{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193658,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193658,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3658","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie bringt man mehr Diversit\u00e4t in die Finanzbranche?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Studie von Wyman besagt, dass in Schweizer Finanzunternehmen nur 5 Prozent aller Gesch\u00e4ftsleitungsmitglieder Frauen sind. Viel weniger als in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, Nigeria, Polen oder Indien. Damit liegt die Schweiz deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt (Platz 30 von 32 untersuchten L\u00e4ndern). Eine Studie von Swissuniversities zeigt zudem, dass Frauen in den Wirtschaftswissenschaften unterrepr\u00e4sentiert sind und dass Master-Absolventinnen der Wirtschaftswissenschaften seltener qualifizierte Stellen finden als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen. Doch laut der Beratungsfirma McKinsey wie auch dem Credit Suisse Research Institute f\u00fchrt eine h\u00f6here Diversit\u00e4t in Firmen zu h\u00f6herer langfristiger Wertgenerierung. Die Studie des Credit Suisse Research Institute zeigt, dass Unternehmen mit einem Frauenanteil in F\u00fchrungspositionen von 50 Prozent und mehr u. a. ein h\u00f6heres Umsatzwachstum aufweisen. Mit Gender Lens Investing gibt es nun einen wenig erstaunlichen Trend. Das Schweizer Start-up \"Think Yellow\" ist aktuell daran, ein Anlagevehikel aufzusetzen, welches auf Gleichberechtigung setzt. Umso irritierender, dass die beiden involvierten Finanzakteure (Baloise und Julius B\u00e4r) im Durchschnitt lediglich etwa 15 Prozent Frauen in Gesch\u00e4ftsleitung und Verwaltungsrat haben. Wie w\u00e4re es mit \"walk the talk\"?</p><p>Ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie viele Frauen sind im Finanzsektor t\u00e4tig, welche Studienrichtungen haben sie studiert und welche berufliche Langzeitentwicklung haben sie innerhalb des Finanzsektors?</p><p>2. Welche Anreize gedenkt der Bundesrat umzusetzen, um mehr jungen Frauen den Zugang zu den Studien zu erm\u00f6glichen, deren Absolventinnen oft im Finanzsektor arbeiten (z. B. Banking and Finance, Wirtschaftswissenschaften, BWL, VWL u. a.)? Wie k\u00f6nnte analog zu den Mint-F\u00e4chern auch eine F\u00f6rderung von Diversit\u00e4t in den Wirtschaftswissenschaften schlussendlich eine Diversit\u00e4t im Finanzbereich ausl\u00f6sen?</p><p>3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat umzusetzen, um die Diversit\u00e4t im Finanzsektor (Karrierelaufbahn, Vereinbarkeit Familie und Beruf usw.) zu erh\u00f6hen?</p><p>4. Wie gedenkt der Bundesrat Gender-Lens-Investitionsvehikel vermehrt zu f\u00f6rdern - ein Zukunftsmarkt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen in der Schweiz bieten Arbeit f\u00fcr gut 5 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen. Frauen machen knapp 40 Prozent der Besch\u00e4ftigten aus (BFS Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung 2018: rund 98 000 Frauen). 45 Prozent der besch\u00e4ftigten Frauen verf\u00fcgen \u00fcber einen Terti\u00e4rabschluss (18 Prozent h\u00f6here Berufsbildung, HBB; 27 Prozent Hochschulabschluss, HS). Davon kommt mit 85 Prozent der HBB- bzw. 54 Prozent der HS-Abschl\u00fcsse die Mehrheit aus dem Bildungsfeld Betriebswirtschaft und Verwaltung; bei den M\u00e4nnern sind es 78 Prozent der HBB-Abschl\u00fcsse und 46 Prozent der HS-Abschl\u00fcsse. </p><p>Gem\u00e4ss der Hochschulabsolventenbefragung finden beinahe alle Absolventen und Absolventinnen des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften innerhalb eines Jahres nach Abschluss eine Stelle. Sie sind h\u00e4ufiger als in anderen Fachbereichen bereits in einer F\u00fchrungsfunktion t\u00e4tig: Von den Master-Absolventen und -Absolventinnen einer universit\u00e4ren Hochschule (UH) sind es 17,2 Prozent der Frauen und 19,6 Prozent der M\u00e4nner. Von den Bachelor-Absolventen und -Absolventinnen einer Fachhochschule (FH) des Fachbereichs Wirtschaft und Dienstleistungen sind es 24 Prozent der Frauen und 34,5 Prozent der M\u00e4nner. Die Anteile in F\u00fchrungsfunktionen steigen dann innerhalb von f\u00fcnf Jahren nach Abschluss f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen deutlich an: Von den Master-Absolventen und -Absolventinnen UH finden sich 51,8 Prozent der Frauen und 54,2 Prozent der M\u00e4nner in einer F\u00fchrungsposition, von den Bachelor-Absolventen und -Absolventinnen FH 43,4 Prozent der Frauen und 57,3 Prozent der M\u00e4nner. Festzustellen ist, dass Frauen mit den Jahren anteilm\u00e4ssig aufholen und Karriere machen.</p><p>2. Rund 35 Prozent der UH-Master-Abschl\u00fcsse in den Wirtschaftswissenschaften und 46,8 Prozent der FH-Bachelor-Abschl\u00fcsse im Fachbereich Wirtschaft und Dienstleistungen - prozentual deutlich mehr als im Bereich Informatik und Technik - werden von Frauen erworben. Die von Bund und Kantonen mittels projektgebundener Beitr\u00e4ge unterst\u00fctzten Chancengleichheits- und Diversit\u00e4tsmassnahmen der Hochschulen erm\u00f6glichen weitere Verbesserungen. So bietet z. B. die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Bern Mentoring und flexible Besch\u00e4ftigungsmodelle zur Entlastung f\u00fcr Forscherinnen mit Care-Aufgaben an. Ebenso st\u00fctzt der SNF mit seinen Instrumenten die gezielte F\u00f6rderung von Frauen in ihrer Laufbahn (z. B. Prima zur F\u00f6rderung von exzellenten Forscherinnen). Diese Massnahmen zielen auch auf den Abbau von Gender-Stereotypen im Finanz- und Wirtschaftsbereich.</p><p>3. Ein zentrales Handlungsfeld der Fachkr\u00e4fte- und Gleichstellungspolitik des Bundes ist die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in allen Branchen, mit Fokus auf dem Abbau negativer Erwerbsanreize sowie der F\u00f6rderung von familienerg\u00e4nzenden Betreuungspl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder im Vorschul- und Schulalter. Das Impulsprogramm des Bundes zur Schaffung von neuen familienerg\u00e4nzenden Betreuungspl\u00e4tzen wurde bis 2023 verl\u00e4ngert. Zus\u00e4tzliche Finanzhilfen im Umfang von 100 Millionen Franken fokussieren seit 2018 auf die Reduktion der Drittbetreuungskosten der Eltern und die Verbesserung des Betreuungsangebots f\u00fcr erwerbst\u00e4tige Eltern. Gest\u00fctzt auf das Gleichstellungsgesetz werden zudem Programme mit dem Ziel der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie finanziert. Zurzeit behandelt das Parlament die Reform der Ehepaar- und Familienbesteuerung sowie die Erh\u00f6hung der steuerlichen Abz\u00fcge der Kinderdrittbetreuungskosten. </p><p>Zu erw\u00e4hnen ist auch die laufende Revision des Aktienrechts, die Geschlechterrichtwerte f\u00fcr Verwaltungsr\u00e4te (mind. 30 Prozent jedes Geschlechts) und f\u00fcr Gesch\u00e4ftsleitungen (mind. 20 Prozent jedes Geschlechts) in b\u00f6rsenkotierten Unternehmen vorsieht.</p><p>4. Die Grunds\u00e4tze des Bundesrates orientieren sich hinsichtlich Gender-Lens-Investitionsvehikel am Primat marktwirtschaftlicher L\u00f6sungen und an der Subsidiarit\u00e4t staatlichen Handelns. Es wird auf Subventionen und Nischenf\u00f6rderung verzichtet. Gender Lens Investing ist bereits heute in der Schweiz m\u00f6glich. Der Bundesrat hat seine Finanzmarktpolitik darauf ausgerichtet, Rahmenbedingungen zu verbessern und Innovationen zu erm\u00f6glichen, insbesondere auch im Bereich Sustainable Finance (nachhaltige Kapitalanlagen), zu dem Gender Lens Investing gez\u00e4hlt wird. Die Initiative f\u00fcr diese Produkte soll indessen von der Branche ausgehen. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566950400000)\/","SubmittedBy":"Marti Samira","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511292250)\/","SubmissionDate":"\/Date(1560902400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}