{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193859,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193859,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3859","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten im Bereich der Antibiotikaresistenzen st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Ausweitung der F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten im Hinblick auf die St\u00e4rkung der Weiterbildung im Bereich Krankenhaushygiene, Mikrobiologie und Infektiologie und die Besch\u00e4ftigung entsprechenden Personals von den Krankenh\u00e4usern zu unterst\u00fctzen und die F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten von Forschungsprojekten im Bereich der neuen antimikrobiellen Wirkstoffe und Medikamente.</p>","ReasonText":"<p>Die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Behandlungsoptionen sowie von Impfstoffen und Diagnostika m\u00fcssen intensiviert werden. Die j\u00e4hrlichen Kosten durch Antibiotikaresistenzen liegen in der Europ\u00e4ischen Union (EU) bei sch\u00e4tzungsweise 1,5 Milliarden Euro im Jahr. Es wird mit steigenden Kosten in den kommenden Jahrzehnten gerechnet. Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sch\u00e4tzt die Kosten f\u00fcr OECD-L\u00e4nder durch Antibiotikaresistenzen f\u00fcr 2050 auf insgesamt 2,9 Billionen US-Dollar, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Kosten f\u00fcr die erforderliche Diagnostik sowie f\u00fcr Investitionen in Forschung sind Investitionen in die Zukunft, die sich rechnen, denn diese werden die Kosten durch Fehltherapien und Antibiotikaresistenzen senken. Angesichts der hohen Bedeutung von Antibiotika in der Veterin\u00e4r- und Humanmedizin sind Tierhalter, Tier\u00e4rzte, \u00c4rzte und Patienten sowie Wissenschaft und Politik angehalten, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um den Antibiotikaeinsatz insgesamt zu minimieren. Ein nationaler Ansatz zur Bek\u00e4mpfung von Antibiotikaresistenzen ist unverzichtbar, reicht aber nicht aus. Denn Bakterien und auch Resistenzen kennen keine Grenzen. Deshalb ist eine noch intensivere Zusammenarbeit auf europ\u00e4ischer und internationaler Ebene existenziell, um die Resistenzbildung zu verlangsamen und neue Antibiotika zu entwickeln. Die Bek\u00e4mpfung von Resistenzen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese kann nur gel\u00f6st werden, wenn alle Beteiligten in der Human- und Tiermedizin, Forschung und Entwicklung sowie im Bereich des Umweltschutzes zusammenarbeiten und unter dem One-Health-Ansatz gemeinsame L\u00f6sungen entwickeln.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat die Problematik der Antibiotikaresistenzen und das Risiko der \u00dcbertragung in Gesundheitsinstitutionen erkannt und deshalb im Rahmen seiner gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten (Gesundheit 2020) die nationale Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) und die nationale Strategie zur \u00dcberwachung, Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von Health-Care-assoziierten Infektionen (Strategie Noso) verabschiedet. </p><p>Das Globalziel der Strategie Noso umfasst die Reduktion Health-Care-assoziierter Infektionen sowie die Verhinderung der Ausbreitung potenziell gef\u00e4hrlicher Erreger in Spit\u00e4lern und Pflegeheimen. Sie f\u00f6rdert Massnahmen im Bereich Spitalhygiene und sieht entsprechende Elemente der Weiterbildung von \u00c4rzteschaft und Gesundheitsfachpersonen vor. Mit Empfehlungen in Bezug auf eine minimale Anzahl an Fachexperten und Fachexpertinnen f\u00fcr Infektionspr\u00e4vention pro Spital wird ein national einheitlicher Standard notwendiger Kapazit\u00e4ten in den Gesundheitsinstitutionen gef\u00f6rdert. Die Festlegung von Anforderungen bez\u00fcglich des erforderlichen Fachpersonals geh\u00f6rt in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Kantone und kann durch entsprechende Standards wirksam unterst\u00fctzt werden.</p><p>Die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika ben\u00f6tigt Investitionen in Milliardenh\u00f6he. Es gilt, in \u00fcberstaatlichen Programmen koordiniert und geb\u00fcndelt vorzugehen. Die Schweiz beteiligt sich deshalb auf internationaler Ebene bereits an verschiedenen Programmen, die u. a. die Entwicklung neuer Antibiotika zum Ziel haben, wie insbesondere die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP), der Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub in Berlin sowie die Stiftung f\u00fcr innovative Diagnostika (Find). Zudem werden Forschung und Entwicklung im Bereich Antibiotikaresistenzen auf nationaler Ebene im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms zur antimikrobiellen Resistenz (NFP 72) sowie auf internationaler Ebene u. a. durch Horizon 2020 und die Joint Programming Initiative for Antimicrobial Resistance (JPAMR) gef\u00f6rdert, an denen sich die Schweiz aktiv beteiligt. </p><p>Das Problem der Antibiotikaresistenzen kann jedoch nicht nur durch neue Antibiotika gel\u00f6st werden, wie die WHO und die globalen Forschungsprogramme deutlich aufzeigen. Zentral f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Resistenzbildung sind Stewardship-Programme und der sachgem\u00e4sse Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin sowie die Verf\u00fcgbarkeit insbesondere auch bestehender Antibiotika. Entsprechende Massnahmen sind im Rahmen von Star in Erarbeitung. F\u00fcr die Intensivierung der gemeinsamen Bestrebungen gegen Antibiotikaresistenzen arbeitet die Schweiz zudem mit internationalen Akteuren wie der WHO zusammen. </p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass bereits geeignete F\u00f6rderungsmassnahmen getroffen wurden, um die in der Motion bezeichneten Herausforderungen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen anzugehen. Wie er aber in seiner Stellungnahme zur Annahme der Motion Graf Maya 19.3861, \"One-Health-Strategie mit systemischer Erforschung der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen\", auff\u00fchrt, anerkennt er den Handlungsbedarf im Bereich der Antibiotikaresistenzen. Im Rahmen der Zwischenevaluation von Star, welche Mitte 2021 vorliegen wird, soll der Zusatzbedarf fundiert beurteilt und notwendige Anpassungen umgesetzt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566950400000)\/","SubmittedBy":"Reimann Lukas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763107070603)\/","SubmissionDate":"\/Date(1561075200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}