{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194253,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194253,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4253","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Tierschutzwidrige Zust\u00e4nde auf dem Gitzi- und L\u00e4mmermarkt","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Schaf- und Ziegenmilch erfreuen sich immer gr\u00f6sserer Beliebtheit. Dagegen sind die auf den Milchbetrieben geborenen Jungtiere leider oft bloss Nebenprodukte, f\u00fcr welche der Absatz schlecht ist. Die Jungtiere werden vielmals bereits im Alter von zwei bis drei Tagen an H\u00e4ndler verkauft. Oftmals haben die Tiere bis zur Ankunft im Schlachtbetrieb nach sechs bis acht Wochen ihr Dasein auf mehreren Betrieben verbracht und lange Transporte hinter sich. Ihr gesundheitlicher Zustand ist oft schlecht, und Mortalit\u00e4tsraten von bis zu 13 Prozent sind in der Praxis keine Seltenheit. Die R\u00fcckverfolgbarkeit der Transport- und Aufenthaltswege von Gitzi und L\u00e4mmern ist nicht gegeben. Neu sollen ab 2020 auch Schafe und Ziegen individuell in der Tierverkehrsdatenbank registriert werden. </p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie wird der Bundesrat bei der Umsetzung der Registrierung ab dem 1. Januar 2020 sicherstellen, dass die Jungtiere korrekt markiert werden, deren R\u00fcckverfolgbarkeit gegeben ist resp. nicht nur ein Besitzerwechsel, sondern auch Standortverschiebungen l\u00fcckenlos erfasst werden? </p><p>2. Kann der Bundesrat Angaben machen zur gesundheitlichen Situation von gem\u00e4steten Gitzi und L\u00e4mmern aus der Milchproduktion?</p><p>3. Hat der Bundesrat vor, Vorschriften zu erlassen, welche regeln, wann fr\u00fchestens Gitzi und L\u00e4mmer verkauft und transportiert werden d\u00fcrfen?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit zu pr\u00fcfen, ob - analog zum K\u00e4lbergesundheitsdienst - auch ein Gesundheitsdienst f\u00fcr Gitzi und L\u00e4mmer einzurichten ist? </p><p>5. Gibt es Hinweise darauf, dass nicht alle Gitzi und L\u00e4mmer aus der Milchproduktion in registrierten Schlachtbetrieben geschlachtet werden, und wenn ja, gibt es Vermutungen dazu, wo und unter welchen Bedingungen diese Tiere ihr Leben beenden?</p><p>6. F\u00fcr den Vollzug des Tierschutz- und des Lebensmittelrechts sind die Kantone zust\u00e4ndig. Sind die Mittel f\u00fcr eine korrekte Durchsetzung der Tierschutz- und Hygienevorschriften in allen Kantonen gen\u00fcgend?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die ab dem 1. Januar 2020 vorgeschriebene Registrierung der einzelnen Schafe und Ziegen in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) wird neu die genaue R\u00fcckverfolgbarkeit der einzelnen Tiere erm\u00f6glichen und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Tiergesundheit, zum Tierschutz und zur Lebensmittelsicherheit. Die Tierhaltenden m\u00fcssen neu ihre Tiere mit doppelten Ohrmarken kennzeichnen und der TVD s\u00e4mtliche Geburten, Zu- und Abg\u00e4nge, Ein- und Ausfuhren sowie Schlachtungen und Verendungen melden. Bei Verstellungen ist jeder Zu- und Abgang eines Tieres auf einer Tierhaltung meldepflichtig. Ob damit ein Eigent\u00fcmerwechsel verbunden ist, spielt keine Rolle. Der kantonale Vollzug \u00fcberpr\u00fcft die Einhaltung dieser Vorschriften, wie bei den anderen Tierarten, im Rahmen der amtlichen Kontrollen in der Prim\u00e4rproduktion in den Tierhaltungen, der Kontrollen an Viehm\u00e4rkten und -ausstellungen sowie anl\u00e4sslich der Schlachtung. Insk\u00fcnftig werden Entsorgungsbeitr\u00e4ge nur noch bei Vollst\u00e4ndigkeit der Tiergeschichte ausgerichtet. Dies stellt einen wirksamen Anreiz f\u00fcr eine l\u00fcckenlose Dokumentation und damit der R\u00fcckverfolgbarkeit sicher.</p><p>2. Es existiert heute keine schweizweite Erfassung des Gesundheitsstatus nach Altersgruppen von Schafen und Ziegen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Gesundheitsproblematik bei L\u00e4mmern und Gitzi insbesondere darin besteht, dass viele von ihnen auf Mastbetriebe gebracht werden, wenn sie erst wenige Tage alt sind und ihr Immunsystem noch nicht ausgebildet ist. Dadurch sind sie anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten.</p><p>3. Zum Umgang mit L\u00e4mmern und Gitzi aus milchproduzierenden Ziegen- und Schafhaltungen liegen aktuell noch kaum Informationen vor. Dies wird sich mit der Erfassung der Daten zu den L\u00e4mmern und Gitzi in der TVD (vgl. Ziff. 1) \u00e4ndern. Damit wird es m\u00f6glich sein, den Handel mit diesen Jungtieren zu analysieren und so die Risiken f\u00fcr deren Gesundheit und Wohlergehen abzusch\u00e4tzen. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse werden dann gegebenenfalls Empfehlungen f\u00fcr die Tierhaltenden oder Vorgaben f\u00fcr die tiergerechte Haltung und das Management der Jungtiere erarbeitet.</p><p>4. Der Beratungs- und Gesundheitsdienst f\u00fcr Kleinwiederk\u00e4uer ber\u00e4t auch hinsichtlich der Gesundheit von L\u00e4mmern und Gitzi. Dabei handelt es sich um eine private Organisation zur F\u00f6rderung der Tiergesundheit mittels Beratung und gezielter Bek\u00e4mpfungsprogramme, welche von Bund und Kantonen unterst\u00fctzt wird.</p><p>5. Gem\u00e4ss Angaben der kantonalen Veterin\u00e4rdienste bestehen keine Hinweise auf Unregelm\u00e4ssigkeiten bei der Schlachtung von L\u00e4mmern und Gitzi. Allerdings wird erst die detaillierte Tierverkehrskontrolle f\u00fcr Schafe und Ziegen (vgl. Ziff. 1) die n\u00f6tigen Daten liefern, um die Frage verl\u00e4sslich beantworten zu k\u00f6nnen.</p><p>6. Nach Auffassung des Bundesrates sind angemessene Ressourcen der kantonalen Vollzugsorgane entscheidend f\u00fcr eine konsequente Durchsetzung der Tierschutz- und Hygienevorschriften. Die Verantwortung f\u00fcr gen\u00fcgende Ressourcen liegt bei den Kantonen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1574812800000)\/","SubmittedBy":"Vogler Karl","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690509964883)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569456000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}