{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194210,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194210,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4210","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schlechterstellung der Frauen beim Zugang zu Eisenmedikamenten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) arbeitet seit 2015 daran, Eisensubstitution bei Eisenmangel ohne An\u00e4mie zu \u00fcberpr\u00fcfen. Gem\u00e4ss Presseartikeln soll das Resultat Ende Jahr vorliegen. Gepr\u00fcft werden soll - neben anderen einschr\u00e4nkenden Massnahmen - auch die generelle Senkung des Eisengrenzwertes zur Einschr\u00e4nkung der Therapie. </p><p>Ein negativer Entscheid beim HTA zu Eisensubstitutionen bei Eisenmangel ohne An\u00e4mie d\u00fcrfte vor allem Frauen treffen, da sie aufgrund k\u00f6rperlicher Voraussetzungen die massgebliche Patientengruppe sind. Das Swiss Medical Board (SMB) kam in seinem Health Technology Assessment (HTA) 2014 zum Schluss, dass ein g\u00fcnstiges Kosten-Wirksamkeits-Verh\u00e4ltnis von parenteralem Eisen sowie die Wirtschaftlichkeit gegeben sind. Konkret hielt das SMB fest, dass bei Patienten mit einem schweren symptomatischen Eisenmangel oder einer Eisenmangelan\u00e4mie eine parenterale Eisentherapie ihren Stellenwert hat. In einem breit erarbeiteten Schweizer Konsensus kommen Fach\u00e4rzte zu einem \u00e4hnlichen Schluss. Zudem empfehlen sie, sich nicht auf einen Schwellenwert zu st\u00fctzen, sondern Grunderkrankung und Symptome bei der Diagnosestellung zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>Hinzu kommt, dass kurzfristige Einsparungen gem\u00e4ss einer aktuellen Studie gar Mehrkosten verursachen k\u00f6nnten. So kommen die Verfasser der Schweizer Studie \"Economic burden of symptomatic iron deficiency\" zum Schluss, dass durch Falschdiagnosen bei Eisenmangel direkte medizinische Kosten von 78 Millionen Schweizerfranken entstehen, da betroffenen Frauen anstelle einer Therapie gegen Eisenmangel stattdessen Psychopharmaka zur Symptombehandlung verschrieben werden.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>- Sieht der Bundesrat bei Eisensubstitutionen bei Eisenmangel ohne An\u00e4mie, welcher prim\u00e4r bei Frauen auftritt, Regulierungsbedarf, obwohl dieser sich medizinisch wie \u00f6konomisch kontraproduktiv auswirken d\u00fcrfte? </p><p>- Erachtet der Bundesrat eine Steuerung der Leistungen \u00fcber einen fixen Richtwert als zweckdienlich? Und falls ja, soll dieser an die Stelle einer ganzheitlichen Diagnose f\u00fcr die einzelne Patientin treten?</p><p>- Krankenkassen nehmen ihre indirekte Steuerungsfunktion bereits heute wahr. Erachtet der Bundesrat eine zus\u00e4tzliche Regulierung als verh\u00e4ltnism\u00e4ssig und notwendig?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Eisensubstitution bei Eisenmangel mit An\u00e4mie, worauf sich der Bericht des Swiss Medical Boards bezieht, ist unbestritten. In der Fachwelt stark umstritten sind jedoch die Definition und der Behandlungsbedarf eines Eisenmangels ohne An\u00e4mie.</p><p>Hinsichtlich der Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Fall von Eiseninfusionen bei Eisenmangel ohne An\u00e4mie wurden wiederholt Anfragen an das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit gerichtet. Zudem gibt es immer wieder Streitigkeiten mit den Krankenversicherern bez\u00fcglich deren Verg\u00fctung sowie mehrere Gerichtsprozesse. Auch wurde die Thematik in der Interpellation Heim 12.3715, \"Ungleiche Versorgung in der Grundversicherung\", aufgegriffen.</p><p>Der Bundesrat erachtet es als angezeigt, die Fragen hinsichtlich Eisensubstitution bei Eisenmangel ohne An\u00e4mie wissenschaftlich fundiert mit einem Health-Technology-Assessment-Bericht aufzubereiten. Dieser Bericht ist ergebnisoffen und wird keine Vorschl\u00e4ge hinsichtlich einer Regulierung enthalten. Ob und allenfalls in welcher Art ein Regulierungsbedarf besteht, wird erst nach Vorliegen des HTA-Berichtes evaluiert. Somit kann der Bundesrat derzeit zu den Fragen des Regulierungsbedarfs nicht Stellung nehmen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1574208000000)\/","SubmittedBy":"Feri Yvonne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510803927)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569456000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}