{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201027,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20201027,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.1027","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Tut die Schweiz genug, um die Bev\u00f6lkerung mit Blick auf drohende Antibiotikaresistenzen zu sch\u00fctzen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat w\u00e4hrend der Corona-Pandemie rasch und unvorbereitet Entscheide zum Schutz der Bev\u00f6lkerung treffen m\u00fcssen. Zusammen mit Fachleuten hat der Bundesrat sehr gute Arbeit geleistet. Auffallend auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit verschiedener Pharma-Firmen.</p><p>Eine m\u00f6glicherweise noch bedrohlichere Situation f\u00fcr unsere Bev\u00f6lkerung kann sich ergeben, wenn Antibiotika die beabsichtigte Wirkung nicht mehr zu erzielen verm\u00f6gen. Resistenzen gegen Antibiotika sind eine Tatsache. Bereits sind seitens des Bundes sehr gute Massnahmen getroffen worden; im Vordergrund steht das Nationale Forschungsprogramm \"Antimikrobielle Resistenz\" (NFP 72).</p><p>Es d\u00fcrfte unbestritten sein, dass wirkungsvolle Vorbereitungsarbeiten hilfreich sein k\u00f6nnen, gravierende Folgen zu vermeiden. Neben der Forschungsf\u00f6rderung k\u00f6nnen auch neue Preismodelle und transferierbare Schutztitel notwendig sein, da neue Antibiotika f\u00fcr Jahre in Reserve gehalten werden m\u00fcssen.</p><p>Mit Blick darauf stellt sich die Frage, ob nicht noch intensiver versucht werden sollte, auch unter Mitwirkung der forschenden Industrie der Schweiz und der Hochschulen sowie mit internationalen Absprachen die Zielsetzung zu erreichen und die Zeitachse bis zum Vorliegen von Resultaten zu verk\u00fcrzen.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Strategie Antibiotikaresistenz Schweiz (StAR) ist die breit angelegte One-Health-Antwort des Bundesrates auf das Problem der Antibiotikaresistenzen. Er hat im Rahmen seiner gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten (Gesundheit2020) Ende 2015 den Auftrag zur Umsetzung von StAR erteilt. Im Rahmen von StAR werden 35 Massnahmen umgesetzt, die die Antibiotikaresistenz sehr breit angehen, z.B. mittels sachgem\u00e4ssem Antibiotikaeinsatz, Sensibilisierung der Akteure oder auch durch Forschungsf\u00f6rderung. Neben dem erw\u00e4hnten Nationalen Forschungsprogramm \"Antimikrobielle Resistenz\" (NFP 72, 2017-21) sucht der 2020 neu lancierte Nationale Forschungsschwerpunkt AntiResist (NCCR AntiResist) unter anderem nach neuen Antibiotika. Er umfasst 24 Forschungsgruppen und wird vom Schweizerischen Nationalfond SNF mit CHF 17 Mio (2020-23) finanziert. Dabei soll die Grundlagenforschung direkt mit der klinischen Forschung verbunden werden. Im internationalen Umfeld beteiligt sich die Schweiz an verschiedenen Initiativen, z.B. an GARDP (Global Antibiotic Research and Development Partnership), eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Antibiotika, oder am R&amp;D Hub. Der R&amp;D Hub wurde 2018 von den G20 lanciert, um die internationalen Aktivit\u00e4ten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&amp;E) neuer Antibiotika zu koordinieren und zu verst\u00e4rken. Seit April 2020 ist das Dynamic Dashboard aktiv, eine Plattform, die die laufenden Forschungsarbeiten und Fortschritte rund um neue therapeutische, pr\u00e4ventive und diagnostische Produkte darstellt.</p><p>Aufgrund der Covid-19-Epidemie hat die Umsetzung der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz in diesem Jahr nicht im urspr\u00fcnglich geplanten Mass fortgesetzt werden k\u00f6nnen. Die im Rahmen der Umsetzung von StAR geplante Zwischenevaluation wird dar\u00fcber Auskunft geben, in welchen Bereichen die Anstrengungen zur Erreichung der Strategieziele intensiviert werden m\u00fcssen.</p><p>Zus\u00e4tzlich besteht auf nationaler Ebene mit dem \"Round Table Antibiotika\" eine interdisziplin\u00e4r aufgestellte Expertengruppe aus der Medizin, Forschung und \u00d6konomie fast aller Hochschulen der Schweiz sowie engagierten Pers\u00f6nlichkeiten aus der Industrie. Das Ziel dieser Expertengruppe besteht darin, den Beitrag der Schweiz zur Innovation, Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe kraftvoll voranzutreiben. Allerdings zeigt sich, dass die Einf\u00fchrung neuer Anreizsysteme zur F\u00f6rderung der Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika international koordiniert erfolgen muss, und nicht in einem nationalen Alleingang m\u00f6glich ist. Die Schweiz engagiert sich daher aktiv in multilateralen Foren und Partnerschaften. Die Schweiz unterst\u00fctzt beispielsweise die Empfehlungen der UN Interagency Coordination Group (IACG) on Antimicrobial Resistance, welche vom UN Generalsekret\u00e4r eingesetzt wurde. Diese beinhalten auch die Etablierung eines Independent Panel on Evidence for Action against Antimicrobial Resistance, welche fach\u00fcbergreifend und wissenschaftlich fundiert L\u00f6sungsans\u00e4tze erarbeiten wird.</p><p>In Bezug auf die Schutztitel haben Parlament und Bundesrat im Rahmen der ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes die Anreize f\u00fcr die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln auf den 1.1.2019 hin gest\u00e4rkt, wovon auch Antibiotika profitieren. Dies betrifft den Unterlagenschutz nach Heilmittelgesetz und den Patenschutz nach Patentgesetz. F\u00fcr eine neue Indikation kann der Unterlagenschutz neu auf 10 Jahre festgelegt werden, wenn ein bedeutender klinischer Nutzen gegen\u00fcber bestehenden Therapien erwartet werden kann. Handelt es sich um ein wichtiges Arzneimittel f\u00fcr seltene Krankheiten, so kann ein Unterlagenschutz von 15 Jahren gew\u00e4hrt werden. F\u00fcr p\u00e4diatrische Anwendungen sind mit der Revision sowohl der Patent- als auch der Unterlagenschutz deutlich gest\u00e4rkt worden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597795200000)\/","SubmittedBy":"Eymann Christoph","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1597795200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802354170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592352000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}