{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193706,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193706,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3706","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reduktion der Krankheitslast von nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Bund und Kantone haben die Nationale Strategie zur Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten 2017-2024 verabschiedet. Mit Blick auf deren Umsetzung bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die \u00dcberzeugung, dass mit ausgew\u00e4hlten, wissenschaftlich abgest\u00fctzten Vorsorgemassnahmen durch Gesundheitsfachleute (z. B. im Rahmen eines Check-ups) die Krankheitslast und fr\u00fchzeitige Todesf\u00e4lle durch chronische Krankheiten in der Schweizer Bev\u00f6lkerung signifikant reduziert werden k\u00f6nnen?</p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, den Gesundheitsfachleuten - analog zu den offiziellen Impfempfehlungen - jene Vorsorgemassnahmen zu empfehlen, welche nachgewiesenermassen wirkungsvoll sind und deshalb sinnvollerweise systematisch ergriffen werden sollten - mit dem erw\u00fcnschten Nebeneffekt, dass nicht sinnvolle Massnahmen und deren Kosten vermieden werden?</p><p>3. Ist der Bundesrat gewillt, solche offiziellen nationalen Empfehlungen gest\u00fctzt auf die aktuelle wissenschaftliche Evidenz laufend auf dem neusten Stand zu halten, diese zu verbreiten und deren Anwendung zu f\u00f6rdern?</p><p>4. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die wirkungsvollen Vorsorgemassnahmen nicht konsequent und systematisch genug angewendet werden, um deren volles Potenzial auszusch\u00f6pfen, und gedenkt er, sich hierf\u00fcr mindestens so engagiert einzusetzen wie beispielsweise bei der Vermeidung von Infektionskrankheiten oder Unf\u00e4llen?</p>","ReasonText":"<p>Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten verursachen 80 Prozent der gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz. Rund 2,2 Millionen Menschen leiden an einer nicht\u00fcbertragbaren Krankheit. J\u00e4hrlich sterben fast 9000 Menschen vorzeitig (vor dem 70. Lebensjahr) an einer solchen Krankheit. Bei den M\u00e4nnern sind nicht\u00fcbertragbare Krankheiten f\u00fcr die H\u00e4lfte, bei den Frauen f\u00fcr 60 Prozent aller fr\u00fchzeitigen verlorenen Lebensjahre (vor dem 70. Lebensjahr) verantwortlich. Die alte Volksweisheit \"Vorbeugen ist besser als Heilen\" hat nach wie vor ihre G\u00fcltigkeit, und trotzdem werden in der Schweiz lediglich 2,2 Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem in die Vorsorge investiert.</p><p>Mit Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention k\u00f6nnen nicht\u00fcbertragbare Krankheiten vermindert und die durch die Krankheitslast direkt und indirekt verursachten Kosten reduziert werden. Bund und Kantone wollen dieser Erkenntnis mit der Nationalen Strategie Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) 2017-2024 Rechnung tragen. Die \u00fcbergeordneten langfristigen Ziele dieser Strategie lauten:</p><p>1. D\u00e4mpfung des durch nicht\u00fcbertragbare Krankheiten bedingten Anstiegs der Krankheitslast</p><p>2. D\u00e4mpfung der durch nicht\u00fcbertragbare Krankheiten bedingten Kostensteigerung</p><p>3. Verringerung der durch nicht\u00fcbertragbare Krankheiten bedingten vorzeitigen Todesf\u00e4lle</p><p>4. Erhaltung und Verbesserung von Leistungsf\u00e4higkeit und Teilhabe der Bev\u00f6lkerung in Wirtschaft und Gesellschaft</p><p>Eine wichtige Form der Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention ist die medizinische Vorsorge. Beispielsweise ist bekannt, dass eine systematische Darmkrebsvorsorge rund 50 Prozent der darmkrebsbedingten Todesf\u00e4lle verhindert - in der Schweiz sterben heute rund 1600 Personen j\u00e4hrlich an Darmkrebs. Ebenfalls bekannt ist, dass eine \u00e4rztliche Kurzberatung das Verhalten der Patienten wirkungsvoll beeinflussen kann - rund 30 Prozent der Todesf\u00e4lle in der Schweiz sind auf Tabakkonsum, Bewegungsmangel, ungesunde Ern\u00e4hrung und Alkohol zur\u00fcckzuf\u00fchren. Oder: Rund 25 Prozent der schweizerischen Erwachsenenbev\u00f6lkerung haben einen hohen Blutdruck. Blutdruck verursacht mehr als 15 Prozent der fr\u00fchzeitigen Todesf\u00e4lle. Dennoch fehlt bei fast der H\u00e4lfte der Betroffenen eine korrekte Diagnose, oder die Behandlung erfolgt nicht konsequent.</p><p>Der Bund engagiert sich zu Recht und schon seit vielen Jahren im Bereich der systematischen Pr\u00e4vention von Kinderkrankheiten. Er gibt f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung Empfehlungen zum Impfen heraus, f\u00f6rdert das Impfen mit Information und Kampagnen und erleichtert den Zugang zu Impfungen. Der Bund investiert auch grosse Ressourcen in die Vermeidung von Unf\u00e4llen auf Strassen, am Arbeitsplatz und im Privaten.</p><p>Die Krankheitslast und die damit verbundenen Kosten von nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten \u00fcbersteigen bei Weitem jene der Kinderkrankheiten, von Infektionskrankheiten und auch von Unf\u00e4llen. Eine gezielte Vorsorge, die wirkungsvolle Massnahmen systematisch f\u00f6rdert (und wirkungslose verhindert), mit denen die Krankheitslast reduziert, fr\u00fchzeitige Todesf\u00e4lle verhindert und unsinnige Kosten vermieden werden k\u00f6nnen, dr\u00e4ngt sich somit auf.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es gibt zahlreiche Vorsorgemassnahmen durch Gesundheitsfachleute, die sowohl wirksam wie auch kosteneffektiv sind und somit die Krankheitslast weiter reduzieren k\u00f6nnen. </p><p>Unterschieden werden muss jedoch zwischen Vorsorge- und Pr\u00e4ventionsmassnahmen, das heisst zwischen Vorsorgeuntersuchungen zur Fr\u00fcherkennung von Krankheiten und Risikofaktoren und den Massnahmen zur Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention.</p><p>Bei den Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen ist zu ber\u00fccksichtigen, dass sich solche Leistungen an (subjektiv) gesunde Personen richten. Es muss mit falsch positiven Resultaten (Krankheitsverdacht, obwohl keine Erkrankung vorliegt) und mit falsch negativen Resultaten (Verpassen einer Krankheit) gerechnet werden. Falsch positive Resultate f\u00fchren zu unn\u00f6tigen und m\u00f6glicherweise potenziell sch\u00e4dlichen Weiterabkl\u00e4rungen sowie psychischen Belastungen. Es ist somit wichtig, dass nur Vorsorgeuntersuchungen zur Anwendung kommen, bei denen wissenschaftlich ein den potenziellen Schaden \u00fcberwiegender Nutzen nachgewiesen ist. Weiter muss gew\u00e4hrleistet werden, dass Vorsorgeuntersuchungen richtig und mit der gebotenen Qualit\u00e4tssicherung durchgef\u00fchrt werden. Solche Vorsorgeuntersuchungen erachtet der Bundesrat als sinnvoll, und sie sollen gef\u00f6rdert werden. Im Bereich Fr\u00fcherkennung verf\u00fcgt der Bund aber \u00fcber wenig Kompetenzen. Nur bei den \u00fcbertragbaren Krankheiten hat der Bund aufgrund des Epidemiengesetzes (SR 818.101) die entsprechende gesetzliche Grundlage, um Fr\u00fcherkennungsmassnahmen zu etablieren. Darauf basierend erarbeitet und ver\u00f6ffentlicht das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit zusammen mit der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Impffragen Impfempfehlungen. Im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung regelt der Bund auf Antrag hin die Leistungspflicht von Fr\u00fcherkennungsmassnahmen und kann diese von der Franchise befreien, wenn sie im Rahmen von kantonal oder national organisierten Programmen durchgef\u00fchrt werden. </p><p>Die Initiierung und Umsetzung von Programmen zur Fr\u00fcherkennung und Pr\u00e4vention ist eine Aufgabe der Kantone, welche auch in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise der Fr\u00fcherkennung von Brust- und Darmkrebs aktiv sind. Im Rahmen des Dialogs nationale Gesundheitspolitik haben Bund und Kantone die nationale Krebsstrategie verabschiedet. Als eine der Massnahmen wurde ein Expertengremium f\u00fcr Krebsfr\u00fcherkennung geschaffen, welches von den Akteuren gemeinsam getragen wird. Dieses soll Empfehlungen zu Krebsfr\u00fcherkennungsmassnahmen erarbeiten und ver\u00f6ffentlichen. Im Bereich der anderen nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten gibt es medizinische Fachgesellschaften, die Empfehlungen zu Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen herausgeben. Im Bereich der Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention hat die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz einen gesetzlichen Auftrag (Art. 19 und 20 des Krankenversicherungsgesetzes). Sie unterst\u00fctzt z. B. kantonale Aktionspl\u00e4ne im Bereich Ern\u00e4hrung und Bewegung. </p><p>Gesundheitsfachleute spielen bei der Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund ist die F\u00f6rderung der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsfachleuten eine wichtige Massnahme der Nationalen Strategie zur Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten (kurz: NCD-Strategie). Zu diesem Zweck arbeitet der Bund im Rahmen der NCD-Strategie mit den Kantonen und den Fachgesellschaften zusammen, um z. B. gesundheitsf\u00f6rdernde Beratungen von Gesundheitsfachleuten in der Grundausbildung zu verankern. Der Bund beteiligt sich auch an der F\u00f6rderung von Weiterbildungen, indem er beispielsweise eine verbesserte Bekanntmachung und Koordination des Angebots unterst\u00fctzt. Weiter wird der Bund auch das Selbstmanagement von chronisch kranken Personen und ihren Angeh\u00f6rigen st\u00e4rken. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566950400000)\/","SubmittedBy":"St\u00f6ckli Hans","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1568246400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511452107)\/","SubmissionDate":"\/Date(1560902400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}