{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194488,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194488,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4488","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Diskriminierung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher durch unzul\u00e4ngliche Finanzierungsmodelle","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten in einem Bericht aufzuzeigen, wie die Finanzierung kinder- und jugendpsychiatrischer Institutionen zu steuern ist, dass Benachteiligungen vermieden werden. Im Speziellen soll er aufzeigen, wie teilstation\u00e4re Angebote in ausreichender Zahl und Gr\u00f6sse finanziell zu sichern sind.</p>","ReasonText":"<p>Eine effiziente fr\u00fchzeitige Behandlung psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen beinhaltet ein riesiges Potenzial und ist f\u00fcr die Betroffenen, ihre Familien aber auch gesamtgesellschaftlich von unsch\u00e4tzbarem Wert. Der Behandlungsaufwand ist im Vergleich zu andern Fachdisziplinen \u00fcberm\u00e4ssig gross. Es m\u00fcssen nicht nur komplexe entwicklungsspezifische Aspekte ber\u00fccksichtigt werden, sondern auch der gesamte soziale Kontext. Der Einbezug von Familie und weiterem Umfeld, von Ausbildungs- und Tagesst\u00e4tten, Sonderschulen, Sozialdiensten, Coaches, Peers usw. erfordert viel Zeit. Die damit zu erbringenden sozialpsychiatrischen Leistungen fallen betriebswirtschaftlich deutlich ins Gewicht. Das f\u00fchrt dazu, dass kinder- und jugendpsychiatrische Institutionen ihren Auftrag innerhalb der etablierten Finanzierungsmodelle nicht kostendeckend erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Ungen\u00fcgende Personalschl\u00fcssel, unzumutbar lange Wartezeiten in den Ambulatorien, fehlende teilstation\u00e4re Angebote und \u00fcberf\u00fcllte Kliniken sind die Folge. </p><p>Die Versorgungsl\u00fccken haben auf Planungsebene auch damit zu tun, dass die spezifischen Eigenheiten des Fachbereichs weder erkannt noch ber\u00fccksichtigt werden. Am deutlichsten zeigt sich die Fehlversorgung beim Mangel an teilstation\u00e4ren Angeboten: Hometreatment-Equipen oder Tageskliniken gibt es nur in wenigen Kantonen und auch dort nur in geringer Gr\u00f6sse, obwohl vielen Betroffenen mit schweren, langdauernden Erkrankungen mit diesen Angeboten am besten geholfen werden k\u00f6nnte. Mangels teilstation\u00e4rer Pl\u00e4tze m\u00fcssen die Patientinnen und Patienten aus ihrem angestammten Umfeld herausgerissen und station\u00e4r untergebracht werden, wo sie die Behandlungspl\u00e4tze derjenigen konkurrieren, die die Klinik wirklich brauchen. Ihre Behandlung kostet letztendlich in der Klinik unn\u00f6tigerweise deutlich mehr als in der Tagesklinik. Der Grund f\u00fcr diesen Missstand ist offensichtlich: Weil teilstation\u00e4re Pl\u00e4tze ambulant abgerechnet werden, sind sie ein Verlustgesch\u00e4ft. Es braucht Massnahmen, damit der Grundsatz \"ambulant vor teilstation\u00e4r vor station\u00e4r\" hier nicht ins Gegenteil verkehrt bleibt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik ist die psychische Gesundheit seit dem Jahr 2000 ein st\u00e4ndiges und gemeinsames Thema von Bund und Kantonen. Die Komplexit\u00e4t der Thematik und die f\u00f6deralistischen Strukturen verlangen hierbei einen differenzierten und kontinuierlichen Austausch. </p><p>Dem Bundesrat ist es ein grosses Anliegen, dass in der Schweiz eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung und deren Finanzierung f\u00fcr s\u00e4mtliche Patientengruppen gew\u00e4hrleistet ist. In seinen Berichten in Erf\u00fcllung der Postulate 10.3255 \"Zukunft der Psychiatrie\" und 13.3370 \"Beabsichtigte Massnahmen zur psychischen Gesundheit in der Schweiz\" kommt er zum Schluss, dass in der Schweiz gute und qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgungsstrukturen bestehen, die f\u00fcr viele psychisch kranken Menschen eine bedarfsgerechte Behandlung und Betreuung anbieten. Die Berichte zeigen aber auch, dass Handlungsbedarf besteht und der Bund und die betreffenden Akteure im Rahmen ihrer Kompetenzen Massnahmen ergreifen m\u00fcssen, so zum Beispiel in Bezug auf die Verbesserung der Planungsgrundlagen f\u00fcr die Weiterentwicklung aller Angebotsstrukturen, die Weiterentwicklung der Angebotsqualit\u00e4t und bessere Koordination der Angebote, die nachhaltige Finanzierung der intermedi\u00e4ren Angebotsstrukturen und die Unterst\u00fctzung der Qualifikation von Fachpersonen im Bereich Psychiatrie. </p><p>Was die Verbesserung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz betrifft, h\u00e4lt der Bundesrat in seiner gesundheitspolitischer Strategie 2020 - 2030 fest (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Gesundheit2030), dass s\u00e4mtliche Akteure Massnahmen f\u00fcr eine Nutzung bisher nicht ausgesch\u00f6pfter Potenziale in der Schwangerschaft, der Fr\u00fchkindphase, im Kindergarten, in der Schule und im \u00dcbergang zum Beruf entwickeln sollen. F\u00fcr psychische Krankheiten gilt hierbei ein besonderer Fokus. Das Thema der psychischen Gesundheit wird also in der neuen Strategie weitergef\u00fchrt.</p><p>Der Bund regelt den Umfang der Kosten\u00fcbernahme in den Sozialversicherungen. Derzeit \u00fcberpr\u00fcft der Bundesrat die Voraussetzungen der Kosten\u00fcbernahme der \u00e4rztlichen und psychologischen Psychotherapie durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Die entsprechende Vernehmlassungsvorlage sieht vor, dass der Zugang zur Psychotherapie f\u00fcr Menschen mit psychischen Problemen einfacher und schneller erfolgen soll, insbesondere auch f\u00fcr Kinder und Jugendliche fest (www.bag.admin.ch &gt; Versicherungen &gt; Krankenversicherung &gt; Laufende Revisionsprojekte). Deshalb sollen psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten k\u00fcnftig nicht mehr unter Aufsicht eines Arztes arbeiten m\u00fcssen, sondern auf \u00e4rztliche Anordnung selbst\u00e4ndig t\u00e4tig sein k\u00f6nnen</p><p>Der Bundesrat anerkennt, dass bei der Finanzierung namentlich der intermedi\u00e4ren Angebotsstrukturen Herausforderungen bestehen k\u00f6nnen. Der Bund tr\u00e4gt im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeit dazu bei, dass diese Herausforderungen angegangen werden. Die Steuerung und Sicherstellung des Angebots liegt indessen in der Zust\u00e4ndigkeit der Kantone. So sind in den vergangenen Jahren an der Schnittstelle ambulant/station\u00e4r in mehreren Kantonen zu verschiedenen Angebotsstrukturen Modellprojekte entwickelt und umgesetzt worden, mit dem Ziel, die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen der ambulanten und der station\u00e4ren psychiatrischen Versorgung zu verbessern. Wie eine nachhaltige Finanzierung dieser Angebotsstrukturen auszugestalten ist, ist in erster Linie durch die Kantone - unter Einbezug der Tarifpartner - zu pr\u00fcfen. Eine zus\u00e4tzliche Berichterstattung durch den Bundesrat ist diesbez\u00fcglich nicht zielf\u00fchrend. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1582070400000)\/","SubmittedBy":"Roth Franziska","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1639353600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510540043)\/","SubmissionDate":"\/Date(1576627200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5101,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}