{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194501,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194501,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4501","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist die Erstellung einer Datenbank \u00fcber den Antibiotika-Einsatz in der Humanmedizin denkbar?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Warum ist die Humanmedizin gem\u00e4ss dem One-health-Ansatz der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) von der Meldepflicht f\u00fcr Antibiotikaeinsatz ausgenommen?</p><p>2. Sieht der Bundesrat einen Vorteil darin, den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin der Meldepflicht zu unterstellen?</p><p>3. Weiss der Bundesrat, welche Antibiotika bei welcher Indikation und in welcher Dosierung in der Humanmedizin angewendet werden?</p><p>4. Weiss der Bundesrat, wo in der Humanmedizin der gr\u00f6sste Sensibilisierungsbedarf bez\u00fcglich des \"prudent use\" besteht?</p>","ReasonText":"<p>Die StAR wurde im Jahr 2015 vom Bundesrat verabschiedet und basiert auf dem One-health-Ansatz. Die Human- und Veterin\u00e4rmedizin sowie die Landwirtschaft sind gleichermassen betroffen und daf\u00fcr verantwortlich, die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten.  </p><p>Die Veterin\u00e4rmedizin und die Landwirtschaft haben zahlreiche Massnahmen eingef\u00fchrt. So wurde viel Sensibilisierungsarbeit geleistet und der Einsatz von Antibiotika, insbesondere von kritischen Substanzen, konnte stark reduziert werden. </p><p>Seit 2019 m\u00fcssen alle an Tiere verabreichten Antibiotika in einer Datenbank registriert werden. So wird man in Zukunft genau wissen, wer wie viel Antibiotika konsumiert und wo weitere Reduktionsbem\u00fchungen angestellt werden m\u00fcssen. In der Humanmedizin ist dies nicht der Fall. Obwohl es Studien gibt, die beispielsweise zeigen, dass sich Haus\u00e4rzte bei der Verschreibung von Antibiotika nicht an den Grundsatz des \"prudent use\" halten und obwohl der Antibiotikakonsum in den letzten Jahren nicht zur\u00fcckgegangen ist, unterliegt die Humanmedizin keiner Meldepflicht bei der Verschreibung von Antibiotika. Im Sinne des One-health-Ansatzes w\u00e4re dies aber absolut notwendig. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. und 2. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass die Gesundheitsgef\u00e4hrdungen f\u00fcr Mensch und Tier, die von den weltweit zunehmenden Antibiotikaresistenzen ausgehen, nur durch Massnahmen in allen betroffenen Bereichen einged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen. Er hat deshalb dem One-Health Aspekt im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) einen hohen Stellenwert zugemessen. </p><p>Zur Verbesserung des sachgerechten Umgangs mit Antibiotika im Humanbereich haben die zust\u00e4ndigen medizinischen Fachgesellschaften in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) bis Ende 2019 mehrere schweizweit geltende Verschreibungsrichtlinien formuliert. Der Bundesrat erhofft sich von der breiten Anwendung dieser Richtlinien eine Vereinheitlichung der Verschreibung, Abgabe und Anwendung von Antibiotika auf nationaler Ebene. Er erachtet deshalb die Einf\u00fchrung einer Deklarationspflicht zum jetzigen Zeitpunkt als nicht opportun. Sollte aufgrund der im Rahmen eines Monitorings erhobenen Daten (siehe Antwort zu Frage 3) innerhalb angemessener Frist keine Verbesserung der Situation erkennbar sein, schliesst der Bundesrat jedoch nicht aus, weitere, allenfalls restriktivere Massnahmen zu pr\u00fcfen. Die Vor- und Nachteile einer Deklarationspflicht w\u00e4ren dabei im Rahmen der daf\u00fcr notwendigen gesetzlichen Anpassungen unter Einbezug der betroffenen Kreise abzuw\u00e4gen. Dabei werden auch die Erfahrungen mit dem Informationssystem im Veterin\u00e4rbereich zu ber\u00fccksichtigen sein.</p><p>3. Die \u00dcberwachung des Antibiotikaverbrauchs wird durch das Schweizerische Zentrum f\u00fcr Antibiotikaresistenzen Anresis sichergestellt. Im Spitalbereich hat Anresis mit 49 freiwillig meldenden Spitalapotheken der Schweizer Akutspit\u00e4ler ein \u00dcberwachungsnetzwerk errichtet. Diese liefern Anresis eine Zusammenstellung der gelieferten Antibiotikamengen im station\u00e4ren und spitalambulanten Bereich. Daraus werden repr\u00e4sentative Hochrechnungen erstellt und den meldenden Spit\u00e4lern in anonymisierter Form zur\u00fcckgemeldet. Dies erlaubt es den Spit\u00e4lern, sich mit anderen Gesundheitseinrichtungen zu vergleichen und je nach Detailanalyse den Antibiotikaeinsatz zu optimieren. Angaben zur Gesamtmenge an Antibiotika, die Anresis j\u00e4hrlich gemeldet wird, sind auf der Webseite von Anresis verf\u00fcgbar (<a href=\"http://www.anresis.ch\">www.anresis.ch</a>). </p><p>Im ambulanten Bereich ausserhalb von Spit\u00e4lern werden Daten zur Gesamtmenge der verwendeten Antibiotika auf regionaler und nationaler Ebene durch Verkaufszahlen erhoben. Um ein Bild zur Verschreibungsqualit\u00e4t bezogen auf die Indikation zu erhalten, f\u00fchrt das BAG seit 2016 eine fortlaufende Studie zur Antibiotikaverschreibungspraxis bei \u00c4rztinnen und \u00c4rzten im Rahmen des freiwilligen Meldesystems \"Sentinella\" durch. Innerhalb der letzten 2 Jahre zeigt sich dabei ein Wechsel hin zu weniger und qualitativ besseren Antibiotikaverschreibungen entlang der \u00e4rztlichen Richtlinien.</p><p>4. Aufgrund der aktuellen Resistenzlage geht der Bundesrat davon aus, dass ein Sensibilisierungsbedarf bei s\u00e4mtlichen Akteuren besteht, und zwar entlang des Prozesses von der Forschung und Entwicklung von antibakteriell wirkenden Medikamenten, \u00fcber die Sicherstellung der Versorgung und die Verschreibung bis hin zur Anwendung und Entsorgung dieser Medikamente. Er hat deshalb bereits bei der Erarbeitung von StAR einen sehr breiten stakeholderbasierten Ansatz gew\u00e4hlt, der auch im Rahmen der Strategieumsetzung weitergef\u00fchrt wird. Die Sensibilisierungsschwerpunkte im Humanbereich liegen zurzeit bei der \u00c4rzteschaft (Verschreibungsrichtlinien), im Spitalbereich (Empfehlungen zu Stewardship-Programmen), bei Patientinnen und Patienten (Informationsmaterial) und bei der Gesamtbev\u00f6lkerung (Sensibilisierungskampagne \"Nutze sie richtig, es ist wichtig\"). </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1582070400000)\/","SubmittedBy":"Gschwind Jean-Paul","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510366937)\/","SubmissionDate":"\/Date(1576713600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5101,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}