{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20200413,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20200413,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.413","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"Familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung als Teil des Service public","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es ist eine neue Verfassungsbestimmung, Artikel\u00a062a und Artikel\u00a066, Absatz\u00a03 zu schaffen. </p><p>Neuer Artikel\u00a062a </p><p>Familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung </p><p>1. F\u00fcr die familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung sind die Kantone zust\u00e4ndig.</p><p>2. Sie sorgen f\u00fcr ein bedarfsgerechtes, altersgerechtes, qualitativ hochstehendes und dem Kindswohl verpflichtetes Angebot, das allen Kindern offensteht. Die Betreuung steht ab Ende des gesetzlichen Mutterschaftsurlaubs bis Ende der Volksschulzeit zur Verf\u00fcgung. Sie untersteht staatlicher Leitung oder Aufsicht. Sie ist unentgeltlich.</p><p>Neuer Artikel\u00a066, Absatz\u00a03 </p><p>Der Bund gew\u00e4hrt den Kantonen Beitr\u00e4ge an ihre Aufwendungen f\u00fcr die familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung. Diese sind gebunden an \u00f6ffentliche oder gemeinn\u00fctzige Einrichtungen, die qualifiziertes Personal, fortschrittliche Arbeitsbedingungen und einen dem Kindswohl entsprechenden Betreuungsschl\u00fcssel vorweisen.</p>","ReasonText":"<p>Gerade die Corona-Virus-Krise hat gezeigt, wie systemrelevant die familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung ist und wie schnell die Einrichtungen in ihrer Existenz gef\u00e4hrdet sind. Auch im Home-Office k\u00f6nnen Kinder nicht nebenbei geh\u00fctet werden. Es braucht ein verl\u00e4ssliches Betreuungsangebot. </p><p>Familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung soll k\u00fcnftig unentgeltlich als Teil des Service Public ab Ende des gesetzlichen Mutterschaftsurlaubs bis Ende Volksschule allen Kindern zur Verf\u00fcgung stehen. Mit der h\u00f6heren Erwerbst\u00e4tigkeit der Eltern, im Speziellen der Frauen und der einhergehenden h\u00f6heren Steuern refinanziert sich diese Investition.</p><p>Nur mit gen\u00fcgend und qualitativ guter Kinderbetreuung kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Gleichstellung von Frau und Mann und die Chancengleichheit markant verbessert werden.</p><p>Der Nutzen der fr\u00fchkindlichen Bildung und Betreuung (FBBE) ist hoch. Verschiedene Studien machen deutlich, dass Betreuung, Fr\u00fchf\u00f6rderung und Bildung in den ersten Lebensjahren eine lohnende Investition in die Zukunft ist. Einerseits dienen sie dem Kindswohl und andererseits ist zu diesem Zeitpunkt das Potential der sozialen, kognitiven und emotionalen Ressourcen der Kinder bei kindgerechter F\u00f6rderung besonders gross. </p><p>Profitieren w\u00fcrden insbesondere Kinder aus sozio-\u00f6konomisch benachteiligten Familien. Unl\u00e4ngst hat die Studie \"Soziale Selektivit\u00e4t\" des Schweizerischen Wissenschaftsrates (SWR) darauf hingewiesen, dass das Schweizer Bildungssystem diese Kinder diskriminiert und \"Humankapital\" brachliegen l\u00e4sst; gerade die FBBE sieht der SWR als zentrales Handlungsfeld an. </p><p>Familien- und schulerg\u00e4nzende Betreuung er\u00f6ffnen die M\u00f6glichkeit einer h\u00f6heren Erwerbst\u00e4tigkeit der Eltern, speziell der Frauen, und sind damit auch eine Antwort auf den Fachkr\u00e4ftemangel. Sie tragen zu einer besseren Altersvorsorge, weniger Sozialhilfeabh\u00e4ngigkeit und zur Armutsbek\u00e4mpfung bei.</p><p>Die Anschubfinanzierung des Bundes hat zwar \u00fcber 60 000 neue Betreuungspl\u00e4tze geschaffen, doch ist der Bedarf noch l\u00e4ngst nicht gedeckt. Viele Einrichtungen sind finanziell am Limit; die L\u00f6hne sind tief und h\u00e4ufig nicht existenzsichernd; es gibt zu viele Angestellte ohne Ausbildung; das Personal ist \u00fcberlastet und die Betreuungsschl\u00fcssel sind zu knapp. Damit kommt die F\u00f6rderung der Kinder zu kurz. Die Tarife sind f\u00fcr die Familien zu hoch, f\u00fcr die Anbieter jedoch nicht kostendeckend. Ohne substanzielle \u00f6ffentliche Finanzierung sind die Kitas und Horte in guter Qualit\u00e4t und mit fairen Arbeitsbedingungen nicht f\u00fchrbar. </p><p>F\u00fcr die Finanzierung sollen analog dem Schulwesen Bund, Kantone und Gemeinden zust\u00e4ndig sein und die Kosten teilen. Dabei soll der Bund j\u00e4hrlich rund 1 Prozent des BIP investieren, derzeit also etwa 6,9 Milliarden Franken. Dieser Betrag orientiert sich an der OECD, die ihren Mitgliedstaaten f\u00fcr den vorschulischen Bereich eine Kinderbetreuungs-Ausgabenquote von mindestens 1 Prozent des BIP empfiehlt. F\u00fcr die schulerg\u00e4nzende Betreuung m\u00fcsste etwa ebenso viel vorgesehen werden. In der Schweiz belaufen sich die staatlichen Ausgaben f\u00fcr den vorschulischen Bereich zurzeit auf 0,2 Prozent; im Vergleich dazu geben die L\u00e4nder Skandinaviens deutlich \u00fcber einem Prozent allein f\u00fcr den vorschulischen Bereich aus. F\u00fcr die reiche Schweiz, deren Ressourcen gut ausgebildete Menschen sind, sollte diese Investition ein Muss sein, zum Wohle der Kinder, der Wirtschaft und des sozialen Friedens.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Prelicz-Huber Katharina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623628800000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28|32|2841","Category":"IV","Modified":"\/Date(1721762375313)\/","SubmissionDate":"\/Date(1588550400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5103,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen|Bildung|Gesundheit"}}