{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193628,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193628,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3628","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Work Smart und Village Office","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz etablieren sich zunehmend neue Arbeitsformen, die von den Potenzialen der Digitalisierung profitieren. Dazu z\u00e4hlen Ans\u00e4tze wie Village Office, Coworking Spaces, Work Smart oder Home-Office. Diese, gesellschaftlich betrachtet, intelligenten und damit smarten Arbeitsformen haben das Potenzial, die Arbeitswelt grundlegend zu ver\u00e4ndern. Sie stellen damit auch eine Chance f\u00fcr periphere Regionen dar, die ansonsten mit dem Handicap grosser r\u00e4umlicher Distanzen konfrontiert sind. Sie k\u00f6nnen somit auch zu einer Reduktion der Pendlerstr\u00f6me f\u00fchren. Dies nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch grenz\u00fcberschreitend. In diesem Zusammenhang gestatte ich mir, dem Bundesrat folgende Fragen zu stellen: </p><p>1. Welche M\u00f6glichkeiten sieht der Bundesrat, um Unternehmungen Anreize zu geben, damit sie vermehrt auf smarte Arbeitsformen setzen?</p><p>2. Wie beurteilt er die Auswirkungen smarter Arbeitsformen auf den Pendlerverkehr innerhalb der Schweiz und vom Ausland in die Schweiz?</p><p>3. Wie sch\u00e4tzt er in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Nachfrage nach Gesch\u00e4ftsimmobilien ein?</p><p>4. Welche Potenziale sieht er in den erw\u00e4hnten neuen Arbeitsformen f\u00fcr die Entwicklung peripherer Regionen?</p><p>5. Welchen Handlungsbedarf sieht der Bundesrat f\u00fcr die Ausstattung peripherer Regionen mit digitalen Infrastrukturen, damit sie die Potenziale der smarten Arbeitsformen nutzen k\u00f6nnen?</p><p>6. Unterst\u00fctzt er eine Ausweitung der Work-Smart-Charta, welche er unterschrieben hat, auf die Wirkungsthemen der peripheren Gebiete?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat unterst\u00fctzt aus \u00f6kologischen, sozialpolitischen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden flexible Arbeitsformen, welche beispielsweise durch Coworking Spaces oder Home-Office erm\u00f6glicht werden. Wenn Arbeitnehmende vermehrt zu Hause oder in der N\u00e4he ihres Wohnortes arbeiten, werden Pendlerstr\u00f6me mit \u00f6ffentlichen und privaten Verkehrsmitteln reduziert. Ausserdem kann durch flexible Arbeitsformen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gef\u00f6rdert werden. Telearbeit f\u00fchrt aber auch aufseiten der Arbeitgeber zu positiven Effekten. </p><p>1. Der Bundesrat setzt Unternehmungen keine konkreten Anreize, flexible Arbeitsformen einzusetzen, sondern \u00fcberl\u00e4sst die Entscheidung den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Zu beachten ist, dass rund 45 Prozent aller Erwerbst\u00e4tigen nicht mobil arbeiten k\u00f6nnen (Quelle: FHNW 2016: Flex Work Survey). Zudem stellen sich oft grosse Herausforderungen an die Arbeitsorganisation und die Zusammenarbeit im Betrieb. </p><p>Um Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Orientierung \u00fcber Telearbeit bzw. \u00fcber Home-Office im Speziellen zu verschaffen, ver\u00f6ffentlichte das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) dieses Jahr eine Brosch\u00fcre (Arbeiten zu Hause - Homeoffice; www.seco.admin.ch &gt; Publikationen). Diese dokumentiert, welche geeigneten Vorkehrungen gem\u00e4ss geltendem Arbeitsrecht f\u00fcr den Gesundheitsschutz getroffen werden m\u00fcssen, falls die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Home-Office besteht, und zeigt wichtige Faktoren auf, die dabei beachtet werden sollten. </p><p>2. Der Bundesrat geht davon aus, dass moderne Arbeitsformen auf Basis digitaler Technologien die Verkehrsinfrastruktur entlasten k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glichen, auf Arbeitswege und Dienstreisen zu verzichten, diese auf kollektive Transportmittel zu verlagern oder ausserhalb der Spitzenzeiten zu reisen und die Verkehrsspitzen zu entlasten. Studien sch\u00e4tzen das Entlastungspotenzial in Spitzenzeiten auf 10 bis 25 Prozent (Quellen: Ecoplan, 2015: Verkehrsinfrastrukturen smarter nutzen dank flexibler Arbeitsformen; SBB und Swisscom/FHNW, 2013: Work anywhere). Grenz\u00fcberschreitend sind die Entlastungspotenziale vermutlich kleiner, da dort Besch\u00e4ftigte mit fixen Pr\u00e4senzzeiten \u00fcberwiegen. Wie stark diese Effekte in Zukunft wirken werden, h\u00e4ngt von der Verkehrs- und Raumordnungspolitik sowie von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen ab. </p><p>3. Mit h\u00f6heren Anteilen von Mitarbeitern mit modernen Arbeitsformen wird z. B. Desk Sharing beg\u00fcnstigt, was eine Abnahme des Fl\u00e4chenbedarfs pro Mitarbeitenden mit sich bringt. Experten gehen von einem R\u00fcckgang von rund einem Drittel des heutigen Bedarfs an B\u00fcroarbeitspl\u00e4tzen aus (Quelle: Rat f\u00fcr Raumordnung, 2019: Megatrends und Raumentwicklung Schweiz). Dies k\u00f6nnte die Nachfrage nach Gesch\u00e4ftsimmobilien in zentralen Lagen etwas vermindern. Durch die Entwicklung des ortsunabh\u00e4ngigen Arbeitens werden andere Arten von Arbeitspl\u00e4tzen ben\u00f6tigt (u. a. Arbeitsplatz zu Hause, Third Places wie z. B. Coworking Spaces). Dies k\u00f6nnte im Gegenzug zu einer gewissen Nachfragesteigerung in Orten mit mittlerer Zentralit\u00e4t und in Wohngebieten f\u00fchren. </p><p>4. Die Digitalisierung erleichtert ortsunabh\u00e4ngiges Arbeiten und erweitert den Radius f\u00fcr die Arbeitskraftrekrutierung von Unternehmen. Durch Home-Office und Coworking-Angebote l\u00e4sst sich auch in l\u00e4ndlichen Regionen vermehrt ein attraktives Umfeld f\u00fcr Unternehmen und Arbeitskr\u00e4fte schaffen. Weiter k\u00f6nnen dezentrales Wohnen und Konsumieren Aufwind erfahren. Auch der sogenannte Arbeitstourismus birgt ein Potenzial f\u00fcr periphere Gebiete. </p><p>5. Dem Bundesrat ist - wie in seiner Antwort auf die Interpellation Candinas 16.3337 ausgef\u00fchrt - eine gute Versorgung der Bev\u00f6lkerung und der Wirtschaft mit digitalen Infrastrukturen wichtig. Dabei setzt er prim\u00e4r auf eine marktgetriebene Erschliessung aller Landesgegenden mit leistungsf\u00e4higen Telekominfrastrukturen. Der Grundversorgung kommt eine subsidi\u00e4re Rolle zu. Die Einf\u00fchrung des neuen Mobilfunkstandards (5G) bietet neue M\u00f6glichkeiten punkto Breitbandversorgung. Im Rahmen der neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) werden Coworking-Angebote in peripheren Regionen gef\u00f6rdert (z. B. Mountain Hub Adelboden, Kreativfabrik Oberkirch, Mia Engiadina). Die NRP kann zudem bei vorwettbewerblichen und \u00fcberbetrieblichen Projekten im Zusammenhang mit digitalen Infrastrukturen in peripheren Gebieten eingesetzt werden. Im Rahmen der Agrarpolitik wird derzeit eine Verordnungsanpassung f\u00fcr eine gezielte F\u00f6rderung des digitalen Zugangs f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe gepr\u00fcft. Dar\u00fcber hinaus sieht der Bundesrat aktuell keinen weiteren Handlungsbedarf. </p><p>6. Der Bundesrat hat die Charta der Work Smart Initiative in seiner Funktion als oberstes F\u00fchrungsorgan der Bundesverwaltung unterzeichnet. Damit st\u00e4rkt die Bundesverwaltung ihre Positionierung auf dem Arbeitsmarkt als moderne Arbeitgeberin mit attraktiven Anstellungsbedingungen und nimmt gleichzeitig eine Vorbildrolle ein. Die Frage wird dahingehend verstanden, dass eine bessere Bekanntmachung und Unterst\u00fctzung der Charta bei und von Unternehmen im peripheren Raum gew\u00fcnscht wird. Dies ist begr\u00fcssenswert. Der Bund wird sich im Rahmen des Netzwerkes der Work Smart Initiative auch daf\u00fcr einsetzen. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566345600000)\/","SubmittedBy":"Egger Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|34|44|48|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511889173)\/","SubmissionDate":"\/Date(1560729600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Verkehr|Raumplanung und Wohnungswesen"}}