{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201023,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20201023,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.1023","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Alkoholkonsum und Monitoringsystem zu Sucht und nicht\u00fcbertagbaren Krankheiten. Klare und umfassende Informationen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Monitoring-System Sucht und nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (MonAM), das im Auftrag und mit der Unterst\u00fctzung des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit (BAG) auf der Website des Obsan (www.obsan.ch) gef\u00fchrt wird, enth\u00e4lt die Schl\u00fcsselwerte zu Suchterkrankungen. In den Untersuchungsberichten wie auch in den Informationen dar\u00fcber wird immer ganz generell auf den \"Alkohol\" verwiesen. Eine Unterscheidung zwischen fermentierten und gebrannten Produkten fehlt. Vor allem aber werden die Gefahren, die von diesen Produkten ausgehen, verharmlost. Ihr Alkoholgehalt und die Art und Weise, sie sie konsumiert werden, werden nicht in Betracht gezogen. Dieser etwas simple Ansatz taugt zwar f\u00fcr Schlagzeilen, ist aber irref\u00fchrend, wenn es um die Information der Bev\u00f6lkerung geht. Dahinter stecken Wirtschaftssektoren und Traditionen, die zu unserem Land geh\u00f6ren. Die Quellen sind vertrauensw\u00fcrdig, aber die Informationen, die sie transportieren, sind irref\u00fchrend und unvollst\u00e4ndig. Bier ist nicht Wein, Schnaps ist nicht Alkopop, Naturprodukte sind nicht mit chemischen Mischungen vergleichbar.</p><p>Im Wissen darum, dass Suchtkrankheiten eine ernsthafte Herausforderung f\u00fcr das Gesundheitswesen darstellen, ist es gerechtfertigt, von den Beh\u00f6rden und den von ihnen beauftragten Stellen einen klareren und umfassenderen Ansatz zu erwarten, und dies sowohl in der Forschung als vor allem auch in der Information der Bev\u00f6lkerung. Darum bitte ich den Bundesrat um Antwort auf folgende Fragen:</p><p>1. Ist es zum Schutz der inl\u00e4ndischen Produktion und der Wirtschaftszweige, die zu einem massvollen Konsum einladen, nicht sinnvoll, klarer und pr\u00e4ziser \u00fcber das Suchtpotenzial von Alkohol zu informieren?</p><p>2. Verletzt die Informationsstrategie des MonAM und des BAG nicht die Glaubw\u00fcrdigkeit von Sektoren, f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft und Kultur wichtig sind (Wein-, Bier- und Schnapsproduktion)?</p><p>3. Was ist das Ziel: ein massvoller Konsum oder kein Konsum?</p><p>4. Worauf wollte man mit der Kommunikation in den vergangenen Jahren hinaus: auf einen verantwortungsvollen Konsum oder auf die Kriminalisierung des Konsums legaler Produkte?</p><p>5. Ist es richtig, immer ganz allgemein von Alkohol zu sprechen, ohne zu differenzieren und ohne die graduellen Unterschiede in der Sch\u00e4dlichkeit im Zusammenhang mit dem Konsum zu erw\u00e4hnen?</p><p>6. Warum wird nicht zwischen Wein, Bier und gebrannten Wassern unterschieden?</p><p>7. Wird die traurige Seuche Alkoholismus mit der Kriminalisierung alkoholhaltiger Produkte bek\u00e4mpft?</p><p>8. Wie hoch ist das j\u00e4hrliche Budget des MonAM-Projekts?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1., 5. und 6. MonAM basiert seine Indikatoren auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Nach diesen richten sich die meisten ihrer 194 Mitgliedsstaaten. Eine \u00c4nderung der Indikatoren w\u00fcrde die Vergleichbarkeit mit anderen Staaten verunm\u00f6glichen.</p><p>F\u00fcr die Qualifikation als Alkoholmissbrauch ist nicht relevant, welches alkoholische Getr\u00e4nk konsumiert wird, sondern wieviel Gramm reiner Alkohol eingenommen wird. Dem unterschiedlichen Alkoholgehalt wird mit der Definition eines Standardglases Rechnung getragen. Unter einem Standardglas versteht man die \u00fcblicherweise in einem Restaurant ausgeschenkte Alkoholmenge: eine Stange Bier, ein Glas Wein oder ein Gl\u00e4schen Schnaps. Ein Standardglas enth\u00e4lt in der Regel zwischen 10 und 12 Gramm reinen Alkohol.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die aktuellen Indikatoren ein differenziertes Gesamtbild \u00fcber den Alkoholkonsum und seine m\u00f6glichen Folgen geben, weshalb er eine \u00c4nderung der bew\u00e4hrten Indikatoren nicht f\u00fcr angebracht h\u00e4lt.</p><p>2., 3. und 4. Der Bundesrat setzt sich f\u00fcr einen massvollen und verantwortungsvollen Alkoholkonsum ein. Das spiegelt sich in den entsprechenden Massnahmen wieder. Im Rahmen der Nationalen Strategie zur Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) und der Nationalen Strategie Sucht vermitteln das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit BAG, die Kantone und die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz substanz\u00fcbergreifende, aber auch alkoholspezifische pr\u00e4ventive Botschaften. Sie sprechen \u00fcberm\u00e4ssigen Alkoholkonsum an und sensibilisieren Eltern und Jugendliche f\u00fcr einen verantwortungsbewussten Konsum.</p><p>Der Bundesrat sieht die Glaubw\u00fcrdigkeit der alkoholproduzierenden Industrie durch die Pr\u00e4ventionsbotschaften und MonAM nicht gef\u00e4hrdet. MonAM sammelt, beschreibt und verbreitet Daten \u00fcber eine Reihe von Indikatoren im Bereich Sucht und nicht\u00fcbertragbare Krankheiten. Es liefert wissenschaftliche Evidenzen bzw. Fakten, ohne sie zu werten.</p><p>Alkoholmissbrauch verursacht j\u00e4hrlich Kosten im Wert von rund 4,2 Mrd. Franken. Davon gehen 2,2 Mrd. zu Lasten der Schweizer Volkswirtschaft infolge Produktivit\u00e4tsverlust, vorzeitigen Pensionierungen und Todesf\u00e4llen. Angesichts dieser hohen gesundheitlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten ist der Bundesrat von der Notwendigkeit von Pr\u00e4ventions- und begleitenden Kommunikationsmassnahmen \u00fcberzeugt.</p><p>7. Der Bundesrat kriminalisiert alkoholhaltige Produkte nicht. Aber er reguliert alkoholische Getr\u00e4nke zum Schutz der Bev\u00f6lkerung und der Gesellschaft. Denn Alkohol ist kein gew\u00f6hnliches Konsumgut. Alkoholmissbrauch sch\u00e4digt die Gesundheit, beeinflusst das Zusammenleben negativ und verursacht erhebliche gesellschaftliche Kosten.</p><p>8. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) erh\u00e4lt f\u00fcr die Realisierung des Monitoringsystems im Rahmen der NCD-Strategie und der Strategie Sucht in den ersten vier Jahren (2017-2020) rund 1.2 Millionen Franken. Dieser Betrag beinhaltet die Aufbereitung der \u00fcber 100 Indikatoren, die Entwicklung der Webseite mit den interaktiv nach Kategorien und Auspr\u00e4gungen wie Kantone, Alter und Geschlecht einsehbaren Indikatoren sowie den entsprechenden Aufbau und Betrieb in den ersten Umsetzungsjahren. F\u00fcr die regelm\u00e4ssige Aktualisierung der Indikatoren ab 2021 bel\u00e4uft sich das Jahresbudget auf 185'000 Franken.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597190400000)\/","SubmittedBy":"Romano Marco","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1597190400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750800467617)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592265600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}