{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20194538,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20194538,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"19.4538","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schleppschlauch-Obligatorium zur G\u00fclleausbringung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich ersuche sie mir folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Auf welcher Grundlage basiert der Entscheid, eines Schleppschlauchobligatoriums zum heutigen Zeitpunkt?</p><p>2. Auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen beruht das Berechnungsmodell, das von einer Reduktion der Ammoniakemission mittels Schleppschlauchausbringung ausgeht?</p><p>3. Kann die Wirksamkeit des Schleppschlauchs mit fundierten Zahlen belegt werden?</p><p>4. Ist das momentane Berechnungsmodell \u00fcberhaupt realistisch und in die Praxis \u00fcbertragbar?</p><p>5. H\u00e4lt der Bundesrat an der obligatorischen Einf\u00fchrung der Schleppschlauch Praxis fest?</p>","ReasonText":"<p>Zwischen Praxis und Theorie gibt es eine Diskrepanz. Das heisst die Messwerte belegen keine Reduktion und die Berechnungsmodelle sagten eine solche voraus. Bei der Berechnung spielen auch \u00e4ussere Umst\u00e4nde wie Temperatur, Trockenmasse der G\u00fclle und die Wetterverh\u00e4ltnisse zum Zeitpunkt der Austragung eine Rolle.</p><p>Dieses Obligatorium stellt viele Betriebsleiter ein weiteres mal vor neue Investitionen. Nat\u00fcrlich ist es m\u00f6glich dies auch \u00fcberbetrieblich zu l\u00f6sen, sprich mit Lohnunternehmungen, die wiederum viel gr\u00f6ssere und schwerere Ger\u00e4te brauchen und zudem weniger R\u00fccksicht auf die Wetterverh\u00e4ltnisse nehmen k\u00f6nnen. Dies wiederum erh\u00f6ht den Bodendruck und f\u00f6rdert die Bodenverdichtung. Mehrere maschinelle Arbeitsg\u00e4nge sind erforderlich um diesen Umstand auszugleichen, was sich wiederum finanziell wie auch \u00f6kologisch negativ auswirken wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zu 1) Die Minderung der landwirtschaftlichen Ammoniakemissionen ist ein wichtiges Ziel der Agrar- und Umweltpolitik. In seinem Bericht in Erf\u00fcllung des Postulates 13.4284 Bertschy \"Nat\u00fcrliche Lebensgrundlagen und ressourceneffiziente Produktion. Aktualisierung der Ziele\" hat der Bundesrat festgehalten, dass bei technischen, betrieblichen und organisatorischen Massnahmen noch ein beachtliches Minderungspotential bestehe. Aus diesem Grund hat der Bundesrat bereits in der Agrarpolitik 2014-2017, sowie in seiner Botschaft zur Agrarpolitik ab 2022 die Anforderung formuliert, dass emissionsmindernde Ausbringverfahren in die Luftreinhalte-Verordnung (LRV; SR 814.318.142.1) integriert werden sollen. Ammoniak- und auch Geruchsemissionen, die aufgrund der Ausbringung von G\u00fclle auf landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen entstehen, k\u00f6nnen durch die Anwendung von emissionsmindernden Ausbringtechniken wie z. B. mit Schleppschlauchsystem deutlich reduziert werden.</p><p></p><p>Zu 2), 3) und 4) Verfahren zur emissionsmindernden Ausbringung von G\u00fclle sind erfolgreich erprobt und entsprechen dem Stand der Technik, welcher bereits 2007 im \"Leitfaden \u00fcber Techniken zur Vermeidung und Verringerung von Ammoniakemissionen\" der Wirtschaftskommission f\u00fcr Europa der Vereinten Nationen (UNECE) publiziert wurde. Der auch in der Vollzugshilfe von 2012 \"N\u00e4hrstoffe und Verwendung von D\u00fcngern in der Landwirtschaft\" der Bundes\u00e4mter f\u00fcr Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW) beschriebene Stand der Technik ist nach wie vor aktuell. Neuere Studien von Agroscope und der Hochschule f\u00fcr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) best\u00e4tigen das Minderungspotential der emissionsarmen Ausbringtechniken. Der Einsatz eines Schleppschlauchsystems reduziert die Ammoniakemissionen um 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum Breitverteiler.</p><p>Die Grundlagen zur Berechnung der Emissionsminderung entsprechen dem Stand des Wissens. Das Minderungspotential wurde durch Messungen im Feld best\u00e4tigt. Emissionsmindernde Ausbringverfahren wurden seit 2008 finanziell unterst\u00fctzt. \u00dcber 40 Prozent der G\u00fclle werden heute mittels emissionsmindernden Verfahren ausgebracht. Dies zeigt, dass die Umsetzung in der Praxis funktioniert.</p><p></p><p>Zu 5) Die obligatorische Anwendung von emissionsarmen Techniken zur G\u00fclleausbringung - dort wo es die Topographie erlaubt (Hangneigung bis 18 Prozent) - f\u00fchrt zu einer Steigerung der emissionsarm ausgebrachten G\u00fclle von 40 auf 70 Prozent. Dies tr\u00e4gt zur Erreichung der Umweltziele bei. Die mit Ressourceneffizienzbeitr\u00e4gen unterst\u00fctzten Massnahmen m\u00fcssen gem\u00e4ss Artikel\u00a076 Absatz\u00a03 Buchstabe\u00a0b des Landwirtschaftsgesetzes (LwG; SR 910.1) nach Ablauf der F\u00f6rderung weitergef\u00fchrt werden. Mit der Integration der emissionsmindernden Ausbringverfahren in die Luftreinhalte-Verordnung (LRV; SR 814.318.142.1) und in die Direktzahlungsverordnung (DZV; SR 910.13) wird die weitere Anwendung dieser Technik sichergestellt. Damit Betriebe, die bisher keine solchen Verfahren einsetzten, sich anpassen k\u00f6nnen, tritt das Obligatorium erst am 1. Januar 2022 in Kraft. Um den Anpassungsprozess weiter zu unterst\u00fctzen, soll die F\u00f6rderung mittels Ressourceneffizienzbeitr\u00e4gen aus den Direktzahlungen in den Jahren 2020 und 2021 im Sinne der Motion 19.4392 \"Beitr\u00e4ge f\u00fcr emissionsmindernde Ausbringverfahren bis 2021\" der Finanzkommission des Nationalrates weitergef\u00fchrt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1582675200000)\/","SubmittedBy":"Gafner Andreas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1592524800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690510764430)\/","SubmissionDate":"\/Date(1576713600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5101,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}