{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194086,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194086,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4086","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist die Zukunft einer vielf\u00e4ltigen und qualitativ hochstehenden Kulturberichterstattung gef\u00e4hrdet?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Sowohl das Informations- und Kommunikationsverhalten der Bev\u00f6lkerung als auch die Medienlandschaft wandeln sich stark und rasch. Dies wirkt sich insbesondere auch auf die mediale Kulturberichterstattung aus. Es gibt immer weniger selbstst\u00e4ndige Kulturredaktionen, sowohl in den Printmedien wie in den elektronischen Medien nimmt der Raum, der der Kultur zur Verf\u00fcgung steht, ab. Mediale Kulturinformation konzentriert sich zunehmend entweder auf Grossereignisse wie Premieren auf grossen B\u00fchnen oder Neuerscheinungen prominenter Autorinnen und Autoren oder auf kulturelle Anl\u00e4sse von lokaler oder regionaler Bedeutung. So verliert die Schweiz an Vielfalt der Themen und der kritischen Stimmen und an \u00fcberregionalen Kulturinformationen insbesondere \u00fcber die Sprachregionen hinaus. So verliert immer mehr wertvolles Kulturschaffen an Aufmerksamkeit. Denn das Kulturschaffen ist auf eine kompetente, rege und vielf\u00e4ltige \u00f6ffentliche Kulturkritik angewiesen. Sie ist es auch, die in der Bev\u00f6lkerung das Interesse am kulturellen Schaffen und Darbieten des ganzen Landes weckt und wachh\u00e4lt. Wenn Kultur gef\u00f6rdert wird, ist es auch im Interesse der F\u00f6rderung, dass sie auch Beachtung findet.</p><p>In diesem Zusammenhang bitten wir den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt er die Bedeutung der Kulturkritik f\u00fcr das Kulturschaffen und f\u00fcr das Interesse der Bev\u00f6lkerung an kulturellen Leistungen und Darbietungen?</p><p>2. Wie beurteilt er die Auswirkungen des Bedeutungsverlusts traditioneller Medien und der Medienkonzentration auf die Kulturkritik?</p><p>3. Ist er bereit, kulturjournalistische Publikationen oder Organisationen k\u00fcnftig finanziell zu unterst\u00fctzen? Oder allenfalls im Sinne einer Anschubfinanzierung oder einer Umstrukturierung vor\u00fcbergehend zu finanzieren?</p><p>4. Die Zukunft der kulturjournalistischen Kooperation zwischen CH-Intercultur (vormals Schweizer Feuilleton-Dienst) und Keystone-SDA/ATS ist ungesichert. Heute gew\u00e4hrleistet CH-Intercultur eine breite Kulturberichterstattung auch \u00fcber die Sprachregionen hinaus. Wie kann dies k\u00fcnftig sichergestellt werden, wenn diese Kooperation beendet w\u00fcrde?</p><p>5. K\u00f6nnte sich der Bundesrat auch vorstellen, im Rahmen der Kulturf\u00f6rderung wieder Special-Interest-Publikationen wie die Literaturzeitschriften zu unterst\u00fctzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>In einem mehrsprachigen, gesellschaftlich und kulturell vielf\u00e4ltigen Land wie der Schweiz sind funktionierende Medien von grosser Bedeutung. Medien haben eine wichtige Br\u00fcckenfunktion zwischen den Sprach- und Kulturr\u00e4umen. Die Frage der Zukunft der Kulturberichterstattung muss darum ebenso unter dem Blickwinkel der Medienpolitik und der Kulturpolitik behandelt werden.</p><p>Der Bundesrat hat sich bereits in seinem Bericht zum Service public im Medienbereich vom Juni 2016 mit dem Thema auseinandergesetzt. Im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes \u00fcber Radio und Fernsehen (RTVG; SR 784.40) wie auch in der Botschaft \u00fcber die F\u00f6rderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 (Vernehmlassungsentwurf) hat er konkrete Massnahmen vorgeschlagen.</p><p>Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Kultur ist auf die kritische Reflexion in der \u00d6ffentlichkeit angewiesen, um differenziert wahrgenommen zu werden und eine gesellschaftliche Wirkung entfalten zu k\u00f6nnen. Dazu k\u00f6nnen sowohl traditionelle als auch neue Medien beitragen. Denn nur mit einer breit und vielseitig informierten, kritischen \u00d6ffentlichkeit kann eine lebendige und relevante Kulturszene entstehen.</p><p>2. Die Entwicklungen in der Schweizer Medienlandschaft f\u00fchren zu einem R\u00fcckgang der Kulturkritik in den traditionellen Medien. In den letzten Jahren hat sich der mediale Echoraum von den Printmedien in die elektronischen und sozialen Medien verlagert. Dadurch sind neue M\u00f6glichkeiten der Kulturberichterstattung entstanden, allerdings verbunden mit einer Fragmentierung kulturpolitischer Auseinandersetzungen in Einzelsparten und Einzelbereiche.</p><p>3. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass eine verst\u00e4rkte F\u00f6rderung kulturkritischer Reflexion in der \u00d6ffentlichkeit n\u00f6tig ist. Die Ausrichtung von Strukturbeitr\u00e4gen an kulturjournalistische Publikationen oder Organisationen ist in diesem Zusammenhang nicht geplant. Hingegen plant die Stiftung Pro Helvetia, im Rahmen der Unterst\u00fctzung von Vermittlungsprojekten in der Periode 2021-2024 einen Schwerpunkt auf Projekte zu legen, welche die kritische Reflexion in der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber das zeitgen\u00f6ssische Kunst- und Kulturschaffen anzustossen verm\u00f6gen.</p><p>Dar\u00fcber hinaus schl\u00e4gt der Bundesrat im Rahmen der Teilrevision des RTVG eine Ausweitung der indirekten Medienf\u00f6rderung vor, welche die Aus- und Weiterbildung von Medienschaffenden, Unterst\u00fctzung von Selbstregulierungsorganisationen, F\u00f6rderung von Nachrichtenagenturen und Nutzungsforschung und Unterst\u00fctzung von IT-Projekten betrifft. Daneben will der Bundesrat neu auch Online-Medien finanziell unterst\u00fctzen sowie \u00fcber eine Revision des Postgesetzes die Zustellerm\u00e4ssigung f\u00fcr Zeitungen und Zeitschriften ausbauen. Auch die SRG hat den Auftrag, Kultur in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen zu vermitteln.</p><p>4. Das Bundesamt f\u00fcr Kultur (BAK) unterst\u00fctzt auf der Grundlage des Sprachengesetzes (SR 441.1) die journalistische Zusammenarbeit von CH-Intercultur und Keystone-SDA/ATS. \u00dcbergeordnetes Ziel ist die F\u00f6rderung der Verst\u00e4ndigung zwischen den Sprachgemeinschaften durch die Publikation von Artikeln \u00fcber sprachen- und kulturpolitische Themen. Im Hinblick auf die Periode 2021-2024 steht der Bund in Diskussion mit den beiden Organisationen \u00fcber eine \u00dcbernahme des Auftrags durch Keystone-SDA/ATS.</p><p>5. Im Rahmen seines verst\u00e4ndigungspolitischen Auftrags unterst\u00fctzt das BAK das dreisprachige Jahrbuch der Schweizer Literaturen \"Viceversa\" mit dem Ziel, das literarische Schaffen der Schweiz \u00fcber die Sprachgrenzen hinaus bekannt zu machen. Pro Helvetia unterst\u00fctzt auf Gesuchsbasis einzelne \u00fcberregional bedeutende Literaturzeitschriften hinsichtlich \u00dcbersetzungs- und Druckkosten. Auf der Grundlage des Filmgesetzes (SR 443.1) unterst\u00fctzt das BAK verschiedene Filmzeitschriften und Publikationen mit dem Ziel der St\u00e4rkung der Filmkultur und der Filmvermittlung. Zus\u00e4tzliche F\u00f6rderleistungen sind in der Periode 2021-2024 nicht geplant.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1573603200000)\/","SubmittedBy":"Marti Min Li","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|34|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690509778800)\/","SubmissionDate":"\/Date(1568851200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Medien und Kommunikation|Kultur"}}