{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194174,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194174,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4174","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"St\u00e4rkung der Kinder- und Jugendmedizin. Nationale Strategie","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den betroffenen Organisationen und Fachpersonen eine nationale Strategie zur St\u00e4rkung der Kinder- und Jugendmedizin zu erarbeiten.</p>","ReasonText":"<p>Die absolute Zahl der praktizierenden Kinder\u00e4rzte, Kinderpsychiater und Kinderchirurgen ist gem\u00e4ss der FMH-\u00c4rztestatistik in den letzten Jahren gestiegen. Dennoch gibt es Versorgungsengp\u00e4sse bez\u00fcglich der Kindermedizin. </p><p>- Eltern haben M\u00fche, bei Erkrankungen ihrer Kinder innert n\u00fctzlicher Frist einen Behandlungstermin zu erhalten. In dringenden F\u00e4llen, an Randstunden und am Wochenende ist es schwierig, Kinder ambulant behandeln lassen zu k\u00f6nnen. Die Notfallstationen der Kinderspit\u00e4ler sind \u00fcberlastet, was zu langen Wartezeiten und auch zu \u00fcberh\u00f6hten Kosten f\u00fcr einfache F\u00e4lle f\u00fchrt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Eltern gar keinen Kinderarzt mehr kontaktieren, sondern direkt in die Notfallaufnahme gehen.</p><p>- Viele Kinder\u00e4rzte sind am Ende ihres Arbeitslebens angekommen. Die meisten Nachwuchskr\u00e4fte wollen lieber Teilzeit arbeiten und angestellt sein, als eine eigene Praxis zu f\u00fchren. Praxis\u00fcbernahmen erfolgen nur noch in Teams. Die wenigsten jungen Kinder\u00e4rzte wollen in l\u00e4ndlichen Gebieten arbeiten.</p><p>- Die ambulanten und station\u00e4ren Tarifsysteme scheinen die Kosten der Kindermedizin ungen\u00fcgend abzubilden. Die Betreuung von Kindern und ihren Eltern/Erziehungsberechtigten, dem sozialen Umfeld und unterschiedlichen Kostentr\u00e4gern (IV, OKP, Suva, Kantone, Kommunen) ben\u00f6tigt einen vermehrten Zeitaufwand.</p><p>- Die Versorgungsengp\u00e4sse bei Arzneimitteln, Mitteln und Gegenst\u00e4nden nehmen zu. Verg\u00fctungen im Off-Label und im Unlicensed Use sind unklar geregelt und verursachen unn\u00f6tige Administrationsaufw\u00e4nde.</p><p>- Bei klarer Diagnose gibt es Zust\u00e4ndigkeitsstreitigkeiten zwischen den Kostentr\u00e4gern IV und KVG, welche durch eine Definition der Vorleistungspflicht zu kl\u00e4ren sind.</p><p>Am 9. September 2019 wurde von der Expertengruppe Kinder- und Jugendmedizin ein Positionspapier vorgestellt, das den Handlungsbedarf in der Kindermedizin umfassend aufzeigt und Verbesserungsvorschl\u00e4ge macht. </p><p>Ziel einer Strategie ist es, f\u00fcr eine qualitativ hochstehende und effiziente Kinder- und Jugendmedizin in der Schweiz zu sorgen. Investitionen in die Pr\u00e4vention und Behandlung von Kindern und Jugendlichen sind die Voraussetzung f\u00fcr eine gesunde Entwicklung und verhindern Sekund\u00e4rkosten f\u00fcr die Volkswirtschaft.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Dem Bundesrat ist es ein grosses Anliegen, dass f\u00fcr alle Patientengruppen eine qualitativ hochstehende, zweckm\u00e4ssige und effiziente gesundheitliche Versorgung besteht. Er ist sich der besonderen Bedeutung der Kinder- und Jugendmedizin f\u00fcr die Pr\u00e4vention chronischer Krankheiten in sp\u00e4teren Lebensphasen bewusst. Den von der Postulantin angesprochenen Herausforderungen in Bezug auf die Versorgungssituation wird durch verschiedene Massnahmen begegnet.</p><p>Hinsichtlich des Bestands und Bedarfs an \u00c4rztinnen und \u00c4rzten in der Kinder- und Jugendmedizin hat das Gesundheitsobservatorium (Obsan) 2016 im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG) verschiedene Modelle erarbeitet. Unter anderem wird die Situation der Kinder- und Jugendmedizin ermittelt. Mit diesen lassen sich zuk\u00fcnftige Prognosen ermitteln und konkrete Massnahmen f\u00fcr die \u00e4rztliche Weiterbildung auf nationaler Ebene ableiten.</p><p>Der Bundesrat sichert in seiner Stellungnahme zur Kommissionsmotion 19.3957 der SGK-S, \"Kostendeckende Finanzierung der Kinderspit\u00e4ler bei effizient erbrachten Leistungen\", zu, bei der Aus\u00fcbung seiner gesetzlichen Aufgaben im Tarifbereich auf die spezifischen Anliegen der Kinder- und Jugendmedizin ein besonderes Augenmerk zu legen. Dies hat der Bundesrat in der Vergangenheit mit den Anpassungen des Tarifs f\u00fcr ambulante \u00e4rztliche Leistungen (Tarmed) in den Jahren 2014 und 2018 bereits getan, indem er die Leistungen der Grundversorgung inkl. der P\u00e4diatrie tariflich bessergestellt hat. Aber auch mit dem Eingriff im Jahr 2018, mit dem er unter anderem f\u00fcr Kinder Ausnahmen bei den Mengenbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr gewisse Leistungen vorgesehen hat.</p><p>Wie in der Beantwortung des Postulates Moser 19.4207, \"St\u00e4rkung der Kinder- und Jugendmedizin. Versorgungsl\u00fccken schliessen\", dargelegt, wurden auch im Bereich der Versorgung mit Arzneimitteln bereits Massnahmen getroffen und umgesetzt. Im Rahmen der ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes (BBl 2016 1953; HMG, SR 812.21) wurden Massnahmen sowohl zur Entwicklung neuer kindergerechter Arzneimittel als auch zur Optimierung beim Off-Label-Einsatz bereits zugelassener, etablierter Arzneimittel getroffen. Eine Evaluation der Massnahmen soll 2024 vorliegen. Die Verg\u00fctung von Arzneimitteln im Einzelfall wird derzeit vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Auftrag des Bundesrates bis Mitte 2020 evaluiert. Bei Bedarf wird der Bundesrat Anpassungen vorschlagen.</p><p>N\u00e4chstes Jahr erscheint der Nationale Gesundheitsbericht 2020 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums. Es wird schwerpunktm\u00e4ssig auf die Kinder- und Jugendgesundheit eingehen und ein umfassendes Bild der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz vermitteln. Unter anderem werden auch Versorgungsaspekte beleuchtet.</p><p>Der Bundesrat ist folglich der Ansicht, dass die Verbesserung der Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen bereits angegangen wird. Die oben genannten Berichte (Nationaler Gesundheitsbericht 2020, Evaluation Off-Label Use) sowie die Modelle zum Bestand und Bedarf an \u00c4rztinnen und \u00c4rzten in der P\u00e4diatrie werden jedoch erlauben, die Situation erneut zu beurteilen und \u00fcber allf\u00e4llige weitere Schritte zu entscheiden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1573603200000)\/","SubmittedBy":"Humbel Ruth","BusinessStatus":215,"BusinessStatusText":"Berichterstattung zum Umsetzungsstand des Vorstosses liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1775001600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1779310795240)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569369600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}