{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194233,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194233,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4233","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gr\u00fcnfl\u00e4chen entlang von Nationalstrassen f\u00fcr die Artenvielfalt nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Gr\u00fcnfl\u00e4chen entlang der Nationalstrassen werden regelm\u00e4ssig gem\u00e4ht, geschnitten und gepflegt. Diese intensive Pflege der Gr\u00fcnr\u00e4ume entlang der Nationalstrassen kostet j\u00e4hrlich rund 35 Millionen Franken. Gleichzeitig nimmt die Artenvielfalt in der Schweiz stetig ab, weil vielen Lebewesen und Pflanzenarten der geforderte Lebensraum nicht mehr oder nur ungen\u00fcgend zur Verf\u00fcgung steht. </p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Ist es wirklich notwendig, dass alle Gr\u00fcnfl\u00e4chen entlang von Nationalstrassen derart intensiv gem\u00e4ht und gepflegt werden?</p><p>2. W\u00e4re es m\u00f6glich, gewisse Gr\u00fcnfl\u00e4chen weniger intensiv zu betreuen, ohne dass die Strassensicherheit beeintr\u00e4chtigt wird? </p><p>3. Wie viel Prozent der rund 4300 Hektaren Gr\u00fcnfl\u00e4che w\u00e4ren dazu geeignet, mehr sich selbst \u00fcberlassen zu werden und nicht mehr regelm\u00e4ssig gem\u00e4ht und gepflegt zu werden? </p><p>4. Gibt es ein Einsparpotenzial, wenn alle nicht sicherheitsrelevanten Gr\u00fcnfl\u00e4chen nicht mehr regelm\u00e4ssig gem\u00e4ht und geschnitten werden?</p><p>5. Welche bedrohten Pflanzenarten und Tiere w\u00e4ren potenzielle Nutzniesserinnen einer weniger intensiven Pflege der Gr\u00fcnfl\u00e4chen entlang von Nationalstrassen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Es werden nicht alle Gr\u00fcnfl\u00e4chen entlang von Nationalstrassen gleich intensiv gem\u00e4ht und gepflegt. Um der Artenvielfalt und der Biodiversit\u00e4t Rechnung zu tragen, hat das Bundesamt f\u00fcr Strassen (ASTRA) 2015 die Richtlinie 18007 \"Gr\u00fcnr\u00e4ume an Nationalstrassen\" erarbeitet und publiziert. Ziel dieser Richtlinie ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Gestaltung und eines nachhaltigen Unterhalts der Gr\u00fcnr\u00e4ume an Nationalstrassen, im Gleichgewicht zwischen den Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und den Anforderungen von Natur und Landschaft. Mit dieser Richtlinie wird insbesondere auch die Umsetzung der Strategie Biodiversit\u00e4t des Bundes im Bereich dieser Fl\u00e4chen sichergestellt. Dabei werden bez\u00fcglich der Gr\u00fcnr\u00e4ume insbesondere drei Fl\u00e4chentypen unterschieden: intensive Unterhaltszonen, extensive Unterhaltszonen ohne Biodiversit\u00e4tsschwerpunkte sowie extensive Unterhaltszonen mit Biodiversit\u00e4tsschwerpunkten.</p><p>Ziel der Pflegearbeiten in der intensiven Unterhaltszone ist es, die Sicherheit und Verf\u00fcgbarkeit der Strasse sowie einen wirtschaftlichen Unterhalt zu garantieren. Dazu wird die Vegetation mindestens zweimal pro Jahr zur\u00fcckgeschnitten.</p><p>Ziel der Pflegearbeiten in den extensiven Unterhaltszonen (mit und ohne Biodiversit\u00e4tsschwerpunkte) ist es, die Verkehrssicherheit zu garantieren und die \u00f6kologische Qualit\u00e4t der Vegetation zu f\u00f6rdern und zu erhalten. Die Pflege erfolgt in l\u00e4ngeren Zeitabschnitten: Die Anzahl Schnitte wird reduziert. Zudem werden nicht alle Fl\u00e4chen gleichzeitig geschnitten, um so Kleintieren R\u00fcckzugsr\u00e4ume und \u00dcberwinterungsm\u00f6glichkeiten zu geben.</p><p>Die Strassenunterhaltsdienste setzen die Richtlinie 18007 um. Es braucht jedoch eine gewisse Zeit, bevor der Erfolg sichtbar wird. Schon heute schont jedoch der in der Richtlinie geforderte h\u00f6here Grasschnitt Kleinlebewesen am Boden.</p><p>2./3. Die unter Ziffer 1 erw\u00e4hnte Differenzierung zwischen den drei Fl\u00e4chentypen ber\u00fccksichtigt die unterschiedlichen Anspr\u00fcche an Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie die \u00f6kologischen Anliegen in bestm\u00f6glicher Weise.</p><p>Fl\u00e4chen, die heute als intensive Unterhaltszonen ausgeschieden sind, k\u00f6nnen nicht weniger betreut werden, ohne dass Abstriche bei der Sicherheit und Verf\u00fcgbarkeit der Nationalstrassen gemacht werden m\u00fcssten.</p><p>Rund 20 Prozent der Gr\u00fcnfl\u00e4chen der Nationalstrassen werden als extensive Unterhaltszonen mit Biodiversit\u00e4tsschwerpunkten ausgeschieden. Sie haben dementsprechend ein grosses \u00f6kologisches Potenzial. Grunds\u00e4tzlich zwingt die immer st\u00e4rkere Verbreitung von invasiven Neophyten entlang der Strassenb\u00f6schungen dazu, punktuell regelm\u00e4ssig zu m\u00e4hen oder andere Massnahmen zu deren Bek\u00e4mpfung einzuleiten.</p><p>4. Das Einsparpotenzial ist insgesamt gering. Trotz Unterscheidung m\u00fcssen alle drei Fl\u00e4chentypen gepflegt werden, sonst w\u00fcrden Wiesen zu Geh\u00f6lz und Geh\u00f6lz zu W\u00e4ldern. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden muss Geh\u00f6lz entlang der Nationalstrassen ab einer gewissen Gr\u00f6sse zur\u00fcckgeschnitten werden. Bei Vegetationstypen ohne Geh\u00f6lz wie z. B. Magerwiesen, welche eine artenreiche Zusammensetzung aufweisen, gen\u00fcgt ein Schnitt j\u00e4hrlich oder jedes zweite Jahr.</p><p>5. Das ASTRA hat zur \"Erfassung der Biodiversit\u00e4tsschwerpunkte\" eine Untersuchung durchgef\u00fchrt. Dabei wurde festgestellt, dass an Nationalstrassen mit naturnahen Lebensr\u00e4umen (z. B. Magerwiesen) viele seltene und sch\u00fctzenswerte Pflanzen- und Tierarten profitieren k\u00f6nnen, wie z. B. Eidechsen, Schmetterlinge, Wildbienen oder Orchideen.</p><p>Zurzeit erarbeitet das ASTRA eine Methode zur Zustandsbewertung der Gr\u00fcnr\u00e4ume an Nationalstrassen. L\u00e4ngerfristig soll ein entsprechendes Monitoring durchgef\u00fchrt werden. Die Ergebnisse des Monitorings werden die Abw\u00e4gung zwischen den Interessen zur F\u00f6rderung der \u00f6kologischen Qualit\u00e4t der Vegetation und der Verkehrssicherheit vereinfachen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1574812800000)\/","SubmittedBy":"K\u00e4lin Ir\u00e8ne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48|52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510374000)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569456000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr|Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}