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Iv.","Title":"Elternzeit von 14/14 Wochen. Gleiche Chancen im Erwerbsleben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Erwerbsersatzordnung ist so zu erg\u00e4nzen respektive zu \u00e4ndern, dass die Mutterschaftsentsch\u00e4digung durch eine Elternzeit ersetzt wird. Diese setzt sich zusammen aus der (bisherigen) Mutterschaftsentsch\u00e4digung von 14 Wochen und einer Vaterschaftsentsch\u00e4digung von maximal 14 Wochen. Der Anspruch auf Vaterschaftsentsch\u00e4digung wird nur bei einer beidseitigen Erwerbst\u00e4tigkeit der Eltern nach der Geburt des Kindes gew\u00e4hrt.</p>","ReasonText":"<p>Die heutige Gesetzgebung bei Geburt eines Kindes behindert aktiv die Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben. Sie gibt vor, dass ausschliesslich M\u00fctter und nicht beide Elternteile nach der Geburt eines Kindes bei der Arbeit ausfallen. Die Forschung zeigt, dass diese einseitige Regelung eine der Hauptursachen f\u00fcr die anhaltende Diskriminierung der Frauen im Erwerbsleben ist. Weil sie alleine das Risiko tragen, am Arbeitsplatz auszufallen.</p><p>Um die Erwerbst\u00e4tigkeit beider Eltern nach der Geburt eines Kindes tats\u00e4chlich zu erm\u00f6glichen, braucht es f\u00fcr jene Paare, die sich Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung aufteilen wollen, eine Regelung, die dies auch erm\u00f6glicht. Das ist heute nicht der Fall: 14 Wochen sind einerseits zu kurz, um ein Kind anschliessend familienextern zu betreuen, andererseits einseitig, weil V\u00e4tern die M\u00f6glichkeit verwehrt wird, sich fr\u00fch und aktiv in der Kinderbetreuung einzubringen. Diese Rolle wird so automatisch an die Frau delegiert und eine traditionelle Rollenteilung eingespurt. In der Folge reduzieren Frauen h\u00e4ufig ihre Erwerbspensen oder steigen ganz aus dem Arbeitsmarkt aus. Ein F\u00fcnftel oder insgesamt 350 000 Personen - zumeist Frauen -, die Betreuungsaufgaben wahrnehmen, werden in der Aus\u00fcbung einer Berufst\u00e4tigkeit eingeschr\u00e4nkt. Sie w\u00fcrden gerne mehr arbeiten, k\u00f6nnen diesen berechtigten Wunsch aber aus strukturellen Gr\u00fcnden nicht realisieren. Auch volkswirtschaftlich ist das unerw\u00fcnscht. Die Wirtschaft ist auf die gut ausgebildeten Arbeitskr\u00e4fte, die ihre Erwerbst\u00e4tigkeit ausbauen m\u00f6chten, dringend angewiesen.</p><p>Wenn beide Eltern vermehrt und fr\u00fcher wieder einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen k\u00f6nnen, hat dies f\u00fcr Staat und Wirtschaft mittel- bis langfristig sehr positive Effekte: Die Erh\u00f6hung der Erwerbspensen der Frauen entsch\u00e4rft den Fachkr\u00e4ftemangel, die zus\u00e4tzlichen Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen entlasten den Staat und tragen zur Amortisierung der Ausbildungskosten bei. Die st\u00e4rkere Erwerbst\u00e4tigkeit der Frauen reduziert Abh\u00e4ngigkeiten von Erg\u00e4nzungsleistungen und Sozialhilfe im Alter oder bei Trennung und damit ebenfalls staatliche Kosten.</p><p>Die Mutterschaftsentsch\u00e4digung wird heute ausschliesslich \u00fcber die EO, also Lohnabgaben, finanziert. Auch eine Elternzeit m\u00fcsste entweder \u00fcber Lohnabgaben oder Steuern finanziert werden. Entsprechend ist es gerechtfertigt, wenn beidseitig erwerbst\u00e4tige Eltern st\u00e4rker davon profitieren, da sie vor und nach der Elternzeit auch mehr Lohnabgaben und Steuern bezahlen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Bertschy Kathrin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1632787200000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44|2446|2836","Category":"IV","Modified":"\/Date(1712776392453)\/","SubmissionDate":"\/Date(1600992000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5105,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Steuer|Sozialer Schutz"}}