{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194222,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194222,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4222","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Zusammenspiel mit Biodiversit\u00e4t im Wald langfristig sicherstellen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Laut ETH-Forschern kann der Klimawandel gebremst werden mit der Aufforstung der W\u00e4lder. Wald ist eines der wertvollsten Geschenke der Natur, als Sauerstofflieferant, als CO2-Speicher und als Lieferant des einzigartigen Rohstoffes mit Nachwuchs, des Holzes. Wie gehen wir in Zukunft mit diesem Geschenk um? Es ist leider immer mehr zu beobachten, wie der Wald leidet und sich im Wandel befindet. Mitbetroffen sind Baumarten, die von grosser wirtschaftlicher Bedeutung sind: so der Brotbaum der Holzwirtschaft, die Fichte, aber auch Tanne und Buche. Deshalb interessiert die Haltung des Bundesrates zu unserem Wald der Zukunft. Soll der Wald auch k\u00fcnftig genutzt werden k\u00f6nnen, braucht es entsprechende Massnahmen. Viele Unternehmen der Holzkette verbunden mit Arbeits- und Ausbildungspl\u00e4tzen sind auf den Wald als Rohstofflieferant angewiesen. Es ist von allgemeinem Interesse, dass die Biodiversit\u00e4t dabei auch in Zukunft ihre Berechtigung behalten muss. Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie soll der Wald der Zukunft aussehen bez\u00fcglich Wirtschaftswald und damit verbunden die wichtige und sehr w\u00fcnschenswerte Holznutzung im Einklang mit der Biodiversit\u00e4t?</p><p>2. Welche Entwicklungen bei den Hauptbaumarten, insbesondere den f\u00fcr die Holzwirtschaft wichtigen Hauptbaumarten Fichte, Tanne, Buche, erwartet der Bundesrat konkret in den n\u00e4chsten 10, 20, 30 Jahren?</p><p>3. Welche Gegenmassnahmen k\u00f6nnen geplant und welche Baumsorten sollen heute gepflanzt werden, wenn die genannten Baumarten k\u00fcnftig immer mehr wegen Trockenheit und Sch\u00e4dlingen fehlen werden?</p><p>4. Welche konkreten Empfehlungen leitet der Bundesrat daraus ab zuhanden der Waldeigent\u00fcmer, Forstbetriebe und Holzindustrie?</p><p>5. Mit welchen Massnahmen und in welchem Umfang kann der Bund bei der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung, insbesondere des Borkenk\u00e4fers, und der Aufarbeitung des Schadholzes helfen und wo nicht? Und welche diesbez\u00fcglichen M\u00f6glichkeiten und Vorgaben gibt der Bund den Kantonen?</p><p>6. Wie sieht f\u00fcr den Bundesrat ein klimafitter Waldbau konkret aus, und welche Unterst\u00fctzung kann der Bund den Waldeigent\u00fcmern und Forstbetrieben geben?</p><p>7. Wie schnell k\u00f6nnen geplante Massnahmen umgesetzt werden in Anbetracht dessen, dass ein Baum 50 bis 70 Jahre lang wachsen muss, bis er wirtschaftlich genutzt werden kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Gem\u00e4ss dem nationalen Waldgesetz ergreifen der Bund und die Kantone Massnahmen, welche den Wald darin unterst\u00fctzen, alle seine Funktionen auch unter ver\u00e4nderten Klimabedingungen nachhaltig erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen (Art. 28a des Bundesgesetzes \u00fcber den Wald, WaG; SR 921.0). Der Wald der Zukunft muss deshalb resilient gegen Klimawandel sein und weiterhin alle Waldfunktionen erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Der Waldwirtschaft kommt hierbei eine besonders wichtige Rolle zu. Die Waldbewirtschaftung soll f\u00fcr gemischte, strukturierte, baumartenreiche Best\u00e4nde sorgen, weil diese stabiler und resistenter gegen\u00fcber Extremereignissen wie St\u00fcrme und Schadorganismen sind.</p><p>2. Das langj\u00e4hrige Forschungsprogramm des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU) und der Eidgen\u00f6ssischen Anstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zu Wald und Klimawandel, aber auch andere Forschungen im In- und Ausland zeigen auf, dass die Fichten in den n\u00e4chsten Jahrzehnten an vielen Standorten im Mittelland stark gef\u00e4hrdet sind. Die trockenen Sommerperioden 2018 und 2019 lassen weiter vermuten, dass in Zukunft auch die Tanne und die Buche aufgrund des Klimawandels vermehrt unter Druck geraten, geschw\u00e4cht sind oder stellenweise sogar absterben. Diese Prozesse scheinen schneller fortzuschreiten als bisher angenommen.</p><p>3./4. Der Bund gew\u00e4hrt im Rahmen der Programmvereinbarungen den Kantonen globale Finanzhilfen an Massnahmen, welche die Wirtschaftlichkeit der Waldbewirtschaftung verbessern. Dazu geh\u00f6ren z. B. die Jungwaldpflege und die gezielte Anpassung von standortspezifischen Waldbest\u00e4nden an sich ver\u00e4ndernde Klimabedingungen sowie die Gewinnung von forstlichem Vermehrungsgut f\u00fcr die genetische Vielfalt von wichtigen Baumarten in den Samenerntebest\u00e4nden. Der Bundesrat gibt keine Empfehlungen direkt an die Waldeigent\u00fcmerinnen und Waldeigent\u00fcmer. Dies obliegt den Kantonen. Der Bund f\u00f6rdert und unterst\u00fctzt jedoch die Aus- und Weiterbildung des Forstpersonals zu diesem Thema.</p><p>5. Um eine Verbreitung der Sch\u00e4den zu vermeiden, sollen die von Borkenk\u00e4fern befallenen B\u00e4ume rechtzeitig so wenig wie m\u00f6glich bzw. so viel wie n\u00f6tig verarbeitet werden (ernten, entrinden). Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Motion von Siebenthal 18.3925 bereits darauf hingewiesen, dass der Bund mit der letzten Waldgesetzrevision (in Kraft seit 1. Januar 2017) die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, damit gegen Waldsch\u00e4den (Ursachen und Folgen) auch ausserhalb des Schutzwaldes geeignete Bek\u00e4mpfungsmassnahmen ergriffen und im Rahmen der Programmvereinbarungen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen (Art. 37a WaG). Der Bund unterst\u00fctzt weiter die Forschung, das Monitoring und liefert der \u00d6ffentlichkeit Daten dazu.</p><p>6./7. Aus der Forschung weiss man, dass ein artenreicher und gut strukturierter Wald mit reduzierter Umtriebszeit oder mit permanenten Verj\u00fcngungsprozessen resistenter gegen die Auswirkungen des Klimawandels ist. Deshalb werden die Jungwaldpflege und die Bestandesbegr\u00fcndung von Eichen und seltenen Baumarten vom Bund gef\u00f6rdert. Im Schutzwald k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Massnahmen (beispielsweise zur Verbesserung der Schutzwirksamkeit des Waldes oder zur Bek\u00e4mpfung von Waldsch\u00e4den) finanziert werden. Die Anpassung des Waldes an den Klimawandel ist ein kontinuierlicher Prozess in den n\u00e4chsten Jahrzehnten, und viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer haben bereits begonnen, klimaresistente Baumarten zu f\u00f6rdern - dies u. a. mit der Unterst\u00fctzung von Bund und Kantonen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1574812800000)\/","SubmittedBy":"Fl\u00fcckiger-B\u00e4ni Sylvia","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1575504000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510465127)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569456000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}