{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193856,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193856,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3856","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch den Klimawandel. Was folgt auf den Aktionsplan 2014-2019?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die t\u00f6dlichsten Naturereignisse in Europa waren in den letzten Jahrzehnten Hitzewellen. In der Schweiz starben im Hitzesommer 2015 in den Monaten Juni, Juli und August rund 800 Personen mehr als in einem durchschnittlichen Sommer. Dies bedeutet eine Zunahme der Mortalit\u00e4tsrate um 5,4 Prozent. Im Hitzesommer 2003 betrug die zus\u00e4tzliche Mortalit\u00e4t sogar 6,9 Prozent. Dies h\u00e4lt der Bericht des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt \"Klimabedingte Risiken und Chancen\" von 2017 fest. Der Bericht zeigt aber auch weitere Gef\u00e4hrdungen der menschlichen Gesundheit durch den Klimawandel auf: Die Asiatische Tigerm\u00fccke hat sich in der Schweiz angesiedelt und breitet sich aus. Die Tigerm\u00fccke kann Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren \u00fcbertragen. Auch weitere M\u00fcckenarten und Zecken sowie gebietsfremde, allergene Pflanzen breiten sich mit den steigenden Temperaturen aus und k\u00f6nnen Krankheiten auf den Menschen \u00fcbertragen respektive ausl\u00f6sen. Im Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz 2014-2019 , zweiter Teil der Strategie des Bundesrates vom 9. April 2014, sind unter anderem Massnahmen des Bundes zur Reduktion der Gefahren f\u00fcr die menschliche Gesundheit durch den Klimawandel formuliert. Der Aktionsplan l\u00e4uft Ende 2019 aus. Aus gesundheitspolitischer Sicht stellen sich die folgenden Fragen:</p><p>1. Sind alle geplanten Massnahmen des Bundes im Bereich \"Informationen und Empfehlungen zum Schutz bei Hitzewellen\" ergriffen worden?</p><p>2. Reichen diese Massnahmen aus, oder braucht es weitere? Was folgt auf den auslaufenden Aktionsplan?</p><p>3. Sind alle geplanten Massnahmen des Bundes zur Reduktion der W\u00e4rmeinseln in den St\u00e4dten ergriffen worden?</p><p>4. Reichen diese Massnahmen aus, oder m\u00fcssen weitere Massnahmen folgen, damit St\u00e4dte die f\u00fcr alte und kranke Menschen und S\u00e4uglinge so gef\u00e4hrlichen W\u00e4rmeinseln reduzieren k\u00f6nnen?</p><p>5. K\u00f6nnten St\u00e4dte und Agglomerationsgemeinden im Rahmen eines Impulsprogramms des Bundes f\u00fcr Massnahmen zur Reduktion von W\u00e4rmeinseln finanziell unterst\u00fctzt werden?</p><p>6. Welches sind die Erkenntnisse aus der \u00dcberwachung, Fr\u00fcherkennung und Pr\u00e4vention von vektor\u00fcbertragenen Infektionskrankheiten bez\u00fcglich Ver\u00e4nderungen aufgrund des Klimawandels? Wurden in den letzten f\u00fcnf Jahren Ver\u00e4nderungen beobachtet, die auf den Klimawandel zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnten?</p><p>7. Welches sind die Erkenntnisse aus dem Monitoring der letzten f\u00fcnf Jahre von potenziell krankheits\u00fcbertragenden, gebietsfremden Stechm\u00fcckenarten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Alle Massnahmen des Bundes im Bereich \"Informationen und Empfehlungen zum Schutz bei Hitzewellen\", die das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) gegenw\u00e4rtig \u00fcberarbeitet, wurden umgesetzt. Zur Zielerreichung wurden die Informationsmaterialien zum Schutz bei Hitzewellen, die bereits nach dem Hitzesommer 2003 durch das BAG und das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) gemeinsam erarbeitet wurden, 2016 \u00fcberarbeitet. Die Informationsmaterialien dienen der Sensibilisierung und beinhalten Verhaltensempfehlungen bei Hitze. Zielgruppen sind die Bev\u00f6lkerung sowie Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens. Basierend auf einer Evaluation der Hitzemassnahmenpl\u00e4ne der Kantone hat das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) im Auftrag des BAG im Jahr 2017 f\u00fcr Beh\u00f6rden einen Massnahmenkatalog zur Minimierung von negativen Gesundheitsauswirkungen von Hitzewellen erstellt. Mit dieser \"Hitzewelle-Massnahmen-Toolbox\" steht den Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden eine gute Grundlage zur Verf\u00fcgung, um Massnahmen zum Schutz der Bev\u00f6lkerung bei Hitzewellen zu planen und umzusetzen. Im Sommer 2018 zeigte sich, dass in Kantonen, die Hitzemassnahmenpl\u00e4ne aktivierten (GE, VD, FR, VS, NE, TI), die hitzebedingte Sterblichkeit geringer war als in jenen Kantonen, die keine solche Pl\u00e4ne haben. Der Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz 2014-2019 soll f\u00fcr den Zeitraum 2020-2025 weitergef\u00fchrt werden. Darin ist auch eine Massnahme des BAG vorgesehen, die bestehenden Hilfsmittel beim Umgang mit Hitzewellen besser bekanntzumachen. Neben diesen Massnahmen aus dem Aktionsplan wird das Hitzewarnkonzept des Bundesamtes f\u00fcr Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) regelm\u00e4ssig weiterentwickelt. Das Auftreten und die Dauer von Hitzewellen sind heute mehrere Tage im Voraus vorhersehbar. Entsprechende Warnungen sind m\u00f6glich und leisten einen wesentlichen Beitrag, damit sich Betroffene (z. B. Spit\u00e4ler, Altersheime) auf Hitzewellen vorbereiten k\u00f6nnen.</p><p>3.-5. Alle geplanten Massnahmen des Bundes zur Reduktion von Hitzeinseln in den St\u00e4dten wurden umgesetzt. Mit der Publikation \"Hitze in St\u00e4dten\" des Bafu und des Bundesamtes f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) steht den St\u00e4dten und Gemeinden seit 2018 eine Grundlage f\u00fcr die klimaangepasste Siedlungsentwicklung zur Verf\u00fcgung. Darin sind zahlreiche wirkungsvolle Handlungsanweisungen zur Anpassung an die Hitzebelastung systematisch beschrieben und mit konkreten Beispielen illustriert. Die Ber\u00fccksichtigung der zunehmenden Hitzebelastung bei der Siedlungsentwicklung steht am Anfang. Erst wenige Kantone und St\u00e4dte haben das Thema aufgenommen und Klimaanalysen f\u00fcr die Siedlungsentwicklung durchgef\u00fchrt.</p><p>In der laufenden Phase 2019-2022 des Pilotprogramms \"Anpassung an den Klimawandel\" unterst\u00fctzt der Bund 15 Projekte zur klimaangepassten Siedlungsentwicklung. Unter anderem werden Baumaterialien, Strassenbel\u00e4ge und B\u00e4ume auf ihre k\u00fchlende Wirkung untersucht, die Verminderung der Hitzebelastung in Schulh\u00e4usern getestet oder Konzepte f\u00fcr die klimaangepasste Gestaltung von Arealen, Quartieren und Agglomerationen entwickelt. Die wissenschaftlichen Grundlagen zu Hitzeinseln in der Schweiz sind noch beschr\u00e4nkt. Einerseits fehlen Langzeitmessungen in st\u00e4dtischen Gebieten, damit Aussagen \u00fcber potenzielle Ver\u00e4nderungen gemacht werden k\u00f6nnen. Andererseits gibt es erst vereinzelte numerische Modelle, welche solche Hitzeinseln auch hochaufgel\u00f6st simulieren. Die Studie \"St\u00e4dtische W\u00e4rmeinsel in der Schweiz - klimatologische Studie mit Messdaten in f\u00fcnf St\u00e4dten\" von Meteo Schweiz zeigt den Effekt von Hitzeinseln.</p><p>6./7. Die Asiatische Tigerm\u00fccke (Aedes albopictus) wurde im Jahre 2003 erstmals im S\u00fcdtessin nachgewiesen. Seit 2015 kommt sie auch im s\u00fcdlichen Misox/GR vor. N\u00f6rdlich der Alpen sind zunehmend Einzelfunde zu verzeichnen. Die Klimaerw\u00e4rmung beg\u00fcnstigt zwar die Etablierung, die Verbreitung erfolgt aber prim\u00e4r durch den alpenquerenden Verkehr. Die \u00dcberwachung der Tigerm\u00fccke w\u00e4hrend der letzten f\u00fcnf Jahre hat gezeigt, dass die etablierten Best\u00e4nde in der S\u00fcdschweiz so weit bek\u00e4mpft werden k\u00f6nnen, dass eine \u00dcbertragung tropischer Krankheiten praktisch ausgeschlossen ist. Bislang sind in der Schweiz keine durch die Asiatische Tigerm\u00fccke \u00fcbertragenen Krankheiten aufgetreten. Die Asiatische Buschm\u00fccke (Aedes japonicus), die sich seit 2007 im gesamten deutschsprachigen Mittelland verbreitet, wird nicht als wichtige \u00dcbertr\u00e4gerin von Krankheiten eingestuft. Der Klimawandel f\u00fchrt nicht nur zu g\u00fcnstigeren Umweltbedingungen f\u00fcr invasive Arten. Auch einheimische Vektoren wie Stechm\u00fccken oder Zecken k\u00f6nnen sich dadurch besser etablieren. Beispielsweise k\u00f6nnen sich Zecken mit zunehmenden Temperaturen in h\u00f6heren Lagen ausbreiten. Damit kann sich das Ausbreitungsgebiet von Zecken, die mit Borreliose infiziert sind, vergr\u00f6ssern. Die Aktivit\u00e4ten zur Fr\u00fcherkennung und \u00dcberwachung von Vektoren und vektor\u00fcbertragenen Krankheiten werden deshalb weiterhin durchgef\u00fchrt und wo n\u00f6tig intensiviert.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1567555200000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510994503)\/","SubmissionDate":"\/Date(1561075200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}