{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193819,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193819,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3819","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Transparenz bei den finanziellen Klimarisiken f\u00fcr Pensionskasseninvestitionen sicherstellen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird ersucht, Massnahmen zu treffen, um Schweizer Pensionskassen explizit zu verpflichten, Klimarisiken in ihre Investitionsentscheide zu integrieren, die H\u00f6he der finanziellen Risiken f\u00fcr Versichertenportfolios, welche durch den Klimawandel verursacht wurden, den Versicherten offenzulegen und die Versicherten \u00fcber die Klimavertr\u00e4glichkeit der jeweiligen Pensionskassenanlagen zu informieren. Die Massnahmen sollen dazu beitragen, die finanziellen Risiken besser zu bemessen, den Schutz der Versicherten zu erh\u00f6hen und die Informationen f\u00fcr Versicherte zu verbessern. Die Versicherten sollen vor Beginn eines Vorsorgeverh\u00e4ltnisses ausf\u00fchrlich dar\u00fcber informiert werden, wie die Pensionskassen bei der Verwendung der eingezahlten Beitr\u00e4ge Klimarisiken ber\u00fccksichtigen.</p>","ReasonText":"<p>Klimarisiken sind finanziell materielle Risiken. Dies anerkennen seit Neustem auch die Finma sowie die SNB, welche seit Kurzem dem Network for Greening Financial Systems (NGFS) beigetreten sind und demnach anerkennen, dass der Klimawandel Teil ihres Mandats ist. Von allen Institutionen des Finanzsektors sind aber die Pensionskassen am meisten vom Klimawandel tangiert. Ihre langfristigen Investitionen m\u00fcssen \u00fcber mehrere Dekaden profitabel sein und demnach sicherstellen, dass die Renten auch noch im Jahre 2050 gesichert sind. Auch die Aussage des Pensionskassenverbands (Asip), dass Nachhaltigkeit Teil der treuh\u00e4nderischen Pflicht sei, unterstreicht die Notwendigkeit der Beachtung von Klimarisiken. Das Risikomanagementsystem von Pensionskassen muss daher die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, zum Beispiel im Zusammenhang mit der durch eine ge\u00e4nderte Regulierung oder mit der durch den Klimawandel verursachten Beeintr\u00e4chtigung wirtschaftlicher T\u00e4tigkeiten bedingten Wertminderung von Verm\u00f6genswerten, in der Anlagepolitik einzubeziehen. Neben dem Schutz der Vorsorgeverm\u00f6gen der Versicherten gegen die Auswirkungen des Klimawandels sind die Versicherten transparent \u00fcber die Klimarisiken zu informieren, die eine Pensionskasse in ihren Anlagen sieht.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Klimawandel kann physische Risiken verursachen, wie extreme Wetterereignisse oder einen Anstieg des Meeresspiegels. Bei solchen Risiken existieren Szenarien und Modelle, wie dieser Wandel global oder regional aussehen kann. Es ist jedoch f\u00fcr alle Anleger unm\u00f6glich, aufgrund dieser Szenarien und Modelle die langfristigen konkreten Auswirkungen auf ihre Anlagen, wie Immobilien oder internationale Aktieninvestments, abzusch\u00e4tzen.</p><p>Andererseits verursacht der Klimawandel auch Transitionsrisiken, insbesondere durch regulatorische Risiken. Es existieren zwar bereits (Sch\u00e4tz-)Modelle, mit denen die Portfolios von Vorsorgeeinrichtungen analysiert werden k\u00f6nnen. Diese Modelle messen z. B. die gegenw\u00e4rtigen CO2-Emissionen der in den Portfolios gehaltenen Unternehmen oder ob die Politik dieser Unternehmen mit einer Erw\u00e4rmungsuntergrenze von deutlich unter 2 Grad Celsius gem\u00e4ss dem Klima\u00fcbereinkommen von Paris vereinbar ist. Es ist jedoch nicht m\u00f6glich, aus solchen Auswertungen die langfristigen finanziellen Risiken f\u00fcr die Vorsorgeeinrichtungen abzuleiten, weil solche Analysen nur Momentaufnahmen sind, die zuk\u00fcnftige \u00c4nderungen nicht ber\u00fccksichtigen. Beispielsweise ist unklar, ob und wann die Politik in den jeweiligen Standortl\u00e4ndern welche regulatorischen Massnahmen ergreifen wird. Auch werden die Unternehmen eine solche Transition nicht einfach passiv hinnehmen, sondern sich dieser anpassen, z. B. durch einen schnelleren Technologiewandel. Transitionen bringen zudem nicht nur Risiken mit sich, sondern auch Chancen. Um die aus dem Klimawandel entstehenden Risiken und Chancen auf lange Frist zuverl\u00e4ssig einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, fehlen aktuell die Datengrundlagen wie Erfahrungswerte, vor allem aber zuverl\u00e4ssige Kenntnisse \u00fcber die k\u00fcnftig zu erwartenden Rahmenbedingungen. Auch laufen die Ver\u00e4nderungsprozesse von Klimawandel und Transition \u00fcber Jahrzehnte ab. Aus diesen Gr\u00fcnden k\u00f6nnen die langfristigen Risiken f\u00fcr die Anleger nicht aus den erw\u00e4hnten Analysen abgeleitet werden.</p><p>Es ist hingegen Aufgabe der Finanzanalyse von spezialisierten Finanzdienstleistern, die absehbaren Risiken und Chancen f\u00fcr die Investoren, inklusive solche, die sich aus den Herausforderungen aufgrund des Klimawandels ergeben, in einfacher Form (z. B. Ratings) zu quantifizieren, sobald die Rahmenbedingungen (insbesondere die Regulierung) konkreter werden. Die Vorsorgeeinrichtungen sind dazu nicht in der Lage. Ratings sind vielschichtig, komplex und setzen spezialisiertes Know-how voraus. </p><p>Aktuell k\u00f6nnen die Vorsorgeeinrichtungen demnach die Forderung, die spezifische H\u00f6he der finanziellen Risiken aufgrund des Klimawandels zu identifizieren und zu messen, diese in ihre Anlaget\u00e4tigkeit zu integrieren und gegen\u00fcber den Versicherten offenzulegen, nicht erf\u00fcllen, und auch den spezialisierten Finanzdienstleistern stehen aktuell daf\u00fcr zu wenig gesicherte Informationen zur Verf\u00fcgung.</p><p>Vorsorgeeinrichtungen m\u00fcssen bereits heute ihre Verm\u00f6gen so verwalten, dass u. a. eine angemessene Verteilung der Anlagerisiken gew\u00e4hrleistet ist (siehe Art. 71 Abs. 1 des Bundesgesetzes \u00fcber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG; SR 831.40). Sobald diese Risiken identifizierbar werden, m\u00fcssen die Vorsorgeeinrichtungen diese bei der Risikoverteilung angemessen ber\u00fccksichtigen. Der Bundesrat hat bereits im Rahmen der Interpellation Thorens Goumaz 18.3561, \"M\u00fcssten die klimatischen Risiken nicht schon nach geltendem Recht von den Finanzakteuren ber\u00fccksichtigt werden?\", festgehalten, dass er diesbez\u00fcglich keinen zus\u00e4tzlichen Regulierungsbedarf sieht.</p><p>Die Forderung der Motion steht auch nicht im Einklang mit der Haltung des Bundesrates, die Nachhaltigkeit in Finanzgesch\u00e4ften mit freiwilligen und marktorientierten Massnahmen zu f\u00f6rdern. Im Rahmen der Arbeiten f\u00fcr einen nachhaltigen Finanzplatz kann auch die m\u00f6gliche Rolle von Vorsorgeeinrichtungen thematisiert werden. Das Bafu wird 2020 wiederum freiwillige Klimavertr\u00e4glichkeitstests f\u00fcr Vorsorgeeinrichtungen, Versicherungen sowie neu auch f\u00fcr Verm\u00f6gensverwalter und Banken anbieten. Gest\u00fctzt auf die aggregierten Ergebnisse wird es in einem Bericht die Fortschritte darstellen. Die Verb\u00e4nde k\u00f6nnen freiwillige Anstrengungen auch mittels Branchenempfehlungen oder -vereinbarungen unterst\u00fctzen. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566950400000)\/","SubmittedBy":"Flach Beat","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|2836","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511615523)\/","SubmissionDate":"\/Date(1561075200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Sozialer Schutz"}}