{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193860,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193860,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3860","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Nicht warten bis zu einer schweren Epidemie. Schaffung eines Fonds zur F\u00f6rderung der Erforschung und der Entwicklung neuer antimikrobieller Mittel","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird damit beauftragt, die Schaffung eines Spezialfonds zur F\u00f6rderung der Erforschung und der Entwicklung neuer antimikrobieller Mittel in der Schweiz zu pr\u00fcfen und dabei die internationale Zusammenarbeit zu suchen.</p><p>Darlegung der Gr\u00fcnde:</p><p>Auf der einen Seite werden Antibiotika oft sehr grossz\u00fcgig verschrieben, was die Resistenz der hartn\u00e4ckigsten Bakterien f\u00f6rdert. Dies k\u00f6nnte zu einer schweren Epidemie f\u00fchren. Auf der anderen Seite versiegt die Forschungst\u00e4tigkeit: In der Nachkriegszeit wurden um die f\u00fcnfzig neue Antibiotikaklassen entwickelt, in den letzten 25 Jahren hingegen nur gerade drei. Dieser Gesch\u00e4ftszweig ist f\u00fcr die Pharmaindustrie nicht mehr rentabel.</p><p>Um die Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen, muss der Staat einspringen. Es ist ein einschl\u00e4giger Forschungsfonds zu schaffen von nationaler oder besser von internationaler Bedeutung, zumal die ganze Welt von dieser Problematik betroffen ist. Mit rund zwanzig Milliarden Franken k\u00f6nnten f\u00fcnf bis zehn neue Antibiotikaklassen entwickelt werden.</p>","ReasonText":"<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell, das heute f\u00fcr Antibiotika verwendet wird, funktioniert nicht mehr. Um die Resistenz der hartn\u00e4ckigsten Bakterien nicht weiter zu f\u00f6rdern, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dringend, weniger Antibiotika zu verschreiben und Antibiotika mit engem Wirkspektrum zu bevorzugen. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht vollauf gerechtfertigt.</p><p>Auf wirtschaftlicher Ebene hat dies aber zumindest zwei Auswirkungen:</p><p>1. Der Verkauf von Antibiotika muss zur\u00fcckgehen.</p><p>2. Die neuesten Antibiotika sind nur als letzte M\u00f6glichkeit einzusetzen.</p><p>Zudem sind Antibiotika weitverbreitet und entsprechend g\u00fcnstig.</p><p>Dies f\u00fchrt dazu, dass Forschungsinvestitionen zur Entwicklung neuer Antibiotika immer schwieriger rentabilisiert werden k\u00f6nnen und dass sich Pharmafirmen wie Novartis und Astra-Zeneca aus diesem Segment zur\u00fcckziehen. </p><p>Antibiotika sind heute nicht mehr als Medikament, sondern als Versicherung zu betrachten. Mit einer kollektiven Finanzierung soll erreicht werden, dass in Zukunft jede und jeder Einzelne punktuell und gezielt Zugang erh\u00e4lt zu diesem kostbaren Schutz vor Infektionen.</p><p>Die beste L\u00f6sung w\u00e4re die Gr\u00fcndung eines internationalen Forschungsfonds, zumal alle L\u00e4nder betroffen sind und weil mehrere Dutzend Milliarden n\u00f6tig sind, um eine hinreichende Anzahl Antibiotika zu entwickeln.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt den Forschungs- und Entwicklungsbedarf neuer Antibiotika als eine wichtige Komponente im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Die Entwicklung neuer Antibiotika bis hin zur Marktreife ben\u00f6tigt Investitionen in Milliardenh\u00f6he. Es gilt, in \u00fcberstaatlichen Programmen koordiniert und geb\u00fcndelt vorzugehen. Die Schweiz beteiligt sich deshalb auf internationaler Ebene bereits an verschiedenen Programmen, die die Entwicklung neuer Antibiotika zum Ziel haben, wie die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP) und der Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub in Berlin. Zudem bestehen mit Horizon 2020 und der Joint Programming Initiative for Antimicrobial Resistance (JPAMR) weitere Gef\u00e4sse, an denen sich die Schweiz zur F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Antibiotikaresistenzen international aktiv beteiligt.</p><p>Das Problem der Antibiotikaresistenzen kann jedoch nicht nur durch neue Antibiotika gel\u00f6st werden, wie die WHO und die globalen Forschungsprogramme deutlich aufzeigen. Zentral f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Resistenzbildung sind Stewardship-Programme und der sachgem\u00e4sse Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin sowie die Verf\u00fcgbarkeit insbesondere auch bestehender Antibiotika. Entsprechende Massnahmen sind im Rahmen der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) in Erarbeitung. </p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Bereitstellung von Forschungsgeldern in der geforderten Gr\u00f6ssenordnung nicht prim\u00e4r auf nationaler, sondern vielmehr auf internationaler Ebene realisiert werden muss. Er ist bereit, neben der Weiterf\u00fchrung der Beteiligung der Schweiz an den bestehenden Programmen auch die Teilnahme an neuen Initiativen auf internationaler Ebene, die die Entwicklung neuer Antibiotika nachhaltig f\u00f6rdern, zu pr\u00fcfen. Im Weiteren erachtet der Bundesrat die im Rahmen der gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten (Gesundheit 2020) beschlossenen Massnahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) als ausreichend, um das vom Postulanten aufgef\u00fchrte Risiko einer Epidemie mit resistenten Erregern in der Schweiz in geeigneter Form anzugehen und so weit als m\u00f6glich zu reduzieren. </p><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Annahme der Motion Graf Maya 19.3861, \"One-Health-Strategie mit systemischer Erforschung der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen\", ausf\u00fchrt, anerkennt er den Handlungsbedarf im Bereich der Antibiotikaresistenzen. Im Rahmen der Zwischenevaluation von Star, welche Mitte 2021 vorliegen wird, soll der Zusatzbedarf fundiert beurteilt und notwendige Massnahmen umgesetzt werden. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1566950400000)\/","SubmittedBy":"B\u00e9gl\u00e9 Claude","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510837687)\/","SubmissionDate":"\/Date(1561075200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}