{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194291,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194291,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4291","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Antibiotikakrise. Die Erforschung und Entwicklung innovativer Antibiotika erfordert neue finanzielle Anreize","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, neben den bestehenden Aktivit\u00e4ten (Star, NFP 72 u. a.) Wege zu eruieren, wie die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika im internationalen Verbund gef\u00f6rdert werden kann. Dies soll insbesondere die wissenschaftliche und praktische Exploration von Pull-Mechanismen umfassen, aber auch die Pr\u00fcfung einer internationalen Zusammenarbeit beinhalten.</p>","ReasonText":"<p>In immer schnellerer Kadenz jagen sich die Berichte \u00fcber die fortschreitende Verbreitung aggressiver bakterieller Keime, welchen zunehmend selbst mit den letzten Reserve-Antibiotika nicht beizukommen ist. Das Schreckensszenario eines R\u00fcckfalls ins vorantibiotische Zeitalter scheint, allen nationalen und internationalen beh\u00f6rdlichen Massnahmen zum Trotz, immer realistischere Formen anzunehmen.</p><p>Dementsprechend wird weltweit fieberhaft nach regulatorischen Massnahmen gesucht, um die seit den 1980er-Jahren blockierte Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika anzuregen. Dabei stehen sog. Push-Anreize im Vordergrund, welche neue Projekte in der Forschungs- und Entwicklungsphase f\u00f6rdern sollen. Diese f\u00fchren tats\u00e4chlich in einigen F\u00e4llen zur Entdeckung neuer potenzieller Wirkstoffe. Die gefundenen Wirkstoffe werden aber kaum zu marktf\u00e4higen Produkten weiterentwickelt, da es im Bereich der wesentlich teureren klinischen Entwicklungsphasen (Phase I bis III) kaum F\u00f6rderinstrumente gibt. Ohne das Bestehen von sog. Pull-Anreizen erweisen sich die get\u00e4tigten Push-Anreize also in der Folge als weitgehend ineffektiv.</p><p>Durch Pull-Anreize k\u00f6nnten Unternehmen zum Beispiel durch eine Markteintrittspr\u00e4mie, die unabh\u00e4ngig von der verkauften Menge gezahlt wird, belohnt werden, sobald sie ein neues Produkt auf den Markt bringen. Unter Pull-Instrumenten werden unter anderem Versicherungsmodelle, Transferable Exclusivity Extensions oder die Gew\u00e4hrung einer Marktexklusivit\u00e4t \u00fcber die Patentlaufzeit hinaus verstanden. Durch internationale Abstimmung muss verhindert werden, dass L\u00e4nder als Trittbrettfahrer von solchen Massnahmen gegen das heutige Marktversagen profitieren, ohne sich an den Kosten zu beteiligen. </p><p>Zu pr\u00fcfen ist, ob ein optimaler Push-Pull-Mix als Kombination dieser beiden Strategien zum Ziel f\u00fchrt.</p><p>Im Verbund mit anderen L\u00e4ndern ist das Pharmaland Schweiz pr\u00e4destiniert, eine f\u00fchrende Rolle zu spielen und L\u00f6sungen zu entwickeln, die der Innovationskraft und der Bedeutung unseres Landes entsprechen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zur Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika werden Investitionen in Milliardenh\u00f6he ben\u00f6tigt. Nur durch eine enge internationale Zusammenarbeit und \u00fcberstaatliche Programme kann diese Herausforderung angegangen werden. Die Schweiz unterst\u00fctzt daher international koordinierte Ans\u00e4tze mit dem Ziel, Anreize f\u00fcr die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika zu schaffen. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass auch die Problematik der Ausgestaltung von Pull- und Push-Mechanismen im internationalen Verbund angegangen werden muss. Die Schweiz engagiert sich daher aktiv in internationalen Foren und Partnerschaften, welche diese Thematik behandeln.</p><p>Konkret beteiligt sich die Schweiz auf internationaler Ebene bereits an verschiedenen Programmen, welche die Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben. Im Speziellen sind hier die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP) mit Sitz in Genf und der Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub in Berlin zu nennen. Letzterer wird von der Schweiz mit personellen Ressourcen unterst\u00fctzt (Detachierung). Zudem bestehen mit Horizon 2020 und der Joint Programming Initiative for Antimicrobial Resistance (JPIAMR) weitere Gef\u00e4sse, an denen sich die Schweiz zur umfassenden F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Antibiotikaresistenzen international aktiv beteiligt.</p><p>Wie bereits im Postulat B\u00e9gl\u00e9 19.3860 dargelegt, kann das Problem der Antibiotikaresistenzen nicht nur durch neue Antibiotika gel\u00f6st werden, wie die WHO und globale Forschungsprogramme deutlich aufzeigen. Zentral f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Resistenzbildung sind Massnahmen, die den sachgem\u00e4ssen Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin weltweit sicherstellen.</p><p>Der Bundesrat hat entsprechende Massnahmen im Rahmen der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) ergriffen. Zudem beteiligt sich die Schweiz wie dargelegt aktiv an international koordinierten Bestrebungen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1574208000000)\/","SubmittedBy":"Heim Bea","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510404293)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569542400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}