{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194516,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194516,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4516","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Der Verlust der Biodiversit\u00e4t tr\u00e4gt wesentlich zu einem R\u00fcckgang der biologischen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung und der Best\u00e4ubung sowie zu geringeren landwirtschaftlichen Ertr\u00e4gen bei","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kennt der Bundesrat die Ergebnisse der unten erw\u00e4hnten Studie, an der auch Schweizer Forschungsinstitute, darunter Agroscope, teilgenommen haben?</p><p>2. Wie beurteilt der Bundesrat den Ansatz und die Ergebnisse dieser Studie?</p><p>3. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus f\u00fcr die Schweiz ziehen?</p><p>4. Sind, zur Gew\u00e4hrleistung der Versorgungssicherheit, umfassendere Massnahmen zur Erhaltung der Biodiversit\u00e4t n\u00f6tig, wenn die Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen den Verlust der Biodiversit\u00e4t und von \u00d6kosystemdienstleistungen f\u00fcr die Landwirtschaft nicht aufhalten k\u00f6nnen?</p><p>5. Wenn nein, warum nicht?</p><p>6. Wenn ja, wie und in welchem Umfang wird dies in der AP 22+ ber\u00fccksichtigt?</p>","ReasonText":"<p>Die Biodiversit\u00e4t erweist der Landwirtschaft unter anderem mit der Best\u00e4ubung und der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung einen grossen Dienst. Um die Zusammenh\u00e4nge zwischen Bodennutzung, Biodiversit\u00e4t und \u00d6kosystemdienstleistungen in der Landwirtschaft besser zu verstehen, haben mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 78 verschiedenen Forschungsinstituten Daten aus 89 Studien ausgewertet. Diese Studien wurden an 1500 Standorten weltweit durchgef\u00fchrt: von Maisfeldern in den USA \u00fcber Weizenfelder in der Schweiz bis hin zu Kaffeeplantagen in Indien. Die Daten wurden einheitlich ausgewertet (Dainese et al, Science Advances, 2019). Die Analysen zeigen, dass sich eine hohe Biodiversit\u00e4t - z. B. die Best\u00e4ubung durch Wildbienen oder die biologische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung durch Schlupfwespen und K\u00e4fer - positiv auf die Ertr\u00e4ge der Landwirtschaft auswirkt. Je h\u00f6her die Artenvielfalt und je strukturierter die Agrarlandschaft ist, desto h\u00f6her sind die Ertr\u00e4ge. </p><p>Umgekehrt f\u00fchrt eine geringe Biodiversit\u00e4t eindeutig zu geringeren landwirtschaftlichen Ertr\u00e4gen. Forscher gehen davon aus, dass in der Landwirtschaft 50 Prozent der negativen Auswirkungen auf eine geringe Biodiversit\u00e4t in der Agrarlandschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. </p><p>Zu Direktzahlungen berechtigende Landwirtschaftsfl\u00e4chen haben in der Schweiz positive Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t. Zu diesen Fl\u00e4chen geh\u00f6ren beispielsweise Hecken, unebene Wiesen und Wildblumenstreifen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen jedoch zum Schluss, dass es mehr braucht, um den Verlust der Biodiversit\u00e4t und den daraus resultierenden R\u00fcckgang der \u00d6kosystemleistungen aufzuhalten und dass zus\u00e4tzliche Massnahmen zur Erhaltung der Biodiversit\u00e4t erforderlich sind. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat hat diese Meta-Analyse zur Kenntnis genommen. Die Schweizer Daten zu den Raps- und Weizenkulturen sind Gegenstand von Agroscope-Publikationen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde im Agrarbericht 2017 des BLW ver\u00f6ffentlicht.</p><p>2. Die 89 Studien waren nicht f\u00fcr einen Vergleich untereinander vorgesehen. Interessant ist jedoch, dass die f\u00fcr die Schweiz vorliegenden Ergebnisse mit denen in anderen agronomischen Kontexten vergleichbar sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Versorgungsleistungen der Agrar\u00f6kosysteme direkt von der Vielfalt der Best\u00e4uber und N\u00fctzlinge abh\u00e4ngig sind. Dar\u00fcber hinaus wirkt sich die Homogenisierung der Landschaft negativ auf die Vielfalt dieser zwei wichtigen funktionellen Einheiten f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion aus.</p><p>3. Die F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t ist sehr wichtig f\u00fcr die Aufrechterhaltung einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion. Die Vielfalt der Best\u00e4uber und N\u00fctzlinge unterst\u00fctzt die Produktion und erm\u00f6glicht es sogar in gewissen F\u00e4llen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.</p><p>4 und 5. Die Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen des derzeitigen Direktzahlungssystems alleine, k\u00f6nnen den allgemeinen R\u00fcckgang der Biodiversit\u00e4t und der entsprechenden \u00d6kosystemleistungen nicht aufhalten. Die Agrarpolitik (AP) wirkt auch auf anderen Ebenen mit dem Ziel, den Einsatz von Produktionsmitteln zu reduzieren und die Emissionen, die sich auf die biologische Vielfalt auswirken, zu verringern. Zudem gibt es Massnahmen, die \u00fcber den Agrarsektor hinausgehen oder gerade weiterentwickelt werden. Seit 2008 sind die Programmvereinbarungen ein Instrument f\u00fcr die gemeinsamen Aufgaben von Bund und Kantonen. Der Aktionsplan Biodiversit\u00e4t Schweiz umfasst 26 Massnahmen zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t.</p><p>6. Die Ergebnisse einer Evaluation zeigen, dass das heutige F\u00f6rdersystem effizienter gestaltet werden kann (BLW 2019, Schlussbericht und Kurzinformation zur Evaluation der Biodiversit\u00e4tsbeitr\u00e4ge). Zu den wichtigsten im Rahmen der AP22+ vorgeschlagenen Stossrichtungen geh\u00f6ren die Zunahme der Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen im Ackerbau, Massnahmen im Gr\u00fcnland und die verst\u00e4rkte F\u00f6rderung von Kleinstrukturen. Ziel ist es, landwirtschaftliche Praktiken zu f\u00f6rdern, die die Insekten sch\u00fctzen und ihnen Lebensr\u00e4ume in ausreichender Menge und Qualit\u00e4t garantieren. Diese Massnahmen werden der Vielfalt der Best\u00e4uber und N\u00fctzlinge zugutekommen.</p><p>Dar\u00fcber hinaus sieht die AP22+ die Entwicklung weiterer Anreize vor, die sich positiv auf die biologische Vielfalt auswirken k\u00f6nnen. Mit Produktionssystembeitr\u00e4gen sollen Massnahmen verst\u00e4rkt werden, die eine naturnahe Produktion f\u00f6rdern.</p><p>Das heisst eine Produktion, die weniger Pflanzenschutzmittel verwendet, N\u00e4hrstoffverluste verhindert, weniger Treibhausgase emittiert, die Humusbildung zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit erm\u00f6glicht und die funktionelle Biodiversit\u00e4t mittels mehrj\u00e4hriger Bl\u00fchstreifen, die das Insektenaufkommen beg\u00fcnstigen, miteinbezieht. Ausserdem sollen Beitr\u00e4ge f\u00fcr die standortangepasste Landwirtschaft die F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t auf regionaler Ebene st\u00e4rken. Schliesslich wird vorgeschlagen, die Anforderungen im \u00f6kologischen Leistungsnachweis (\u00d6LN) bez\u00fcglich Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und N\u00e4hrstoffen zu erh\u00f6hen, um Direktzahlungen zu erhalten. In seiner Medienmitteilung vom 21. August 2019 hat der Bundesrat seinen Beschluss zur Einf\u00fchrung eines verbindlichen Absenkpfades zur Verringerung der N\u00e4hrstoffverluste bekannt gegeben (-10\u00a0Prozent bis 2025 und -20\u00a0Prozent bis 2030, Referenzjahre 2014/16). Die Verringerung der Stickstoff- und Phosphor\u00fcbersch\u00fcsse wird sich positiv auf die biologische Vielfalt auswirken.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1581465600000)\/","SubmittedBy":"Fivaz Fabien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510054367)\/","SubmissionDate":"\/Date(1576713600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5101,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}