{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200332,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20200332,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.332","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"Freiburger Modell der pharmazeutischen Betreuung in Pflegeheimen","Description":null,"InitialSituation":"<p class=\"Standard_d\">-</p>","Proceedings":"<h4 class=\"SDA_Meldung_d\">SDA-Meldung</h4><h3 class=\"Debatte_sda_linksb\u00fcndig_d\"><strong>Debatte im St\u00e4nderat, 16.12.2021</strong></h3><p class=\"Standard_d\">Der St\u00e4nderat will nichts wissen vom Freiburger Modell der pharmazeutischen Betreuung in Pflegeheimen. Er hat der entsprechenden Standesinitiative des Kantons Freiburg mit 19 zu 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen keine Folge gegeben. Das System erm\u00f6gliche sowohl eine angepasste und wirtschaftlich stabile Medikation als auch eine kleinere Verschwendung von Arzneimitteln und Pflegematerial, hatte das Freiburger Kantonsparlament argumentiert. Das Modell der pauschalen Abrechnung der Medikamente f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime des Kantons Freiburg habe sich 15 Jahre lang bew\u00e4hrt. Pro Jahr konnten \u00fcber drei Millionen Franken eingespart werden. Die Abschaffung ist in den Augen der Freiburger Regierung ein Nonsens. Seit Mitte 2018 gilt aber auf Bundesebene eine ge\u00e4nderte Verordnung \u00fcber den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA). Diese ist nicht kompatibel mit dem Freiburger Modell.</p><p class=\"Standard_d\">&nbsp;</p><h4 class=\"SDA_Meldung_d\"><strong>Debatte im Nationalrat, 27.02.2023</strong></h4><p class=\"Standard_d\">Folge gegeben.</p><p>&nbsp;</p><h3 class=\"Debatte_sda_linksb\u00fcndig_d\"><strong>Debatte im St\u00e4nderat, 05.03.2024</strong></h3><p class=\"Standard_d\">Keine Folge gegeben.</p>","DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Bundesbeh\u00f6rden werden eingeladen, die Gesetzesbestimmungen zu erlassen, die n\u00f6tig sind, um die erforderlichen Instrumente f\u00fcr die Verg\u00fctung umfassender Leistungen von Gesundheitsfachpersonengruppen zugunsten von Patientengruppen, die sowohl bei der Wirtschaftlichkeit als auch bei der Verbesserung der Pflegequalit\u00e4t einen tats\u00e4chlichen Mehrwert darstellen, wie das Freiburger Modell der pharmazeutischen Betreuung in den Pflegeheimen, in die obligatorische Krankenpflegeversicherung zu integrieren.</p>","ReasonText":"<p>Im Jahr 2002 wurde eine Tarifvereinbarung eingef\u00fchrt, die zwischen dem Verband Freiburgischer Alterseinrichtungen (VFA) und sant\u00e9suisse ausgehandelt worden war, unter Mitwirkung des Apothekerverbands des Kantons Freiburg; Zweck der Vereinbarung war es, die Finanzierung der Arzneimittel und des MiGeL-Materials in den Pflegeheimen des Kantons Freiburg sicherzustellen.</p><p>Dieses Modell, das auf einem System der pauschalen Verg\u00fctung beruhte und ein Pflichtenheft f\u00fcr den verantwortlichen Apotheker oder die verantwortliche Apothekerin sowie eine Monitoring-Stelle umfasste, erm\u00f6glichte dank einer aktiven berufs\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit bei der Medikation der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner eine Optimierung der medizinisch-therapeutischen Betreuung und ihrer Kosten. Somit erm\u00f6glichte das System nicht nur eine angepasste und wirtschaftlich stabile Medikation, sondern auch eine geringere Arzneimittel- und Pflegematerialverschwendung.</p><p>Infolge der am 1. Juli 2018 in Kraft getretenen \u00c4nderung der Verordnung \u00fcber den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA) m\u00fcssen die Arzneimittelkosten im Vorjahr beim Risikoausgleich als neuer Indikator der Morbidit\u00e4t ber\u00fccksichtigt werden. Laut den Versicherern l\u00e4sst sich dieses neue Kriterium nicht mit dem Freiburger Modell vereinbaren. Trotz Bem\u00fchungen der Initiantinnen und Initianten des Systems der pauschalen Verg\u00fctung, die eine Vereinbarkeit mit den neuen Anforderungen der VORA erlaubt h\u00e4tten, haben die Versicherer keinerlei Willen gezeigt, eine L\u00f6sung zu finden. Dadurch haben sie ein innovatives und einwandfrei funktionierendes System, das erhebliche Einsparungen von \u00fcber drei Millionen Franken pro Jahr erm\u00f6glicht hat, einfach so \u00fcber Bord geworfen.</p><p>Am 14. Juni 2018 war das Freiburger Modell Gegenstand einer Interpellation (18.3542) von St\u00e4nderat Beat Vonlanthen. In seiner Stellungnahme vom 18. September 2018 hatte der Bundesrat geschrieben, dass der Risikoausgleich eine Pauschalverg\u00fctung von Arzneimitteln nicht ausschliesst, sofern die Tarifpartner (Heime und Versicherer) im Rahmen der gesetzlichen Lage eine L\u00f6sung finden k\u00f6nnen. Eine solche L\u00f6sung (Anpassung des EDV-Systems, sodass die Anforderungen der neuen Gesetzesregelung neben dem Pauschalsystem bestehen k\u00f6nnen) war allerdings bereits im Mai 2018 ausgearbeitet und den Partnerinnen und Partnern pr\u00e4sentiert worden, von den Versicherern jedoch ohne triftigen Grund vom Tisch gefegt worden.</p><p>Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) hat mehrere Runde Tische einberufen, um mit den Betroffenen eine L\u00f6sung zu finden, der letzte fand am 17. Oktober 2019 statt. Heute muss festgestellt werden, dass jeder Vorschlag sowohl bei den Versicherern als auch beim EDI auf Granit beisst, da beide auf die Anwendung der VORA pochen, und zwar f\u00fcr alle Versicherten, auch f\u00fcr diejenigen, die in einer Einrichtung wohnen.</p><p>Immerhin wurde dabei betont, dass es im Interesse aller w\u00e4re, L\u00f6sungen f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Arzneimittelkosten in den Pflegeheimen zu finden. Am letzten Runden Tisch wurde ein Modell vorgestellt, dass derzeit im Kanton Tessin erarbeitet wird; es entspricht den gesetzlichen Anforderungen und st\u00f6sst sowohl bei den Versicherern als auch beim EDI auf Anklang. Dieses Modell ist zwar interessant, erfordert jedoch eine nicht unerhebliche Investition, die von den Freiburger Partnerinnen und Partnern im Wissen darum abgelehnt wird, dass mit dem abgeschafften Freiburger Modell bereits ein effizientes System existieren w\u00fcrde.</p><p>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich das System der pauschalen Abrechnung der Medikamente f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime des Kantons Freiburg 15 Jahre lang bew\u00e4hrt hat. Mit ihm wurden die administrativen Vorg\u00e4nge vereinfacht und die Akteurinnen und Akteure auch in finanzieller Hinsicht in die Pflicht genommen. Es hat sich nicht nur als sicher, sondern auch als zweckm\u00e4ssig und wirtschaftlich erwiesen: Pro Jahr konnten \u00fcber drei Millionen Franken eingespart werden. Mit den regulativen Massnahmen konnten ausserdem jegliche Risikoselektion verhindert und gleichzeitig die Grunds\u00e4tze der Transparenz, der Solidarit\u00e4t unter den Pflegeheimen und der positiven Leistungsanreize gewahrt werden.</p><p>Die Abschaffung des Systems der pauschalen Abrechnung der Medikamente ist in den Augen des Kantons Freiburg ein Nonsens, der sich den Versicherten, die jedes Jahr h\u00f6here Pr\u00e4mien zahlen m\u00fcssen, nur schwer erkl\u00e4ren l\u00e4sst, vor allem in einer Zeit, wo alles M\u00f6gliche versucht wird, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu bremsen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Freiburg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1709655610000)\/","ResponsibleDepartment":null,"ResponsibleDepartmentName":null,"ResponsibleDepartmentAbbreviation":null,"IsLeadingDepartment":null,"Tags":"4|28|2841","Category":"IV","Modified":"\/Date(1779242606123)\/","SubmissionDate":"\/Date(1602720000000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5106,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen|Gesundheit"}}