgenden Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Tatsache, dass sich die Sportberichterstattung entgegen den gesetzlichen Bestimmungen vorwiegend um M\u00e4nner(-teams) dreht? </p><p>2. Ist er bereit, Massnahmen zu ergreifen, die den Frauensport besser repr\u00e4sentieren und f\u00f6rdern? Wenn ja, welche?</p><p>3. Ist er bereit, ein Gender-Budgeting in der Sportf\u00f6rderung zu machen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. F\u00fcr den Bundesrat ist es Aufgabe des medialen Service public, alle Gesellschaftsschichten zu erreichen, die soziale Koh\u00e4sion zu f\u00f6rdern und somit die Gleichbehandlung der Geschlechter in seinen Angeboten geb\u00fchrend zu ber\u00fccksichtigen. Auch auf internationaler Ebene sieht sich die Schweiz mit dieser Forderung konfrontiert, so zum Beispiel aufgrund des Berichtes des Uno-Ausschusses f\u00fcr die Beseitigung der Diskriminierung der Frau vom 18. November 2016. Der Europarat seinerseits hat sich mit einer Empfehlung des Ministerrates vom 10. Juli 2013 f\u00fcr die F\u00f6rderung der Geschlechtergleichbehandlung im Mediensektor ausgesprochen. Der Bundesrat hat darauf reagiert und mit der Neukonzessionierung der SRG im Jahr 2018 ein entsprechendes Signal gesetzt. Gem\u00e4ss Artikel\u00a03 Absatz\u00a03 der Konzession SRG SSR vom 29. August 2018 (SRG-Konzession; BBl 2018 5545) muss sich die SRG um eine angemessene Darstellung und Vertretung der Geschlechter in ihrem publizistischen Angebot bem\u00fchen. Dazu geh\u00f6rt, dass Frauensport bei der SRG kein Nischendasein fristet.</p><p>Gem\u00e4ss den Angaben der SRG nehmen bei rund 55 Prozent der 2019 von der SRG geplanten und bereits ausgestrahlten Sportevents sowohl Athletinnen als auch Athleten teil. Rund 35 Prozent der Sportproduktionen sind reine M\u00e4nner-, rund 10 Prozent reine Frauenwettbewerbe. Folglich berichtet die SRG in der Tat etwas weniger \u00fcber Sportlerinnen. Die SRG setzt die Priorit\u00e4t konzessionsgem\u00e4ss auf Sportarten und Sportereignisse, die einen wesentlichen Bezug zur Schweiz aufweisen (vgl. Art. 10 der SRG-Konzession), unabh\u00e4ngig von der Geschlechterfrage. Sie begleitet die Karriere von erfolgreichen Schweizer Sportlerinnen im Programm umfangreich und baut die Berichterstattung zur betreffenden Sportart aus, so beispielsweise beim Biathlon und beim Kunstturnen. Hinsichtlich der Frauenfussball-WM hat die SRG trotz Nichtqualifikation des Schweizer Frauenteams 25 Spiele live ausgestrahlt, sei es auf den Kan\u00e4len SRF, RTS und RSI oder mehrheitlich auf ihren Internetkan\u00e4len und Sportapplikationen.</p><p>Folglich teilt der Bundesrat die Ansicht nicht, dass dem Schweizer Publikum ein irref\u00fchrendes und unrealistisches Bild \u00fcber Frauensport vermittelt wird. Er begr\u00fcsst es jedoch sehr, dass die SRG ihre Leistungen f\u00fcr die Berichterstattung \u00fcber Frauen im Sport verst\u00e4rkt.</p><p>2./3. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass auch im Bereich der Sportf\u00f6rderung ein gewisser Gender Gap besteht. Er hat jedoch nur sehr bedingte M\u00f6glichkeiten, korrigierend darauf einzuwirken. </p><p>Im Bereich des Leistungssports erfolgt die F\u00f6rderung durch den Bund f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen gleich. Wer die von den Verb\u00e4nden definierten Voraussetzungen f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung erf\u00fcllt, profitiert nach gleichen Massst\u00e4ben. Im Rahmen von Leistungsvereinbarungen mit Swiss Olympic wird sichergestellt, dass Bundesgelder in diesem Sinne eingesetzt werden. Das gilt auch im Bereich Spitzensportf\u00f6rderung durch die Armee.</p><p>Im Bereich des Breitensports f\u00f6rdert der Bund den Sport bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Programms \"Jugend und Sport\". In detaillierten Vorschriften auf Ebene Verordnung ist klar geregelt, unter welchen Voraussetzungen Beitr\u00e4ge ausgerichtet werden k\u00f6nnen. Diese Vorschriften sind genderneutral. Beim Programm \"Jugend und Sport\" liegt der Anteil der M\u00e4dchen und jungen Frauen bei rund 41 Prozent. Aktuell werden verwaltungsintern Massnahmen gepr\u00fcft, ob und gegebenenfalls wie dieser Prozentsatz erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte. Der Bundesrat wird in Erf\u00fcllung des Postulates Lohr 18.3846, \"T\u00e4gliche Sport- und Bewegungsaktivit\u00e4ten im Kindes- und Jugendalter\", einen Bericht vorlegen und sich darin auch zu m\u00f6glichen Ans\u00e4tzen f\u00fcr eine bessere und vor allem gendergerechte F\u00f6rderung von M\u00e4dchen und jungen Frauen \u00e4ussern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1565740800000)\/","SubmittedBy":"K\u00e4lin Ir\u00e8ne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|34|1236","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511057643)\/","SubmissionDate":"\/Date(1560470400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Medien und Kommunikation|Menschenrechte"}}