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Iv.","Title":"Kinderarmut bek\u00e4mpfen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es ist eine gesetzliche Grundlage f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Kinderarmut in Form von finanzieller Unterst\u00fctzung f\u00fcr Familien zu schaffen. Die Grundlage sollen bestehende kantonale Modelle bilden.</p>","ReasonText":"<p>In unserem reichen Land ist Kinderarmut weit verbreitet: 144 000 Kinder leben in Armut und 291 000 sind nach Caritas Schweiz von Armut bedroht. Diese Situation hat katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit, das Sozialleben und die Bildung. Oft fehlt auch f\u00fcr Kleinigkeiten das Geld. Im europ\u00e4ischen Vergleich unternimmt unser Staat nicht genug f\u00fcr Kinder und Familien. Kinder haben aber keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Darum muss sich die Politik um die Kinderarmut k\u00fcmmern.</p><p>Vier Kantone (Genf, Waadt, Tessin und Solothurn) lassen Familien heute schon Erg\u00e4nzungsleistungen zukommen, und die Erfahrung zeigt, dass dies ein wirksames Mittel ist zur Bek\u00e4mpfung der Armut von Familien und somit von Kindern. Das Instrument muss \u00fcber ein Rahmengesetz schweizweit eingef\u00fchrt werden. Die Kantone sollen die H\u00f6he der Beitr\u00e4ge, die Modalit\u00e4ten und den Finanzierungsmodus selbst bestimmen k\u00f6nnen. </p><p>Nach Artikel\u00a011 der Bundesverfassung haben Kinder und Jugendliche Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf F\u00f6rderung ihrer Entwicklung. Wir sollten diesen Verfassungsauftrag erf\u00fcllen, indem wir die Kantone dazu anregen, Erg\u00e4nzungsleistungen f\u00fcr Familien einzuf\u00fchren. Es gibt Studien, die belegen, dass Kinder, die in einer minderbemittelten Familie aufwachsen, sehr oft auch als Erwachsene arm bleiben. Es geht also darum, die Ungleichheit unter Kindern zu verringern, damit alle m\u00f6glichst gleich gute Chancen haben, um im Leben Erfolg zu haben.</p><p>Erg\u00e4nzungsleistungen f\u00fcr Familien erfordern zwar beachtliche Investitionen. Sie tragen aber wesentlich dazu bei, die Sozialhilfe zu entlasten. Im Tessin hat sich die Anzahl Haushalte mit Kindern, die Sozialhilfe in Anspruch nehmen, seit der Einf\u00fchrung der Erg\u00e4nzungsleistungen f\u00fcr Familien stabilisiert, und Kinder stellen nicht l\u00e4nger ein Armutsrisiko dar. Im Kanton Waadt ist der Anteil Familien, die Sozialhilfe beziehen, von 70 Prozent im Jahr 2011 (2011 wurden die Erg\u00e4nzungsleistungen f\u00fcr Familien eingef\u00fchrt) auf 10 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Der Vorteil dieses Instruments besteht darin, dass es erlaubt, sich aus der Armutsfalle zu befreien.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Piller Carrard Val\u00e9rie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1677456000000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2836","Category":"IV","Modified":"\/Date(1763104995957)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592524800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Sozialer Schutz"}}