{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194292,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194292,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4292","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wann wird die In-vitro-Fertilisation von der Krankenversicherung \u00fcbernommen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Heute leidet in der Schweiz eines von sieben Paaren an Unfruchtbarkeit. Wer auf eine In-vitro-Fertilisation (IVF) zur\u00fcckgreifen m\u00f6chte, muss das aus eigener Tasche zahlen, denn weder die Grundversicherung noch die Zusatzversicherungen \u00fcbernehmen diese Behandlung. Dagegen werden die ovarielle Stimulation und die k\u00fcnstliche Insemination, zwei Techniken, die Mehrlingsschwangerschaften beg\u00fcnstigen und somit ein hohes Risiko f\u00fcr Mutter und Kind darstellen, von der Krankenversicherung \u00fcbernommen.</p><p>Paare, die eine IVF durchf\u00fchren lassen, haben heute die M\u00f6glichkeit, Embryonen zu kultivieren und zu kryokonservieren. Dieses fortschrittliche Verfahren verhindert wiederholte Fehlgeburten und andere Komplikationen, die ein Paar physisch und psychisch belasten.</p><p>Die Kosten f\u00fcr eine IVF k\u00f6nnen sich auf mehrere zehntausend Franken belaufen. Einige Paare mit Kinderwunsch haben angesichts der hohen Preise f\u00fcr eine IVF in der Schweiz keine andere Wahl, als ins Ausland zu gehen, um eine f\u00fcr sie erschwingliche IVF durchf\u00fchren zu lassen. Diese Situation ist absurd, umso mehr als Unfruchtbarkeit von der Weltgesundheitsorganisation als Krankheit anerkannt wird. Es ist zudem nicht wirklich logisch, die R\u00fcckerstattungen auf zwei Behandlungen zu konzentrieren, die Fachleuten zufolge ein hohes Risiko bergen und gleichzeitig weniger Aussicht auf Erfolg versprechen. Es w\u00e4re doch aus wirtschaftlicher Sicht und f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit im Hinblick auf die Massnahmen zur Reduktion der Mehrlingsrate viel wirksamer, die IVF zu \u00fcbernehmen und das \"eingesparte\" Geld f\u00fcr die R\u00fcckerstattung der medizinisch unterst\u00fctzten Fortpflanzung einzusetzen. Dieses System funktioniert vor allem in Belgien und Schweden sehr erfolgreich.</p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass er bestimmte Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit f\u00f6rdert, wenn die Kosten daf\u00fcr r\u00fcckerstattet werden, obwohl es sich dabei nicht unbedingt um die Behandlungen mit den besten Chancen auf Erfolg handelt?</p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, die Wirksamkeit der IVF im Vergleich mit der ovariellen Stimulation und der intrauterinen Insemination zu untersuchen?</p><p>3. W\u00e4re es rein wirtschaftlich gesehen nicht vorzuziehen, die R\u00fcckerstattung der Kosten f\u00fcr die IVF vorzusehen, anstatt die R\u00fcckerstattungen f\u00fcr Behandlungen zu vervielfachen, die sicherlich weniger teuer, aber auch viel weniger wirksam sind?</p><p>4. Gibt es Hoffnung, dass die IVF in naher Zukunft von der Krankenversicherung \u00fcbernommen wird, und wenn ja, unter welchen Bedingungen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Ein direkter Vergleich zwischen der Methode der intrauterinen Insemination und der In-vitro-Fertilisation (IVF) ist schwierig. Es handelt sich um zwei Methoden, die bei unterschiedlichen medizinischen Indikationen zur Anwendung gelangen. Unfruchtbarkeit kann mehrere Ursachen haben, die auch kombiniert auftreten k\u00f6nnen. Je nach Ursache sind die aus medizinischer Sicht angezeigten Verfahren unterschiedlich. Entgegen den Ausf\u00fchrungen der Interpellantin ist die IVF nicht immer die bessere Methode, in diesen F\u00e4llen wird also nicht aus rein finanziellen Gr\u00fcnden ein zweckm\u00e4ssiges durch ein weniger zweckm\u00e4ssiges Verfahren ersetzt. Der Bundesrat ist nicht der Ansicht, dass er eine Methode zuungunsten einer anderen beg\u00fcnstigt, sondern nach seiner Meinung m\u00fcssen die Voraussetzungen f\u00fcr eine Kosten\u00fcbernahme allgemein beurteilt und festgelegt werden.</p><p>2./3. Die Pr\u00fcfung der Wirksamkeit der IVF ist keine Aufgabe des Bundesrates. Das Verfahren f\u00fcr die Beurteilung neuer Leistungen im Hinblick auf eine Kosten\u00fcbernahme durch die OKP ist vorgegeben. Im Rahmen dieses Verfahrens m\u00fcssen die Berufsverb\u00e4nde oder die interessierten Organisationen einen formellen Antrag einreichen. Die ELGK pr\u00fcft die fragliche Leistung und gibt eine Empfehlung f\u00fcr oder gegen eine Kosten\u00fcbernahme ab. Die definitiven Entscheide, die vom Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) getroffen werden, werden in Anhang 1 der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) aufgef\u00fchrt.</p><p>Die Parlamentarische Verwaltungskontrolle (PVK) hat dieses Verfahren im Jahr 2008 gepr\u00fcft und f\u00fcr angemessen befunden. Eine Revision des geltenden rechtlichen Rahmens ist weder n\u00f6tig noch gerechtfertigt.</p><p>4. Alle interessierten Kreise k\u00f6nnen einen Antrag auf Kosten\u00fcbernahme durch die OKP einreichen oder Anpassungen bestehender Einschr\u00e4nkungen verlangen. Die Kinderwunschzentren wissen, dass sie einen neuen Antrag mit den neusten medizinischen Erkenntnissen einreichen k\u00f6nnen, die f\u00fcr die Beurteilung dieser Leistung gem\u00e4ss den Kriterien der Wirksamkeit, der Zweckm\u00e4ssigkeit und der Wirtschaftlichkeit (WZW-Kriterien) erforderlich sind.</p><p>Bis heute wurde kein neuer Antrag zur Pr\u00fcfung der IVF eingereicht. Bevor eine Beurteilung durchgef\u00fchrt wurde, kann keine zuverl\u00e4ssige Aussage zu den Massnahmen und ihren Wirkungen gemacht werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1572998400000)\/","SubmittedBy":"Piller Carrard Val\u00e9rie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1576800000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510421443)\/","SubmissionDate":"\/Date(1569542400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5019,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}