{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20193864,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20193864,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.3864","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Inwiefern k\u00f6nnte der Bundesrat die Waldwirtschaft bei der Bewirtschaftung von W\u00e4ldern mit Borkenk\u00e4ferbefall besser unterst\u00fctzen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Auswirkungen der meteorologischen Bedingungen der vergangenen Jahre wiegen schwer; die kommenden Jahre versprechen f\u00fcr die Schweizer W\u00e4lder und die Waldbesitzer schwierig zu werden.</p><p>2018 wurden rund 1,3 Millionen Kubikmeter Holz von St\u00fcrmen gef\u00e4llt. Die W\u00e4lder wurden durch regelm\u00e4ssige Trockenperioden zus\u00e4tzlich geschw\u00e4cht, und Tag f\u00fcr Tag richten die Borkenk\u00e4fer, die ideale Bedingungen vorfinden, an den B\u00e4umen ein Massaker an.</p><p>Als Folge davon werden die Waldbesitzer von den Ereignissen \u00fcberrollt. Die S\u00e4gereien sind ausgelastet, die M\u00e4rkte ges\u00e4ttigt; die Preise sinken noch mehr, was der Liquidit\u00e4t der Waldbesitzer zusetzt. W\u00e4hrenddessen frisst der Borkenk\u00e4fer unverwandt weiter.</p><p>Mehrere Vorgehensweisen erscheinen zweckm\u00e4ssig, beispielsweise k\u00f6nnte:</p><p>1. die Einrichtung dezentraler Holzlagerpl\u00e4tze, insbesondere f\u00fcr hochwertiges Holz, unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert werden;</p><p>2. der Transport des Holzes bis zu den dezentralen Holzlagerpl\u00e4tzen in den Kantonen unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert werden;</p><p>3. die \u00dcberwachung des Gesundheitszustandes des Holzes und das Management der Lagerbest\u00e4nde unterst\u00fctzt werden.</p><p>Ich stelle deshalb dem Bundesrat die folgenden Fragen:</p><p>4. Welche dringlichen Massnahmen k\u00f6nnte der Bundesrat ergreifen, um Waldbesitzern und Kantonen in der gegenw\u00e4rtigen Lage unter die Arme zu greifen?</p><p>5. Welche dauerhaften Massnahmen k\u00f6nnte der Bundesrat vorschlagen, um Waldbesitzer und Kantone langfristig bei der Bew\u00e4ltigung solcher Lagen zu unterst\u00fctzen?</p><p>6. Welche \u00fcbrigen Massnahmen und Rahmenbedingungen k\u00f6nnte der Bundesrat mit Blick auf die Zukunft zuhanden der Waldbesitzer und der Kantone ins Auge fassen? </p><p>Ich danke dem Bundesrat f\u00fcr die Beantwortung dieser Interpellation.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Vollzug der Waldgesetzgebung liegt grunds\u00e4tzlich im Verantwortungsbereich der Kantone. Bei ausserordentlichen Ereignissen von nationaler Ausdehnung, wie z. B. bei den Sturmsch\u00e4den durch Lothar, \u00fcbernimmt der Bund eine koordinierende Aufgabe. Bisher war die geltende Definition eines nationalen Ereignisses - orientiert an einmaligen grossen Sturmereignissen - ausreichend und klar. Ende 2018 haben die Kombinationseffekte von Sturm, Trockenheit und K\u00e4ferbefall aber gezeigt, dass das bisherige System der Ereignisbew\u00e4ltigung zusammen mit den Kantonen und der Wald- und Holzwirtschaft optimiert werden sollte. Diese Kombinationseffekte werden aufgrund des Klimawandels wichtiger, und erste Projekte wurden bereits lanciert, um diese Effekte zu untersuchen, allf\u00e4llige Massnahmen zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls zu definieren.</p><p>Dauerhafte Massnahmen und Rahmenbedingungen</p><p>Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Motion von Siebenthal 18.3925 bereits darauf hingewiesen, dass der Bund erst k\u00fcrzlich mit der letzten Waldgesetzrevision (WaG; SR 921.0; in Kraft seit 1. Januar 2017) die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, damit gegen Waldsch\u00e4den (Ursachen und Folgen) auch ausserhalb des Schutzwaldes geeignete Bek\u00e4mpfungsmassnahmen ergriffen und im Rahmen der Programmvereinbarungen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen - wenn eine Waldfunktion erheblich gef\u00e4hrdet ist (Art. 37 Abs. 1 und Art. 37a WaG). Die Beurteilung, ob eine erhebliche Gef\u00e4hrdung einer Waldfunktion vorliegt und welche Massnahmen unterst\u00fctzt resp. angeordnet werden sollen, liegt jedoch bei den Kantonen.</p><p>Falls bei gr\u00f6sseren Sch\u00e4den Massnahmen zur Wiederinstandstellung notwendig werden, sieht der Bundesrat die Chance, bereits jetzt Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel umzusetzen. Nur mit einer standortgerechten Baumartenwahl k\u00f6nnen die Schweizer W\u00e4lder auch k\u00fcnftig ihre vielf\u00e4ltigen Leistungen bei der Holzproduktion und tempor\u00e4ren CO2-Bindung erbringen. Der Bund unterst\u00fctzt die Waldeigent\u00fcmerinnen und Waldeigent\u00fcmer dabei bereits heute im Rahmen der Programmvereinbarungen (Art. 28a und 38a Bst. f WaG).</p><p>Dringliche Massnahmen in der gegenw\u00e4rtigen Lage</p><p>Die bisherige Analyse hat gezeigt, dass die gew\u00e4hlten Massnahmen in den Kantonen sehr unterschiedlich sein k\u00f6nnen, aber der jeweiligen Situation bestm\u00f6glich Rechnung tragen. Damit hat sich die bestehende Aufgabenteilung im Grundsatz bew\u00e4hrt. Neben topografischen Unterschieden sind die Schadholzmengen und -qualit\u00e4t sehr unterschiedlich. Auch die Marktkapazit\u00e4ten in der Holzindustrie sind regional unterschiedlich. So haben einzelne Kantone die Waldeigent\u00fcmerinnen und Waldeigent\u00fcmer bei der \u00dcberwachung der betroffenen Gebiete, bei Bek\u00e4mpfungsmassnahmen im Wald, bei der Einrichtung von Holzlagern ausserhalb des Waldes oder beim Holztransport unterst\u00fctzt. Bei allen Massahmen ist darauf zu achten, dass Beitr\u00e4ge von Bund und/oder Kantonen koordiniert erfolgen und den Holzmarkt nicht zus\u00e4tzlich verzerren, um angesichts der bereits jetzt vollen Lagerbest\u00e4nde nicht einen Preiszerfall des Holzes zulasten der Waldeigent\u00fcmerinnen und -eigent\u00fcmer und deren Forstbetriebe auszul\u00f6sen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1567555200000)\/","SubmittedBy":"Nicolet Jacques","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1569542400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690511929300)\/","SubmissionDate":"\/Date(1561075200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5018,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}