{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194508,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194508,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4508","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Mutterschaft als Jobkiller. Wir brauchen mehr Informationen dar\u00fcber, warum Frauen nach dem Mutterschaftsurlaub nicht in den Beruf zur\u00fcckkehren","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Ergebnisse der im Jahr 2016 durchgef\u00fchrten Studie \u00fcber Erwerbsunterbr\u00fcche von M\u00fcttern wenige Monate nach der Geburt ihres Kindes zu vertiefen. Dabei sollen die qualitativen Aspekte dieser Entscheidung zum Erwerbsunterbruch gepr\u00fcft werden, insbesondere, wenn diese Entscheidung in einem Arbeitsumfeld getroffen wurde, das f\u00fcr eine R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz ung\u00fcnstig war, oder wenn der Arbeitgeber direkten oder indirekten Druck auf die Frau ausge\u00fcbt hat.</p>","ReasonText":"<p>Eine Untersuchung des B\u00fcros f\u00fcr arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass 10 Prozent der Frauen aufgrund ihrer Mutterschaft Opfer von Diskriminierung wurden. Bei der Ank\u00fcndigung ihrer Schwangerschaft bekamen 10 Prozent der Betroffenen den \u00c4rger ihres Arbeitgebers zu sp\u00fcren, und in 6 Prozent der F\u00e4lle legte der Arbeitgeber den Frauen nahe, eine andere Arbeit zu suchen. F\u00fcr fast 20 Prozent der Frauen bedeutete die Ank\u00fcndigung der Schwangerschaft, dass sich der Arbeitgeber von ihnen \"in gegenseitigem Einverst\u00e4ndnis\" trennen wollte oder dass er ihnen die K\u00fcndigung in Aussicht stellte. 11 Prozent gaben an, dass sie die Arbeit wegen einer K\u00fcndigung nicht wieder aufgenommen hatten. Mehr als ein Drittel der betroffenen Frauen (36 %) wurden nach Ablauf des K\u00fcndigungsschutzes von 16 Wochen entlassen, weil sie diese Arbeitsstelle nicht behalten wollten. </p><p>Die zitierte Studie besch\u00e4ftigt sich mit dem benachbarten Thema der Erwerbsunterbr\u00fcche vor der Geburt und verr\u00e4t deshalb die wahren Gr\u00fcnde, warum Frauen nach dem Mutterschaftsurlaub nicht ins Arbeitsleben zur\u00fcckkehren, nur indirekt oder l\u00fcckenhaft. Es k\u00f6nnte unm\u00f6glich gewesen sein, ein kleineres Pensum zu erhalten oder die Arbeitszeit vor\u00fcbergehend anzupassen, oder der Arbeitgeber k\u00f6nnte sich geweigert haben, den elterlichen Pflichten der M\u00fctter Rechnung zu tragen. </p><p>In diesen Zeiten, in denen die Wirtschaft M\u00fche hat, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte zu finden, ist das Ausscheiden von Frauen aus dem Arbeitsmarkt nach dem Mutterschaftsurlaub problematisch. Wir brauchen verl\u00e4ssliche wissenschaftliche Daten, um die Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Ausscheiden zu ermitteln und so konstruktive L\u00f6sungen zu finden. Die in ihrer Art einzigartige Studie aus dem Jahr 2016 muss daher erweitert und von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden regelm\u00e4ssig weitergef\u00fchrt werden, damit wir qualitative Daten zu diesem Thema erhalten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat seine Haltung zu ungewollten Erwerbsunterbr\u00fcchen in seinen Stellungnahmen zu den Motionen Reynard Mathias 19.3058, \"Versch\u00e4rfung der Sanktionen bei K\u00fcndigung wegen Mutterschaft oder Schwangerschaft\" und Reynard Mathias 19.3059, \"K\u00fcndigungsschutz f\u00fcr Arbeitnehmerinnen. Sperrfrist bei der R\u00fcckkehr aus dem Mutterschaftsurlaub verl\u00e4ngern\", bekr\u00e4ftigt. F\u00fcr den Bund ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine politische Priorit\u00e4t und auch aus wirtschaftlicher Hinsicht von grosser Bedeutung. Der Bundesrat unterst\u00fctzt denn auch das Anliegen des Postulats, die Arbeitsmarktf\u00e4higkeit nach Erwerbsunterbr\u00fcchen von M\u00fcttern zu erhalten. Die Entwicklung zeigt dabei in die richtige Richtung: Gem\u00e4ss Schweizerischer Arbeitskr\u00e4fteerhebung halbierte sich in den vergangenen 25 Jahren der Anteil der nicht erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter auf 20 Prozent. Gleichzeitig arbeiteten 2018 bereits 63 Prozent der erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter mit einem Stellenpensum von mehr als 50 Prozent.</p><p>Die von der Postulantin erw\u00e4hnte Studie im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV) aus dem Jahr 2018 befasste sich in erster Linie mit Erwerbsunterbr\u00fcchen vor der Geburt (Rudin/Stutz/Bischof/J\u00e4ggi/Bannwart, Erwerbsunterbr\u00fcche vor der Geburt, BSV, Forschungsbericht 2/18). Einige Seiten widmen sich jedoch auch mit Statistiken der Situation nach dem Mutterschaftsurlaub. Bezogen auf alle vormals erwerbst\u00e4tigen Frauen erweist sich, dass 5,6 Prozent ihre Stelle von sich aus k\u00fcndigen, weitere 3,2 Prozent wurden vom Arbeitgeber entlassen. Es zeigt sich aber, dass mit 81 Prozent die grosse Mehrheit der Frauen innerhalb eines Jahres nach der Geburt wieder einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgeht; 4 weitere Prozent planen den Wiedereinstieg auf diesen Zeitpunkt. Bei den 15 Prozent der M\u00fctter, die zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Erwerbst\u00e4tigkeit aufgenommen haben, wurden folgende Gr\u00fcnde angegeben: 36 Prozent m\u00f6chten bis auf weiteres nicht mehr erwerbst\u00e4tig sein, 22 Prozent wurde keine Weiterbesch\u00e4ftigung mit tieferem Pensum angeboten, 13 Prozent wollen ihren Mutterschaftsurlaub verl\u00e4ngern, 12 Prozent haben keinen passenden Betreuungsplatz gefunden, 11 Prozent wurden durch den Arbeitgeber gek\u00fcndigt und 6 Prozent haben gesundheitliche Komplikationen.</p><p>Die in der Studie im Auftrag des BSV erhobenen Gr\u00fcnde zur Erwerbssituation nach dem Mutterschaftsurlaub lassen darauf schliessen, dass die grosse Mehrheit der Frauen dem Arbeitsmarkt auf eigenen Wunsch und auf eigene Kosten vor\u00fcbergehend oder l\u00e4nger fernbleibt. Allgemein scheinen einvernehmliche L\u00f6sungen in einem unterst\u00fctzenden Umfeld gefunden worden zu sein. So gaben 82 Prozent der in der Studie befragten M\u00fctter an, nach der Ank\u00fcndigung ihrer Schwangerschaft immer gut behandelt und unterst\u00fctzt worden zu sein. Ferner haben 62 Prozent der Frauen, die ihr erstes Kind bekommen und ihre Erwerbst\u00e4tigkeit wiederaufgenommen haben, ihr Pensum reduziert. Dies l\u00e4sst darauf schliessen, dass die Arbeitgebenden nach M\u00f6glichkeit auf dieses Bed\u00fcrfnis eingehen.</p><p>Diese Ergebnisse d\u00fcrfen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass es bei einer Minderheit der F\u00e4lle weiterhin zu Problemen kommt. Wie der Bundesrat in seinen Stellungnahmen zu den eingangs erw\u00e4hnten Motionen 19.3058 und 19.3059 aber unterstrich, ist er der Ansicht, dass die gesetzliche Regelung insgesamt einen guten Schutz bietet.</p><p>Die Gr\u00fcnde und die Umst\u00e4nde f\u00fcr Erwerbsunterbr\u00fcche nach Geburten sind also bereits belegt. Der Bundesrat sieht in einer erneuten Analyse der Situation keinen Mehrwert. Er wird jedoch weiterhin die verf\u00fcgbaren Daten analysieren und der Integration von Fachkr\u00e4ften in den Arbeitsmarkt eine hohe Priorit\u00e4t beimessen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1583452800000)\/","SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1639699200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|44|1236|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510162897)\/","SubmissionDate":"\/Date(1576713600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5101,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Menschenrechte|Gesundheit"}}